4
Neu hier? Jetzt anmelden! |
 
Sport50
Du bist noch kein Fan von SC Hauenstein...
Spielberichte

Rot-Weiß Koblenz - SC Hauenstein 3:0 (0:0) - 20.05.2017

Mit einer enttäuschenden Vorstellung und einer klaren 3:0-Auswärtsniederlage bei Rot-Weiß Koblenz beendete unsere Mannschaft die Spielzeit 2016/2017 in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Das Spiel war einmal mehr ein Spiegelbild der gesamten Spielrunde. Der SCH war absolut gleichwertig, konnte aber im Spiel nach vorne keine Durchschlagskraft entwickeln und musste dann wie aus dem Nichts Gegentreffer hinnehmen, die das Spiel zugunsten der Gastgeber entschieden. Bei leichten Vorteilen für das SCH-Team entwickelte sich daher ein Spiel, das sich weitgehend im Mittelfeld abspielte. Die beste Tormöglichkeit für unsere Mannschaft hatte Maximilian Albrecht in der 23. Minute, doch diese wurde vergeben. Einmal mehr zeigte sich auch, dass es unserer Mannschaft auch an der Effektivität im Ausnutzen der Torchancen mangelte. Den Knackpunkt des Spieles bildete wohl die 44. Spielminute, als Rot-Weiß-Spieler Alexis Weisenbach gegen Marius Le4hner nachtrat und dafür zu Recht die Rote Karte von Schiedsrichter Julian Geid zu sehen bekam. Diesen nummerischen Vorteil konnte unser Team in der zweiten Hälfte genau so wenig zu seinen Gunsten nutzen wie am letzten Spieltag in der Partie gegen Wiesbach. Die SCH-Akteure waren wohl der Meinung, jetzt nicht mehr so viel Einsatz und Engagement zeigen zu müssen wie in Hälfte eins. Und für diese schlechte Einstellung bekamen unsere Spieler dann auch von den Gastgebern die Quittung präsentiert. Jeweils nach Ecken erzielten Ismayil Barut (62.) und Marvin Sauerborn (70.) Treffer für Rot-Weiß Koblenz, was eine Vorentscheidung in diesem Match bedeutete. Bei beiden Toren war keine Zuordnung beim SCH-Team zu erkennen und so hatten die beiden Torschützen keine Mühe, zum Erfolg zu kommen. Unsere Mannschaft versuchte in der Folge den Anschlusstreffer zu erzielen, musste aber bei diesem Unterfangen einen weiteren Gegentreffer durch Derrick Miles nach einem Konter der Gastgeber gegen unsere aufgerückte Defensive hinnehmen (76.). Damit war die deftige 3:0-Niederlage perfekt und unsere Spieler hatten sich einmal mehr kräftig blamiert, weil sie gegen zehn gegnerische Spieler gleich drei Gegentreffer einstecken mussten. Damit beendet unsere Mannschaft die Spielzeit 2016/2017 auf dem 13. Platz in der Endtabelle, was aus sportlicher Sicht den Klassenerhalt bedeutet. Trotzdem muss man im SCH-Lager von einer insgesamt mehr als enttäuschenden und schlechten Runde sprechen.     /mk/


Spielstatistik

RW Koblenz: Gerharz-Lauer-Meinert-Sauerborn-Kaya-Miles-Schmidt (ab 80. Henrich)-Barut (ab 74. Bigün)-Masala-Weidenbach-Hillen (ab 46. Loulounga-Andzanga)
Trainer: Fatih Cift
Weitere Auswechselspieler: Krämer, Altin, Oost (TW)

SC Hauenstein: Little-Kupper-Lehner-Haag-Srzentic (ab 72. Biedermann)-Abele-Rösner-Lacagnina-Albrecht (ab 64. Riggers)-Fiolka-Fried (ab 67. Brechtel)
Trainer: Peter Rubeck
Weitere Auswechselspieler: Ochs, Bormeth, Jarecki, Urban (TW)

Tore: 1:0 (62.) Ismayil Barut / 2:0 (70.) Marvin Sauerborn / 3:0 (76.) Derrick Miles
Gelbe Karten: Meinert, Masala / Rösner, Abele
Rote Karte: Weidenbach (44.) / -----
Schiedsrichter: Julian Geid (Spiesen-Elversberg / Saarland)             
SRA:  Christian Ahr, Rahim Suleimana
Zuschauer: 250



Wenn die Luft raus ist

FUSSBALL-OBERLIGA: SCH verabschiedet sich mit 0:3-Schlappe

Der SC Hauenstein hat sich mit einer 0:3-Niederlage bei Rot-Weiß Koblenz aus der Fußball-Oberliga verabschiedet.
Bis zur 62. Minute stand es 0:0, dann führten zwei Ecken zu den ersten beiden Gegentoren durch Ismayil Barut und Marvin Sauerborn. „Da wurden abgesprochene Zuteilungen ignoriert“, klagte SCH-Trainer Peter Rubeck und fügte hinzu: „Nach dem 0:2 sind wir ausgekontert worden.“ Obwohl der Sportclub seit der Roten Karte für den Koblenzer Alexis Weidenbach (44.) in Überzahl spielte, konnte er kaum Chancen erspielen. „Es war ein Spiegelbild der gesamten Saison, und die Luft war dann auch raus“, sagte der sportliche Leiter des SCH, Heiko Magin. Rubeck: „Wir haben keinen, der mal einen Freistoß oder Elfer herausholt oder Bälle festmachen kann.“Er habe sich seine Aufgabe in Hauenstein nicht so schwer vorgestellt, „trotzdem haben wir das Ziel Klassenerhalt geschafft“, bilanzierte Rubeck. Nach seinem freiwilligen Rückzug tritt der Oberliga-Vizemeister von 2015 und 2016 in der neuen Saison in der Verbandsliga an. Zum neuen Team gehört laut Noch-Teammanager Jürgen Lejeune nun auch Offensivspieler Janik Hunsicker, derzeit A-Junior beim FK Pirmasens.

