SCH in der sportlichen Krise

SCH in der sportlichen Krise

Wie derzeit die SCH-Freunde und Fußballinteressierten aus der Umgebung sicher mit Verwunderung feststellen, befindet sich die 1. Mannschaft des SC Hauenstein zur Zeit in einer für viele beängstigenden sportlichen Krise. Nach mehreren hohen Niederlagen in Folge liegt der ruhmreiche SCH abgeschlagen auf dem letzten Platz der Verbandsliga Südwest.
Die Fußballfreunde aus nah und fern - für die der SC Hauenstein über 20 Jahre lang für Erfolg, fußballerische Klasse und Spitzenleistungen stand - reiben sich sicher ungläubig die Augen.

Aber der SCH ist nicht mehr der SCH, der er über 20 Jahre lang war.
Der neue SCH sucht derzeit noch seinen neuen Platz in der Fußballwelt.
Das braucht Zeit und Geduld und Rückschläge müssen hingenommen werden.

So sensationell gut wie es in der 1. Saison nach dem letztjährigen Vereinsumbruch mit neuer Vereinsphilosophie lief, so unglücklich und schlecht läuft es in dieser Saison. Eine entsprechende Unruhe und kritische Beurteilung der sportlichen Misere ist seither im Vereinsumfeld deutlich zu vernehmen.
Die Einschätzung zu Beginn der Saison, dass diese vom Sportlichen her wohl noch schwieriger werden wird, als die vergangene, hat sich leider bewahrheitet. Nachdem uns etliche Leistungsträger zum Ende der vergangenen Saison, teils entgegen vorheriger Zusagen verlassen haben, war die kurzfristige Suche nach einigermaßen adäquaten Ersatz für die 9 Abgänge auch im Hinblick auf die durch die Vorstandschaft festgelegten Vorgaben und Rahmenbedingungen sehr schwer.
Dennoch waren wir optimistisch, dass wir mit dem neu zusammengestellten Kader mit einigen erfahrenen, aber überwiegend jungen, talentierten Spielern aus der eigenen Jugend wie im Vorjahr den angestrebten Klassenerhalt schaffen können. So gingen wir mit dem jüngsten Kader der Vereinsgeschichte und wohl der gesamten Verbandsliga zwar wie im letzten Jahr mit einigen Fragezeichen aber dennoch hoffnungsvoll in die neue Saison.
Sahen wir uns zu Beginn der Saison mit einem superschweren Anfangsprogramm trotz einiger zum Teil unglücklicher Niederlagen noch im Soll, machte uns das nach wenigen Spielen beginnende Verletzungspech einen dicken Strich durch die Rechnung.
Nachdem sich dann vor 2 Wochen zu den ohnehin vielen Verletzten auch noch weitere Leistungsträger verletzt abmeldeten, müssen wir derzeit in einer in diesem Jahr besonders starken Verbandsliga (immerhin die höchste Klasse des SWFV) mit einer Mannschaft antreten, die zu 90 % aus A-Junioren-Spielern der beiden letzten Jahre besteht und die zuletzt einen Altersschnitt von maximal 20 Jahre aufwies.
Diese jungen Spieler versuchen in jedem Spiel trotz der für alle sichtbaren großen Nervosität und Verunsicherung das Bestmögliche herauszuholen, auch wenn es derzeit hoffnungslos erscheint und sicher keinem – weder Spielern, Trainern, noch der Vereinsführung – Spaß macht. Es fehlen ihnen derzeit aber unsere zwar ebenfalls noch recht jungen, aber doch schon erfahreneren Leistungsträger und Führungsspieler wie Kevin Jung, Christian Ochs, Phillip Weishaar, Christof Seibel, Marius und David Schäfer, die auf dem Platz Verantwortung übernehmen und an denen sie sich orientieren und hochziehen können.
Trotzdem hat die blutjunge Mannschaft schon in einigen Spielen gezeigt, dass sie an einem guten Tag auch gegen scheinbar übermächtige Gegner konkurrenzfähig sein kann und dafür gebührt ihr höchster Respekt. Die jungen Spieler werden an ihrer jetzigen Aufgabe reifen und wachsen, sie werden sich sicher nach und nach verbessern und Vieles für ihre zukünftige Fußballlaufbahn mitnehmen.

Die derzeit Verantwortlichen beim SC Hauenstein haben sich auch aufgrund der gegebenen Umstände bewusst für den langfristig alternativlosen Weg mit Spielern aus der eigenen Jugend und der Region entschieden. Dies entspricht auch dem oft geäußerten Wunsch aus dem Vereinsumfeld.
Auf diesem Weg mussten wir mit Rückschlägen rechnen, erst recht wenn wie derzeit 7-8 Stammspieler und Leistungsträger zum Teil langfristig ausfallen.
Aber trotz der sehr negativen bisherigen Saisonbilanz gilt es, die Hoffnung nicht aufzugeben und auf die baldige Genesung der verletzten und kranken Spieler zu hoffen. In der Rückrunde wollen wir evtl. mit 2-3 Neuzugängen verstärkt mit einem möglichst kompletten, fitten Kader nochmal angreifen und alles daran setzen, vielleicht doch noch mit einem kleinen Wunder den Abstieg im Jubiläumsjahr abzuwenden.

Bis dahin gilt es, besonnen zu bleiben und unsere junge Mannschaft so gut wie es geht zu unterstützen und auch kleine Erfolgserlebnisse positiv zu registrieren.

Dazu hoffen wir weiterhin auf die Unterstützung unserer Zuschauer und des Vereinsumfeldes.