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Bitteres Pokalaus gegen Kandel!

Bitteres Pokalaus gegen Kandel!

SC Hauenstein - FC Bienwald Kandel 6:7 n.E.



Im Achtelfinale des Fußball-Verbandspokals war Schluss für unsere Mannschaft. Am Dienstag unterlagen wir dem FC Bienwald Kandel mit 6:7 nach Elfmeterschießen. In dem packenden Duell zweier Verbandsligisten hatte es nach 90 Minuten 2:2 und nach 120 Minuten 3:3 gestanden.



Die ersten 25 Minuten der Partie gehörten uns: Druckvoll und bissig präsentierten wir uns in dieser Phase und kamen des Öfteren gefährlich vor das Kandeler Tor und ging durch ein Tor von Seibel mit 1:0 in Führung. Von Kapitän Sebastian Stanjek geschickt, hängte Seibel drei Gegner ab und traf von der Strafraumgrenze aus. Dann wurden die Gäste stärker. Für das verdiente 1:1 war ein früherer Hauensteiner verantwortlich. Praktisch mit dem Pausenpfiff verwertete Florian Hornig einen Diagonalpass von VfR-Kapitän Yannick Kindler zum Ausgleich. Zuvor gab es jede Menge Chancen. Allein Kandels Spielertrainer Yasin Özcelik besaß vier Möglichkeiten im ersten Durchgang (3., 32., 35., 39.). Für unsere Farben ließen Weishaar (16.), Kevin Dauenhauer (21.) und Henderson (37.) gute Möglichkeiten liegen.



Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs war Kandel das bessere Team und verdiente sich die 2:1-Führung. Nach einem Konter traf Christian Heil ins kurze Eck (53.). Nach spielerisch schwachen 20 Minuten in der zweiten Hälfte kämpften wir uns zurück und erzwangen in der 90. Minute die Verlängerung. Der eingewechselte Tobias Cartharius flankte scharf von rechts, Sebastian Stanjek scheiterte noch aus kurzer Distanz an Aust, doch dann kam der Ball zu Seibel, der den Ball aus einem Meter zum 2:2 über die Torlinie drückte.



Die darauffolgende Verlängerung darf ohne jeden Zweifel als Spektakel bezeichnet werden. Beide Mannschaften übertrafen sich im Auslassen bester Möglichkeiten. Henderson (91.), der eingewechselte Yannick Roth (84.), Stanjek (93.) und Schacker (116.) verpassten für uns in aussichtsreicher Position. Seibels Freistoß in der 106. Minute landete am Lattenkreuz. Da hatte Kindler per Kopfball bereits das 3:2 für Kandel erzielt. Zuvor und danach vergaben Özcelik (77.) und Adnan Sentürk (96., 116.) gute Gelegenheiten. Bei Seibels zweitem Alutreffer sprang der Ball in der 110. Minute vor die Füße von Kai Schacker, der aus wenigen Metern zum 3:3 einschoss.



Da nach 120 Minuten noch kein Sieger ermittelt werden konnte, ging es ins Elfmeterschießen. Dort zeigten die Kandeler die besseren Nerven. Während alle 4 Schützen der Auswärtsmannschaft trafen, verschossen auf unserer Seite zunächst Quincy Henderson und dann - zur ohnehin schon großen Tragik der Partie passend - ausgerechnet der bis dato beste Spieler auf dem Feld, Christof Seibel. So entschied am Schluss das Glück eine Partie, die zweifellos jeder Zuschauer gerne auch noch 120 weitere Minuten verfolgt hätte.



„Wir sind zweimal zurückgekommen. Deshalb ist das Aus im Elfmeterschießen sehr bitter. Heute war das Glück nicht auf unserer Seite. Anfangs waren wir gut, haben dann aber das Heft aus der Hand gegeben. Am Ende war es ein offener Schlagabtausch“, bilanzierte unser Trainer Marko Eiermann.



So spielten wir: Jung - Keller (67. Cartharius), Weishaar, Dauenhauer, Ochs (78. Roth) - Stanjek (103. Leininger), Riehmer, Herrmann (58. Serif Oglou), Seibel - Henderson, Schacker.