Quelle
Ausgabe Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 118
Datum: Montag, den 22. Mai 2017, Seite 19

SC Hauenstein - FC Hertha Wiesbach 2:3 (1:1) - 13. Mai 2017

So grausam kann Fußball sein. Da macht die Mannschaft des SCH über weite Teile des Spieles einen guten Eindruck, hat Chancen für Tore en masse und steht am Ende dann doch als Verlierer auf dem Rasen im Stadion am Neding. Mit 3:2-Toren unterlag unsere Mannschaft gegen den FC Hertha Wiesbach sehr unglücklich, konnte aber am Ende des Tages für sich in Anspruch nehmen, den sportlichen Klassenerhalt in der Oberliga doch geschafft zu haben. Der FC Hertha Wiesbach startete in die Begegnung so, wie man es von einem Tabellendritten auch erwarten konnte. Beweglich im Angriff, schnell und ballsicher agierten die Gäste, während unsere Mannschaft immer einen Schritt zu spät kam. Doch nach einer Viertelstunde änderte sich das Geschehen auf dem Rasen dann zusehends zugunsten des SCH, der immer besser ins Spiel kam. Die erste Großchance des Spiels hatte einmal mehr Alexander Biedermann, der nach einer schönen Einzelleistung von Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 in Szene gesetzt wurde, aber alleine vor dem Keeper der Gäste aus zehn Metern nur ein harmloses Schüsschen „abfeuern“ konnte. Und dann hatte unsere Mannschaft einmal mehr das schwache Schiedsrichtergespann als weiteren Gegner, das in allen entscheidenden Szenen der Verbündete der Gäste war. Nach 15 Spielminuten übersahen die Schiris eine klare Abseitsstellung von Torjäger Björn Recktenwald vor dem 1:0. Doch unsere Mannschaft biss sich weiter ins Spiel und schaffte nach 27 Minuten durch Niklas Kupper
Niklas Kupper
 per Abstauber den 1:1-Ausgleich. In der zweiten Hälfte wurde unsere Mannschaft dann klar überlegen und Maximilian Albrecht glückte per 35-Meter-Distanzschuss das 2:1 (54.). Nach 67 Minuten waren die Gäste dann in Unterzahl, weil Engin Yalcin die Gelb/Rote Karte sah. Unsere Mannschaft hatte jetzt zahlreiche Großchancen, doch insbesondere Yanick Haag und Maximilian Albrecht ließen diese allesamt ungenutzt. Zudem wurde ein regulärer Treffer von Yanick Haag wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht gegeben (52.). Eine weitere glatte Fehlentscheidung zum Nachteil unseres Teams. Aus heiterem Himmel schafften die Wiesbacher dann in der 80. Minute durch Patrick Ackermann per Kopfball den 2:2-Ausgleichstreffer. Unsere Mannschaft spielte in der Folge weiter sehr offen auf einen weiteren Treffer und wurde für dieses naive und verantwortungslose Verhalten bitter bestraft. Der eingewechselte David Horn
David Horn
 vertändelte in der dritten Minute der Nachspielzeit im Mittelfeld einen Ball, Gästespieler Sebastian Lück zog aus 35 Metern ab und traf voll in den Winkel des SCH-Gehäuses. Danach ertönte sofort der Schlusspfiff. Unfassbar, dass unsere Mannschaft dieses Spiel dann auch verloren hatte.       /mk/

Spielstatistik

SC Hauenstein: Little-Kupper-Lehner-Biedermann (ab 17. Haag)-Srzentic (ab 75. Horn)-Abele-Rösner-Lacagnina-Albrecht (ab 78. Jarecki)-Fiolka-Fried
Trainer: Peter Rubeck
Weitere Auswechselspieler: Ochs, Riggers, Bormeth, Urban (TW)
FC Hertha Wiesbach: Wamsbach-Lück-Schmidt-Patrick Ackermann-Veeck (ab 87. Alles)-Recktenwald-Yalcin-Noll-Neumeier-Baier-Runco
Trainer: Michael Petry
Weitere Auswechselspieler: Schwalm, Schöneberger, Breyer (TW)

Tore: 0:1 (15.) Björn Recktenwald / 1:1 (27.) Niklas Kupper
Niklas Kupper
 / 2:1 (54.) Maximilian Albrecht / 2:2 (80.) Patrick Ackermann / 2:3 (90+3) Sebastian Lück
Gelbe Karten: Srzentic / Yalcin
Gelb/Rote Karte: ----- / Yalcin (67.)
Schiedsrichter: Ehsan Amirian (Burgschwalbach / Rheinland)            
SRA: Sören Müller, Philipp Bodewing
Zuschauer: 110



Abschied nach 20 Jahren: SC Hauenstein zieht sich in Verbandsliga zurück

FUSSBALL-OBERLIGA: Abstieg wäre trotz 2:3-Niederlage gegen Hertha Wiesbach sportlich vermieden gewesen – „Neuanfang“ mit jungen Spielern aus Region

