SCH und Trainer Thomas Fichtner trennen sich

SCH und Trainer Thomas Fichtner trennen sich

Kommentar



Kein Alibi mehr



Von Peter Seibel



Bleibt der Erfolg aus, muss meistens der Trainer gehen: Auch beim Fußball-Oberligisten SC Hauenstein griffen die Automatismen des Fußball-Geschäfts.

Nach nur drei Monaten ist die Zeit von Trainer Thomas Fichtner beim SC Hauenstein abgelaufen. Aus Sicht des Vereins ist die Entscheidung nachvollziehbar. Nur elf Punkte aus elf Oberligaspielen, bereits sechs Niederlagen und vor allem die indiskutable Anzahl von 29 Gegentoren waren am Ende zu wenig für Hauensteiner Ansprüche. Zur Entlastung des Trainers muss gesagt sein, dass etliche Leistungsträger den Verein verließen, andere wochenlang verletzt waren. Zudem musste Fichtner 17 neue Spieler integrieren. Allerdings schaffte es der Coach in der verfügbaren Zeit nicht, eine funktionierende Ordnung im gesamten Defensivverhalten herzustellen.



„Trainer und Mannschaft stehen in der Pflicht“, hatte SCH-Präsident Carl-August Seibel vor dem Spiel gegen Neunkirchen gesagt. Der Trainer ist nun weg. Der Mannschaft, die ihren Übungsleiter am Samstag im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stehen ließ, fehlt nun jegliches Alibi. Wer gesehen hat, wie aggressiv beispielsweise Karbach oder Diefflen in Hauenstein zu Werke gingen, der vermisst eine ähnliche Einstellung bei den SCH-Spielern. Die Mannschaft ist insgesamt viel zu ruhig. Spieler wie Rösner, Klück, Brechtel oder Abele, die auch verbal Verantwortung übernehmen könnten, sind/waren verletzt oder haben mit sich selbst zu tun.



Nun sollen es – zumindest vorerst – der sportliche Leiter Heiko Magin und Torwarttrainer Ronny Fahr richten. Vielleicht ist es nicht unklug, mit der Installation eines neuen Trainers bis zur Winterpause zu warten. So stünde dem neuen Mann eine komplette Vorbereitung zum Umsetzen seiner Ideen zur Verfügung.



Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 231

Datum Dienstag, den 4. Oktober 2016

Seite 19









Pressemitteilung vom 02.10.2016



Der SC Hauenstein und Trainer Thomas Fichtner haben sich heute einvernehmlich getrennt.



Nach der erneuten Heimniederlage gegen Neunkirchen gestern und der desolaten Mannschaftsleistung sah das Präsidium und die sportliche Leitung des SCH keine Chance mehr, in der jetzigen Konstellation positive Ergebnisse zu erzielen.



Ab sofort übernehmen Heiko Magin und Ronny Fahr die Mannschaft. Das langjährig beim SCH tätige Duo hat das volle Vertrauen des Vereins, die Mannschaft schnell wieder fit zu bekommen und in die Erfolgsspur zu bringen.