Trotz Niederlage keimt Hoffnung

Trotz Niederlage keimt Hoffnung

FUSSGÖNHEIM. Schon wieder, zum achten Mal, ist Fußball-Verbandsligist SC Hauenstein von einem Auswärtsspiel mit leeren Händen zurückgekehrt. Der erhoffte Befreiungsschlag nach dem Trainerwechsel gelang nicht: Beim ASV Fußgönheim verlor der Tabellenletzte mit 2:4 (2:1). Dennoch macht der Auftritt Hoffnung.

Alexander Hornung, Interimstrainer des SCH für den vor Wochenfrist ausgeschiedenen Marko Eiermann, hat in den paar Tagen seiner Amtszeit schon etwas bewirkt. Das Team lebt wieder, weiß zu kämpfen, weiß sich zu wehren. Die Elf hat die Lust und Freude am Fußball zurückgewonnen, das war trotz ungewohntem Kunstrasenplatz in Fußgönheim zu spüren. „Vom Ergebnis ist die Talfahrt zwar nicht gestoppt, aber stimmungsmäßig und von der Einstellung her hat heute alles gestimmt“, war Hornung nach dem Spiel zufrieden. „Wir haben alles probiert, die Jungs haben sich zerrissen. Schade, dass ihr Einsatz nicht belohnt wurde.“Ein halbe Halbzeit lang dominierte der erneut ohne einige Leistungsträger angetretene SC Hauenstein, kaufte den Gastgebern lauf- und zweikampfstark rasch den Schneid ab. Vor allem Luca Baur, auch als Antreiber aktiv, Jacob Weiler, der umsichtige Kevin Rose oder Dennis Leininger gaben keinen Ball verloren, setzten selbst in aussichtslos erscheinenden Situationen erfolgreich nach. Schon der erste zwingende Angriff brachte die 1:0-Führung. Sener Serif-Oglou düpierte ASV-Kapitän Niclas Loch und bugsierte die Kugel unbedrängt ins lange Eck (8.).

Auch nach schlimmem Patzer von David Jung, der als letzter Mann am Mittelkreis den Ball verlor, was Kai Gutermann zum 1:1-Ausgleich nutzte (27.), bewies die Elf Moral. Yannick Roth, für den angeschlagenen Serif-Oglou gerade zwei Minuten auf dem Platz, staubte zum 2:1 ab, als ASV-Torwart Gebhard einen Freistoß des anfangs starken, aber nachlassenden Tim Scherer nicht festhielt (34.). Beim Pausengang keimte Siegeshoffnung.

„Klar, dass Fußgönheim in der zweiten Hälfte alles auf eine Karte setzt“, hatte Hornung gewarnt. Und die Gastgeber legten los wie die Feuerwehr, schickten mit Benni Bischoff und Steffen Euler erfahrene Strategen aufs Feld. Thorsten Riggers versuchte es zwar nochmal aus der Distanz (46.), doch dann dominierten fast nur noch die Hausherren. Gegen den nachlassenden SCH, der mit seinen Kräften künftig besser haushalten sollte, drehten Gutermann und Julien Jubin binnen zehn Minuten die Partie. Die Gäste ließen dennoch nicht locker, schlossen ihre guten Chancen aber schlampig ab. Es fehlte Kraft und Energie. „Mit der Leistung bin ich zufrieden, mit dem Resultat natürlich nicht“, haderte Hauensteins Kapitän Leininger. 

SO SPIELTEN SIE

SC Hauenstein: Titz – Ochs, Weiler, Jung, Baur – Riggers – Port (60. Burkhard), Leininger – Rose, Serif-Oglou (32. Roth) – Scherer (75. Hunsicker).

Quelle: 
Die Rheinpfalz
Hans-Dieter Conrad