Von Peter Seibel
 
Trotz des 2:3 (1:1) im letzten Heimspiel gegen Hertha Wiesbach stand am Samstag gegen 17.20 Uhr fest, dass der SC Hauenstein in der Fußball-Oberliga praktisch nicht mehr auf einen Abstiegsrang zurückfallen kann, da der auf dem fünftletzten Platz liegende FSV Jägersburg bei Saar 05 Saarbrücken nicht über ein 1:1 hinauskam. Etwa 20 Stunden später dann doch der Abstieg: Der SCH teilte mit, dass er sich in die Verbandsliga zurückzieht (ausführlicher Bericht hierzu auf Seite 3 von „Sport am Montag“).
Damit macht der Sportclub am nächsten Samstag bei Rot-Weiß Koblenz sein letztes Spiel in der Oberliga, der er seit 20 Jahren ununterbrochen angehört. Angesichts des Rückzugs der gesamten bisherigen Vereinsführung zum Saisonende und deutlich reduzierter Zuwendungen von Hauptsponsor Carl August Seibel will der SCH „einen Neuanfang in der Verbandsliga suchen“. Der fast völlig neue Kader mit jungen Spielern aus der Region sei in der Oberliga nicht konkurrenzfähig.Im letzten Heimspiel kam der SCH vor 150 Zuschauern schwer in die Gänge. Doch nach 20 Minuten fing sich die Elf von Trainer Peter Rubeck und bot bis zehn Minuten vor dem Abpfiff noch mal eine gute Leistung. Bis dahin führte Hauenstein mit 2:1 und spielte nach Engin Yalcins Platzverweis (67.) sogar in Überzahl. Doch dann köpfte der bärenstarke Gäste-Angreifer Patrick Ackermann nach Ecke von Marius Neumeier den Ausgleich. „Es darf nicht passieren, dass der kleinste Spieler auf dem Platz ein Kopfballtor macht“, ärgerte sich Rubeck. Kapitän Sandro Rösner
Sandro Rösner
 merkte dazu an: „Ein Standardtor kann man leider auch in Unterzahl bekommen. Aber wir hatten doch vorher schon so viele Chancen und mussten das 3:1 machen.“ Wie einige andere seiner Kollegen ging Rösner nach der Partie auf dem „Zahnfleisch“. Ohne Stutzen und beide Füße schwer getapt, kündigte der Lehrer und Ex-Regionalligaspieler an, nach dem letzten Spiel erst mal ein halbes Jahr Fußball-Pause zu machen. „Das muss jetzt erst wieder alles ausheilen. Danach entscheide ich, ob ich noch mal anfange“, erklärte Rösner.
In der vierten Minute der Nachspielzeit kam es für sein Team noch schlimmer. Anstatt den Punkt mitzunehmen, entblößte Hauenstein die Abwehr. Ein zu kurz abgewehrter Ball kam zu Wiesbachs Sebastian Lück, dieser hielt aus 25 Metern einfach mal drauf, und der perfekte Schuss saß unhaltbar im rechten Toreck. „Obwohl es um nichts mehr ging, hat meine Mannschaft hinten raus eine tolle Moral bewiesen“, lobte Wiesbachs Trainer Michael Petry seine Elf.
„Es war nicht nötig, so ins Risiko zu gehen. Aber wir mussten doch vorher den Deckel draufmachen. Da waren wir einfach nicht gut genug“, sagte Hauensteins guter Sechser Marcel Abele nach dem Spiel. Von der 51. bis zur 75. Spielminute vergaben seine Mitspieler Yanick Haag (zweimal) und Maximilian Albrecht drei sehr gute Einschussmöglichkeiten. Zudem wurde ein Tor von Haag nach toller Vorarbeit von Andjelo Srzentic in der 51. Minute wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannt – wohl eine Fehlentscheidung. Einmal traf Hauenstein aber doch im zweiten Durchgang. Albrecht markierte mit einem 35-Meter-Schuss ins rechte Tordreieck die 2:1-Führung.
Zu Beginn der ersten Halbzeit hatte es für die Platzherren nicht gut ausgesehen. Da in der Abwehr schlecht sortiert, boten sie den pfeilschnellen Angreifern der Hertha zu viel Raum. Nach 15 Minuten schickte Marcel Noll den durchstartenden Ackermann. Dieser bediente uneigennützig Björn Recktenwald, der nur noch einzuschieben brauchte. Der Ausgleich für Hauenstein kam zu diesem Zeitpunkt eher überraschend. Niklas Kupper
Niklas Kupper
 traf im Nachschuss, nachdem Gästekeeper Julian Wamsbach Haags Direktschuss noch abgewehrt hatte.
Trotz der Niederlage zog SCH-Trainer Rubeck ein positives Resümee. „Ein Punkt wäre für mich heute auch in Ordnung gewesen. Es war unverständlich, dass wir am Ende so aufgemacht haben. Trotzdem haben wir auch unter diesen nicht einfachen Bedingungen das gesteckte Ziel erreicht. Das war auch für mich eine neue Herausforderung.“

Quelle
Ausgabe Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 112
Datum: Montag, den 15. Mai 2017, Seite 19

SV Morlautern - SC Hauenstein 3:0 (1:0) - 06.05.2017

Nach einer insgesamt enttäuschenden Vorstellung verlor unsere Mannschaft beim direkten Konkurrenten um den Abstieg in Morlautern verdient mit 0:3 Toren und muss weiter um den Klassenerhalt bangen. Enttäuscht muss man insbesondere von der Einstellung der Mannschaft sein, die offensichtlich ohne die erforderliche Motivation ins Spiel ging. Hinzu kam noch, dass wieder einmal das Matchglück nicht auf der Seite unserer Mannschaft war. So verpasste es Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 nach 13 Minuten die Führung für unser Team herauszuschießen und somit das Spiel in eine andere Bahn zu lenken. Srzentic lief alleine auf das Tor der Gastgeber zu, fand aber im routinierten Keeper des SVM, Thorsten Hodel, seinen Meister. Knackpunkt Nummer zwei in diesem Match war dann die 18. Spielminute, als Schiedsrichter Thorsten Braun den Morlauterern einen mehr als zweifelhaften Elfmeter zusprach, den Maurice Roth auch noch mit viel Glück verwandeln konnte. SCH-Keeper Malcolm Little
Malcolm Little
 war mit den Fingerspitzen noch am Ball, konnte diesen aber nicht mit der letzten Konsequenz abwehren. Danach entwickelte sich ein Spiel, das sich vorwiegend im Mittelfeld abspielte und in dem Tormöglichkeiten Mangelware blieben. Auch nach dem Seitenwechsel bot sich den 164 Zuschauern in Morlautern ein ähnliches Bild wie in Hälfte eins. Der Doppelwechsel beim SCH fruchtete zudem nicht wirklich und war nach einer Viertelstunde wieder verpufft. Morlautern drängte jetzt auf den zweiten Treffer und hatte dabei auch das notwendige Glück. Zehn Minuten vor dem Spielende unterlief unserem Spieler Jakub Jarecki
Jakub Jarecki
 ein unglückliches Eigentor, als er eine Flanke des Einheimischen Florian Bicking klären wollte. Unsere Mannschaft spielte danach in der Abwehr recht offen und musste schließlich in der 90. Minute noch einen weiteren Treffer von Maurice Roth zum 3:0-Endstand hinnehmen. Nun muss in den noch ausstehenden zwei Partien zu Hause gegen Wiesbach und bei RW Koblenz unsere Mannschaft wieder einen oder noch besser mehrere Gänge zulegen, um die fehlenden Punkte noch zu holen. Das muss man einfach von dem Team erwarten, denn die Runde ist erst nach dem 34. Spieltag beendet und nicht schon nach dem 32.         /mk/


Spielstatistik

SV Morlautern: Hodel-Schwarz-Zinn (ab 86. Gerhard Dombaxi)-Horn-Cronauer-Martin-Sasse (ab 64. Raimundo Dombaxi)-Roth-Haag-Weber (ab 71. Bicking)-Torun
Trainer: Uwe Dengel / Heinz Halter
Weitere Auswechselspieler: Merz, Wagner, Heimler (TW)
SC Hauenstein: Little-Kupper-Biedermann (ab 46. Klück)-Haag-Srzentic-Brechtel (ab 46. Jarecki)-Abele-Rösner-Fried-Albrecht (ab 61. Bormeth)-Fiolka
Trainer: Peter Rubeck
Weitere Auswechselspieler: Horn, Urban (TW)

Tore: 1:0 (18.) Maurice Roth (Strafstoß) / 2:0 (80.) Eigentor (Jarecki) / 3:0 (90.) Maurice Roth
Gelbe Karten: Cronauer, Sasse / Kupper, Abele
Schiedsrichter: Thorsten Braun (Saarbrücken / Saarland)         
SRA: Luca Schilirò, Jonas Schwinn
Zuschauer: 164




Trainer Peter Rubeck: In allen Belangen zu wenig

FUSSBALL-OBERLIGA: SC Hauenstein enttäuscht bei 0:3-Niederlage in Morlautern – Nur noch vier Punkte vor Jägersburg

Von Peter Knick
 
Der SC Hauenstein hat vor den beiden letzten Saisonspielen in der Fußball-Oberliga nur noch vier Punkte Vorsprung auf den FSV Jägersburg, der den ersten möglichen Abstiegsplatz belegt. Während der SVH beim SV Morlautern mit 0:3 (0:1) verlor, gewannen die Saarländer mit 3:1 gegen den FK Pirmasens II.
„Wir sind wieder auf dem Boden der Tatsachen“, sagte Hauensteins Trainer Peter Rubeck nach der doch arg enttäuschenden Vorstellung seines Teams, das noch eine Woche zuvor das Abstiegsduell gegen Arminia Ludwigshafen mit 3:0 für sich entschieden hatte. Doch gegen den vor der Partie einen Platz und zwei Punkte hinter ihr rangierenden SV Morlautern zeigte die Hauensteiner Mannschaft am Samstag ein ganz anderes Gesicht. Dabei hätte sie mit einem Sieg die sportliche Qualifikation für ein weiteres Oberligajahr perfekt machen können. Klar, dass Rubeck nach diesem Auftritt angesäuert war und das auch deutlich zum Ausdruck brachte: „So darf man sich nicht präsentieren. Das war in allen Belangen zu wenig.“Lediglich in den Anfangsphasen der ersten und zweiten Halbzeit gingen die Gäste energisch zur Sache und zeigten Siegeswillen. Doch diese Aufwallungen verpufften schnell, und der SCH bot danach einen uninspirierten Fußball. So gelang es ihm aus dem Spiel heraus kaum einmal, Morlauterns Abwehrreihe in ernsthafte Verlegenheit zu bringen. Eine Ausnahme bildete die Situation in der 13. Minute, als Andjelo Srzentic im gegnerischen Strafraum nur noch SVM-Keeper Thorsten Hodel vor sich hatte. Doch Hauensteins Rechtsaußen war offensichtlich so überrascht über diese sich ihm bietende Chance, dass er sie nicht nutzen konnte und an Hodel scheiterte.
Fünf Minuten später verschuldete Srzentic einen Strafstoß und damit das 0:1. SCH-Schlussmann Malcolm Little
Malcolm Little
 flog zwar auf die richtige Seite, doch er konnte den platzierten Schuss des Morlauterer Kapitäns Maurice Roth nicht abwehren.
Vor Beginn der zweiten Hälfte bildeten die Hauensteiner Spieler – jetzt mit dem für Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 eingewechselten Abwehrriesen Daniel Klück
Daniel Klück
 – einen Kreis und zeigten damit, dass sie die Partie noch drehen wollten. Aber sie entfachten nur ein Strohfeuer. Im Angriff blieben sie harmlos. Bezeichnenderweise resultierte ihre beste Tormöglichkeit aus einem Freistoß. Diesen schoss Marcel Bormeth
Marcel Bormeth
 (75.) aus etwa 25 Metern stramm aufs Tor. Aber auch er vermochte den glänzend parierenden Hodel nicht zu überwinden. Besiegelt war die Niederlage, als der von Ex-FKP-A-Junior Mauro Martin bedrängte Jakub Jarecki
Jakub Jarecki
 bei seinem Klärungsversuch den Schuss von Florian Bicking (81.) zum 0:2 ins eigene Tor lenkte. Damit aber nicht genug: Kurz vor dem Schlusspfiff kassierte der SCH noch das 0:3 durch Roth.
„Nun wird es noch mal schwer für uns“, sagte der kämpferisch überzeugende defensive Mittelfeldspieler des SCH, Christopher Fried
Christopher Fried
, nach dem 0:3 im Hinblick auf die Heimpartie gegen Hertha Wiesbach und das letzte Saisonspiel bei Rot-Weiß Koblenz.

Quelle
Ausgabe  Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 106
Datum: Montag, den 8. Mai 2017, Seite 19

SC Hauenstein - FC Arminia Ludwigshafen 3:0 (1:0) - 29.04.2017

Einen wichtigen Sieg landete unsere Mannschaft im Abstiegsduell gegen den FC Arminia Ludwigshafen. Unsere Mannschaft war den Gästen über den gesamten Spielverlauf hinweg überlegen und verdiente sich somit auch den sicheren 3:0-Sieg, der bei einer konsequenten Chancenverwertung durchaus hätte noch höher ausfallen können. Dem SCH-Team merkte man sofort an, dass der Sieg in Jägersburg viel Selbstvertrauen gegeben hatte und dass die Mannschaft unbedingt einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt machen wollte. Unsere Mannschaft war der Arminia spielerisch, läuferisch und technisch überlegen und nahm sofort das Heft des Handelns in die Hand. Die Gäste hatten dem nichts entgegen zu setzen und konnten sich während des gesamten Spieles nur eine gute Tormöglichkeit erarbeiten. Unser Team machte dies bedeutend besser und ging in der 26. Minute auch verdient in Führung, wobei der Torschütze Maximilian Albrecht Glück hatte, dass sein Schuss von einem Bein eines Gästespielers noch leicht abgefälscht wurde und somit der gute Arminen-Keeper Paul Lawall keine Abwehrchance mehr hatte. Der SCH machte weiter Druck und wollte einen schnellen zweiten Treffer. Den hätte nach 38 Minuten Alexander Biedermann auch erzielen müssen, doch sein Schuss aus kurzer Entfernung traf nur die Unterkante der Latte des Arminen-Gehäuses und fand nicht den Weg ins Netz. Doch nach dem Seitenwechsel machte es unsere Mannschaft dann besser. Der erst eine Minute zuvor eingewechselte Yanick Haag markierte mit einer schönen Einzelleistung das schnelle 2:0 (55.) und in der 62. Spielminute schraubte Maximilian Albrecht das Ergebnis gar auf 3:0. Damit war die Entscheidung gefallen und unsere Mannschaft wirkte im Torabschluss nicht mehr ganz so konzentriert. Dies war Glück für die Gäste, denn es hätten durchaus noch der ein oder andere Treffer für die SCH-Mannschaft fallen können, die aber mit den Chancen zu großzügig umging. Die einzige Großchance der Gäste machte nach 87 Minuten SCH-Keeper Malcolm Little
Malcolm Little
 mit einer Glanzparade zunichte. Somit blieb es beim 3:0-Heimsieg unserer Mannschaft, die jetzt noch zwei Punkte aus drei Spielen benötigt, um das ausgegebene Ziel, den Klassenerhalt, zu erreichen.    /mk/

Spielstatistik

SC Hauenstein: Little-Kupper (ab 80. Jarecki)-Lehner-Biedermann (ab 54. Yanick Haag)-Srzentic-Abele-Rösner-Lacagnina (ab 27. Brechtel)-Albrecht-Fiolka-Fried
Trainer: Peter Rubeck
Weitere Auswechselspieler: Horn, Riggers, Bormeth, Urban (TW)
Arminia Ludwigshafen: Lawall-Bakis-Hiemeleers-Dogan-Pantano-Patrick Haag (ab 46. Ferraro)-Erdogan (ab 66. Özdemir)-Keller (ab 74. Lodato)-Lindner-Pelzl-Styblo
Trainer: Maik Unfricht
Weitere Auswechselspieler: Schaudt, Jubin, Gänsmantel (TW)

Tore: 1:0 (26.) Maximilian Albrecht / 2:0 (55.) Yanick Haag / 3:0 (62.) Maximilian Albrecht
Gelbe Karten: Lehner, Srzentic, Rösner, Albrecht, Fiolka / Pantano, Ferraro
Gelb/Rote Karte: Lehner (82.) / -----
Schiedsrichter: Sebastian Schmidt (Neunkirchen / Saarland)            
SRA: Martin Grill, David Estes
Zuschauer: 150



Kein Rückzug in die Verbandsliga?

FUSSBALL-OBERLIGA: SCH hat wohl neue Führung – Sportlicher Abstieg nach 3:0 gegen Arminia fast abgewendet

Von Peter Seibel
 
Sportlich hat der SC Hauenstein seinen Verbleib in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/ Saar fast gesichert. Durch das 3:0 (1:0) gegen den FC Arminia Ludwigshafen – RHEINPFALZ am SONNTAG berichtete – hat der Sportclub drei Spieltage vor Saisonende sieben Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Die Entscheidung über den im Raum stehenden freiwilligen Rückzug in die Verbandsliga wurde am Samstag vertagt.
Zwei Stunden vor der Partie gegen Ludwigshafen trafen sich erneut die scheidende Vorstandschaft und mögliche zukünftige Verantwortliche zu Sondierungsgesprächen. Das Ergebnis: Ein Führungsteam steht offenbar, Namen werden vorerst keine genannt. Neuwahlen soll es am 9. Juni geben. Voraussetzung: Das Amtsgericht hat bis dahin erwartungsgemäß die in der Mitgliederversammlung am 31. März beschlossene Satzungsänderung abgewickelt, die bis zu drei gleichberechtigte Vorsitzende erlaubt. Bis dahin wird dann auch klar sein, in welcher Liga der SCH in der nächsten Runde spielt. Geschäftsführer Markus Kuntz teilte mit, dass der Verein fristgerecht für die nächste Oberligasaison gemeldet und die entsprechenden Unterlagen beim Regionalverband Südwest eingereicht habe. Bis Mittwoch, 17. Mai, habe der Verein allerdings die Möglichkeit, ohne Strafe oder Zusatzgebühr von dieser Meldung wieder zurückzutreten. Nach wie vor deute einiges darauf hin, dass Hauenstein den Weg in die Verbandsliga antritt. Doch noch wolle sich der Verein alle Optionen bezüglich der Ligazugehörigkeit offenhalten.
Die Mannschaft zeigte von all dem völlig unbeeindruckt eine gute Leistung gegen schwache Ludwigshafener. Trainer Peter Rubeck hatte bereits vor einigen Wochen gesagt: „Die gute Wintervorbereitung wird sich im Saisonendspurt noch auszahlen.“ Und recht hat er. Die Hauensteiner wirkten gegen müde wirkende Arminen geistig wie körperlich deutlich frischer. Die Handschrift des gewohnt lautstark coachenden Trainers wird immer deutlicher. Bei Ballverlust sind binnen weniger Augenblicke alle Spieler hinter dem Ball. In 16 Spielen unter Rubecks Regie blieb Hauenstein zehnmal ohne Gegentreffer. „Ich bin stolz darauf, wie die Mannschaft heute gespielt hat. Das war über weite Strecken sehr gut – und das obwohl fast alle Spieler nach der Runde weg sein werden“, lobte Rubeck.
Eine starke Leistung bot nicht zuletzt der zweifache Torschütze Maximilian Albrecht. „Wir haben gezeigt, dass wir noch leben und dass es uns nicht beeinflusst, ob der Verein freiwillig in die Verbandsliga geht. Wir haben verdient gewonnen“, stellte Albrecht fest und fügte hinzu: „Zwei Tore schaffe ich sonst eher mal im Training.“ Auch Mittelfeldspieler Christopher Fried
Christopher Fried
, im Winter vom SV Herschberg gekommen und in den vergangenen Wochen durch die Personalmisere zum Stammspieler avanciert, machte im zentralen Mittelfeld erneut eine prima Partie. „Das war ein super Spiel. Wir haben dieses Mal die Tore gemacht. Jetzt sollte es reichen für den Klassenerhalt“, sagte Fried. Über seine sportliche Zukunft habe er noch nicht entschieden. Er sei auch mit dem SCH in Gesprächen.
Kapitän Sandro Rösner
Sandro Rösner
 merkte zu seiner Zukunft an: „Ich höre mir grundsätzlich alles an. Aber vom Verein hat noch niemand mit mir gesprochen. Wir als Mannschaft haben uns die Vorgabe auferlegt, auf alle Fälle die Liga zu halten – egal, was danach passiert.“

Quelle
Ausgabe: Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 101
Datum: Dienstag, den 2. Mai 2017, Seite 19

FSV Jägersburg - SC Hauenstein 0:1 (0:1) - 26.04.2017

Einen wichtigen und nicht ganz erwarteten Sieg konnte unsere Mannschaft beim FSV Jägersburg erringen. Unsere arg vom Verletzungspech gebeutelte Mannschaft zeigte im Saarland ein richtig gutes Spiel, kämpfte wie eigentlich immer um jeden Zentimeter Boden, konnte aber erstmals seit langem auch wieder spielerische Akzente setzen. Doch einmal mehr brachte sich unsere Mannschaft fast um den Lohn der Mühen, weil es im Torabschluss einmal mehr haperte und beste Chancen wieder nicht genutzt werden konnten. Schon nach 11 Spielminuten hätte es eigentlich 3:0 für den SCH stehen können, doch immer fehlten nur einige Zentimeter zum heiß ersehnten Treffer. Bis dahin hatten nämlich Alexander Biedermann gleich zweimal und Niklas Kupper
Niklas Kupper
 das Aluminium des Jägersburger Tores getroffen. Dennoch ließ sich unsere Elf nicht entmutigen und spielte weiter nach vorne. Der Lohn stellte sich dann doch nach 30 Spielminuten ein: Alexander Biedermann hatte sich auf links energisch durchgesetzt, passte zielgenau in die Mitte, wo Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 zur Stelle war und den Ball ins Tor der Gastgeber zum 1:0 beförderte. Schon drei Minuten später hatte der immer stärker werdende Marcel Abele einen weiteren Treffer auf dem Fuß, doch sein Schuss nach schönem Alleingang ging knapp neben das Tor des FSV Jägersburg. Auch nach dem Seitenwechsel blieb unsere Mannschaft weiter spielbestimmend. Nach einer Ecke scheiterte Christopher Fried
Christopher Fried
 aber zunächst am guten Torwart der Gastgeber. Beide Mannschaften agierten jetzt mit offenem Visier, wollten unbedingt einen Treffer erzielen. Gut war es da, dass das SCH-Team derzeit in Malcolm Little
Malcolm Little
 einen überragenden Torwart besitzt. Gleich zweimal hielt Little in der dramatischen Schlussphase den Vorsprung unseres Teams fest. Einmal fischte Malcolm Little
Malcolm Little
 einen Scharfschuss des Torjägers Murat Adigüzel (88.) aus dem Torwinkel und nur eine Minute später zeigte Little bei einem Schuss von Ehrmann eine weitere Glanzparade. Den Sack für unsere Mannschaft zu machte schließlich in der Nachspielzeit der eingewechselte Yanick Haag mit einem Konter-Alleingang aus der Hälfte der Gastgeber heraus. Damit war der wichtige Auswärtssieg eingefahren, der unser Team aber in der Tabelle nicht viel weiterbrachte. Dennoch zeigte unsere Mannschaft ein richtig gutes Auswärtsspiel und gewann somit das zweite Auswärtsspiel in Folge bei einem direkten Konkurrenten um den Abstieg.          /mk/


Spielstatistik

FSV Jägersburg: Luck-Braun (ab 70. Hasemann)-Simon-Dahl-Stumpf-Schäfer-Ehrmann-Schwab (ab 86. Dakaj)-Adigüzel-Fricker-Koblenz
Trainer: Marco Emich
Weitere Auswechselspieler: Ruschmann, Gabriel, Schommer, Finken (TW)
SC Hauenstein: Little-Kupper-Lehner-Biedermann (ab 84. Haag)-Srzentic (ab 77. Jarecki)-Abele-Rösner-Lacagnina-Albrecht (ab 59. Klück)-Fiolka-Fried
Trainer: Peter Rubeck
Weitere Auswechselspieler: Riggers, Ochs, Brechtel, Urban (TW)

Tor: 0:1 (30.) Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 / 0:2 (90+2) Yanick Haag
Gelbe Karten: Ehrmann, Fricker / Little, Haag
Schiedsrichter: Mario Schmidt (Darscheid / Rheinland)         
SRA: Jan-Hagen Engel, Marc Schiry
Zuschauer: 160



Nach elf Minuten schon viermal Alu getroffen

FUSSBALL-OBERLIGA: Äußerst kampfstarker SC Hauenstein vergibt bei 2:0-Sieg in Jägersburg viele Top-Chancen

Von Christian Hamm
 
Da sind ein paar Wacken geplumpst. Warum? Weiß Peter Rubeck selbst nicht so recht. „Ist ja eigentlich ein Wunder. Die Jungs zerreißen sich – und keiner weiß, wie’s weitergeht“, kommentierte der Trainer des Fußball-Oberligisten SC Hauenstein gestern Abend den so wichtigen Erfolg im – rein sportlichen – Überlebenskampf. Gerade hatten die SCH-Kicker nach aufopferungsvollem Kampf im Kellerduell beim FSV Jägersburg einen vollauf verdienten 2:0 (1:0)-Sieg gefeiert.
„Ich weiß gar nicht, wie ich die eigentlich motiviere“, sagte Rubeck grinsend. Nun, geschafft hat er es. Eine echt starke Leistung, die die Elf um den von Beginn an aufgebotenen Abwehrchef Sandro Rösner
Sandro Rösner
 da geboten hatte. „Sieg, drei Punkte, klasse – was soll ich sagen ...“, meinte der Kapitän, sichtlich mit sich und der Welt zufrieden nach einer starken Vorstellung eines funktionierenden Kollektivs. Einziges Manko: Der Sportclub hatte sich selbst wieder mal das Leben ein wenig zu schwer gemacht; in Halbzeit eins schon hätte er den Triumph locker eintüten können.So aber stand die Partie angesichts des dünnen Vorsprungs kurz vorm Ende aber noch mal „auf Messers Schneide“, wie Torwarttrainer Ronny Fahr so richtig bemerkte. Fahr blieb ganz ruhig, während die Kollegen rund um die Bank nervös von einem Bein aufs andere hüpften. In diesem Moment aber stob der kurz zuvor eingewechselte Yanick Haag auf und davon: Haag erhaschte einen geblockten Ball, nahm Tempo auf, ließ den weit herausgeeilten FSV-Keeper Philip Luck stehen, rannte noch ein Stück weiter und setzte den Ball überlegt neben dem Pfosten ins Tor. Eine Traube blau-gelber Akteure lag jubelnd am Boden, kurz darauf war Schluss.
Erst ein Alu-Festival, dann ein blitzsauberes Tor beim schnellen Vorstoß – und am Ende zittern. Letzteres wäre ausgeblieben, hätten in der Anfangsphase nicht die dem Ort zugewandten Torpfosten im Alois-Omlor-Sportpark im Weg gestanden. Erst elf Minuten waren absolviert, da war der Ball schon viermal ans Jägersburger Gebälk geklatscht. Wobei Niklas Kupper
Niklas Kupper
 in der zehnten Minute mit beiden vertikalen Alustangen Billard spielte. Nach seinem Flugkopfball sprang die Kugel erst rechts an den Pfosten und hopste von dort an die linke Torbegrenzung. Schon nach drei Minuten hatte Alexander Biedermann an den Pfosten geschossen. Und in Minute elf stieg wieder der Stürmer hoch, höher am höchsten. Erneut fehlten Zentimeter. Zum Haareraufen.
Biedermann ragte gestern aus einer immens kampfstarken, mit Verve zu Werke gehenden Mannschaft heraus. Nur: Der Stürmer ließ auch einmal mehr Effizienz vermissen. „Alex. Schließ doch mal den ersten ab und belohn’ dich mal, hau doch drauf, verdammt! Trotzdem gut gemacht, weiter!“ Wild brüllend zollte Rubeck dem wie wild durch Jägersburgs Strafraum tobenden Biedermann Lob. Um kurz darauf mit ansehen müssen, wie nach der Ecke Christopher Fried
Christopher Fried
 mit einem Kopfball aus zehn Metern an Keeper Philip Luck scheiterte. Biedermann hatte, als Rubeck losbrüllte, gerade wieder mal FSV-Innenverteidiger Moritz Braun stehenlassen, aber eine Pirouette zu viel gedreht.
55. Minute: Albrecht probiert’s aus der Distanz. 59. Minute: Biedermann kommt zum Kopfball, Luck, Jägersburgs Bester, reagiert klasse und verhindert das 0:2 – zwei Chancen aus Halbzeit zwei, in der die Hauensteiner nicht mehr so zwingend agierten. Rubeck hatte inzwischen auf Fünfer-Abwehrkette umgestellt.
Eine Top-Gelegenheit verschlampte Maximilian Albrecht in Minute 35. Rösner hatte den Ball in die Gasse gespielt. Albrecht drehte sich blitzschnell in den Strafraum hinein, nahm die Kugel mit, verschaffte sich freie Bahn – und zog ab. Alles richtig gemacht, nur landete der Ball halt haarscharf neben dem Tor. Wenigstens hatte Andjelo Srzentic nach einer halben Stunde besser gezielt: Vorbereiter des Treffers zum 1:0: Biedermann, wer sonst? Der war über links nach vorn gestürmt und hatte den Kollegen in der Mitte mustergültig bedient. „War noch mal eng, ich denke aber, wir haben uns den Sieg verdient“, meinte Marcel Abele, der im defensiven Mittelfeld mächtig gerackert hatte.

Quelle
Ausgabe: Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 98
Datum: Donnerstag, den 27. April 2017, Seite 21

SC Hauenstein - SV Gonsenheim 0:1 (0:0) - 22.04.2017

Die unglückliche 0:1-Niederlage im Heimspiel gegen den SV Gonsenheim bedeutet für unsere Mannschaft im Kampf um den Klassenerhalt zweifellos einen Rückschlag. Erneut, wie schon im letzten Heimspiel gegen Schott Mainz, fiel der entscheidende Treffer kurz vor Spielende, was natürlich auch für die Moral unserer Spieler nicht gerade förderlich ist. Allerdings muss erwähnt und bei der Bewertung des Spieles auch berücksichtigt werden, dass das SCH-Team zurzeit personell doch äußerst geschwächt ist und daher seine wahre Leistungsstärke auch nicht entfalten kann. So fehlten in diesem wichtigen Heimspiel gegen den SV Gonsenheim mit Hartlieb, Horn, Christof Seibel
Christof Seibel
, Bormeth, Klück, Brechtel und Schwehm gleich sieben Stammakteure und konnte Marius Lehner nur stark gehandicapt auflaufen. Doch auch die Gäste hatten einige Verletzungsausfälle zu beklagen, allerdings nicht in dem Ausmaße wie unsere Mannschaft. Von Beginn an entwickelte sich im Stadion am Neding eine Partie, die sich weitgehend im Mittelfeld abspielte. Beide Mittelfeldreihen störten früh die Angriffe des Gegners, weshalb es auch kaum zu nennenswerten Tormöglichkeiten auf beiden Seiten kam. Hinzu kam bei unserer Mannschaft erneut das fehlende Matchglück. So erzielte Maurice Fiolka
Maurice Fiolka
 nach einer Ecke in der 14. Minute per Kopf einen Treffer, doch der Torjubel blieb den SCH-Mannen schnell im Halse stecken, weil Schiedsrichter Patrick Simon vorher ein Foulspiel gesehen haben wollte. Diese Meinung hatte der Schiedsrichter, der nicht immer sicher und souverän wirkte, exklusiv nur für sich. Dennoch bemühte sich unsere Mannschaft weiter um einen Treffer, den Alexander Biedermann nach 31 Minuten mit der größten Chance des gesamten Spiels hätte erzielen können, doch alleine vor Gästekeeper Pascal Eder lupfte der lange SCH-Angreifer den Ball zu sehr, der dann über das Gästetor ging. Dabei übersah Biedermann auch den mitgelaufenen Niklas Kupper
Niklas Kupper
, der bei einem Querpass das leere Tor vor sich gehabt hätte. Auch in der zweiten Spielhälfte bot sich das gleiche Bild und alles deutete auf ein 0:0-Unentschieden hin. Doch vier Minuten vor Schluss ereilte unsere Mannschaft erneut das Schicksal und das wiederum recht unglücklich. Schiri Simon übersah im Mittelfeld ein klares Foulspiel an Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
, was den Gästen einen schnellen Konter ermöglichte, den der eingewechselte Maxim Bujnov nach schöner Linksflanke freistehend erfolgreich abschloss und den Ball zum 0:1 ins SCH-Netz beförderte. In der verbleibenden Spielzeit konnte unsere Elf dann nicht mehr den eigentlich verdienten Ausgleichstreffer erzielen.          /mk/


Spielstatistik

SC Hauenstein: Little-Kupper (ab 81. Haag)-Lehner-Biedermann-Srzentic-Abele-Rösner-Lacagnina-Albrecht (ab 72. Jarecki)-Fiolka (ab 46. Riggers)-Fried
Trainer: Peter Rubeck
Weitere Auswechselspieler: Horn, Ochs, Cartharius, Urban (TW)
SV Gonsenheim: Eder-Eichbladt-Hermann-Okuda-Kimnach-Halil Ibrahim Yilmaz (ab 70. Shibata)-Letz (ab 78. Rimoldi)-Itjeshorst-Namavizadeh-Pennella-Meslem (ab 62. Bujnov)
Trainer: Babak Keyhanfar
Weitere Auswechselspieler: Beck, Kern, Ekiz, Simon (TW)

Tor: 0:1 (86.) Maxim Bujnov
Gelbe Karten: Kupper, Abele, Albrecht, Fiolka / Kimnach, Itjeshorst
Schiedsrichter: Patrick Simon (Wöllstein / Südwest)            
SRA: Fabienne Michel, Alexander Hammer
Zuschauer: 100



Hauenstein weiter viel zu harmlos

FUSSBALL-OBERLIGA: SCH verliert 0:1 gegen Gonsenheim – Defensive 85 Minuten ohne Fehl und Tadel

Von Peter Seibel
 
Da fast alle direkten Konkurrenten nicht punkten konnten, bleibt der abstiegsgefährdete Oberligist SC Hauenstein trotz der 0:1 (0:0) Heimniederlage am Samstag gegen den SV Gonsenheim (Die RHEINPFALZ am Sonntag berichtete) auf dem zwölften Rang. Eklatant war vor 120 Zuschauern erneut die Hauensteiner Angriffsschwäche.
Der Sportclub musste in den letzten fünf Partien nur zwei Gegentreffer hinnehmen – eine sehr gute Bilanz. Trotzdem konnte das Team von Trainer Peter Rubeck in diesen fünf Partien „nur“ sieben Punkte einfahren. Weil – klammert man den 17:0-Erfolg gegen die gewissermaßen außer Konkurrenz spielende SpVgg Burgbrohl aus – der SCH nur ein einziges Törchen erzielte.Auch gegen Gonsenheim stand Hauenstein über 85 Minuten in der Defensive ohne Fehl und Tadel. Nach vorne aber ging kaum etwas. Maurice Fiolkas Kopfballtreffer nach Ecke von Maximilian Albrecht wurde wegen angeblichen Foulspiels die Anerkennung versagt (15.). Angreifer Alexander Biedermann donnerte die einzig herausgespielte Torgelegenheit nach feinem Pass von Andjelo Srzentic überhastet über den Gonsenheimer Kasten.
„Wir haben ein gutes Spiel gemacht und über 90 Minuten kaum etwas zugelassen. Da muss man das 0:0 mitnehmen. Aber nach vorne geht kaum etwas. Da müssen wir gerade zu Hause zu mehr Torchancen kommen“, sagte Hauensteins Kapitän Sandro Rösner
Sandro Rösner
, der nach seiner Fersenverletzung erstmals von Beginn an spielte und ein gutes Spiel ablieferte. In die gleiche Kerbe schlug Hauensteins sportlicher Leiter Heiko Magin: „Wir bekommen wenig Tore. Aber wir schießen leider auch fast keine. Dann machst du einen Fehler und bekommst doch das entscheidende Gegentor“, bemerkte Magin.
Es war ja nicht so, dass Gonsenheim ein Offensiv-Feuerwerk abgebrannt hätte. 78 Minuten herrschte auch da Funkstille. Dann zwang der bis dahin abgemeldete Torjäger Maziar Namavizadeh Hauensteins Torwart Malcolm Little
Malcolm Little
 mit seinem Kopfball zu einer Glanzparade. Vier Minuten vor dem Ende lieferte Namavizadeh die Flanke auf den eingewechselten Maxim Bujnov, der völlig frei stehend vor Little den entscheidenden Treffer markierte.
Was man zur Ehrenrettung der Hauensteiner Angreifer anführen muss, sind die andauernden, der personellen Schieflage geschuldeten Umstellungen im Team. Da können keine Automatismen vorhanden sein. Gegen Gonsenheim durften sich außer Biedermann auch Srzentic, der zu Pause eingewechselten Thorsten Riggers und der nach 80 Minuten gekommene Yanick Haag versuchen – alle ohne Erfolg.
Da der mit Gelb bedachte und zusätzlich ermahnte Fiolka zur Pause in der Kabine blieb, musste Biedermann in die Abwehr. Dorthin hatte Rubeck bereits nach neun Minuten Sechser Marcel Abele beordert. So wurde aus der ursprünglichen Vierer- eine Dreierkette. Die hoch stehenden Verteidiger Nino Lacagnina
Nino Lacagnina
 und Marius Lehner komplettierten diese im Verteidigungsfall zu einer Fünferkette.
Mit den ständigen Umstellungen haderte auch der enttäuschte Trainer Rubeck, der mit Teilen seines Teams hart ins Gericht ging: „Wenn sieben Leute 120 Prozent bringen, die anderen nur 100, reicht das eben nicht. Beim Gegner kommt der Bujnov rein, spielt gut und macht das Tor. Bei uns sind welche beleidigt, wenn sie draußen sitzen, träumen aber gleichzeitig von der Regionalliga.“ Die nächsten drei Gegner sind unmittelbare Konkurrenten. Nun müsse man sich rüsten und alles mobilisieren. „Ich hoffe, dass vielleicht einer der Verletzten zurückkommt und Daniel Klück
Daniel Klück
 am Mittwoch in Jägersburg zur Verfügung steht“, so Rubeck.

Quelle
Ausgabe: Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 95
Datum: Montag, den 24. April 2017, Seite 19

Borussia Neunkirchen - SC Hauenstein 0:1 (0:0) - 15.04.2017

Einen eigentlich nicht erwarteten 1:0-Auswärtssieg schaffte unsere Mannschaft am Ostersamstag bei Borussia Neunkirchen. Der etwas glückliche Sieg ist nicht nur deshalb so wertvoll für das SCH-Team, weil er gegen einen Mitkonkurrenten um den Abstieg erzielt wurde, sondern auch deshalb, weil mit Brechtel, Srzentic, Schwehm, Hartlieb, Klück, Urban und Rösner in der Startelf gleich sieben Stammakteure fehlten. Wie immer war unsere Mannschaft von Coach Peter Rubeck bestens auf den Gegner eingestellt und agierte zunächst etwas zurückhaltend. Da die Gastgeber aus Neunkirchen eine ähnliche Taktik gewählt hatten, entwickelte sich zunächst ein Spiel ohne große Tormöglichkeiten. Beide Mannschaften neutralisierten sich im Mittelfeld weitgehend und machten besonders den gegnerischen Angriffsreihen das Lebens äußerst schwer. Nach dem Seitenwechsel bot sich den 206 Zuschauern im altehrwürdigen Ellenfeld-Stadion in Neunkirchen das gleiche Bild. Erst nach einer Stunde Spielzeit lockerten die Mannschaften dann langsam ihre Abwehrarbeit und es wurden erste Tormöglichkeiten herausgespielt. Allerdings nahm das Spiel jetzt auch an Härte zu und der junge Schiedsrichter Fabian Mohr hatte nach anfänglich souveräner Leistung damit so seine Probleme. Die Entscheidung in dieser Partie, in der beide Mannschaften voll engagiert agierten, fiel dann in der 81. Minute. Und diesmal hatte der SCH das bessere Ende auf seiner Seite. Der trotz einer angebrochenen Rippe aufgelaufene und eingewechselte David Horn
David Horn
 spielte sich auf der rechten Seite durch, passte genau in die Mitte, wo Alexander Biedermann die Vorlage aufnahm, zunächst aber noch am glänzend reagierenden Borussen-Keeper Philippe Persch scheiterte, den abgewehrten Ball aber nochmals erreichte und dann letztlich ins Borussen-Netz zum 1:0 beförderte. In der verbleibenden Zeit mobilisierten die gastgebenden Borussen nochmals alle Kräfte, konnten die Abwehr des SCH, die an diesem Tag stark spielte, aber nicht mehr überwinden. Unsere Mannschaft hatte jetzt auch beste Kontermöglichkeiten, nutzte diese aber nicht. So blieb es bis zum Schlusspfiff beim knappen aber wichtigen 1:0 für unsere Mannschaft, die damit erstmals seit vielen Jahren wieder Punkte aus Neunkirchen mit nach Hauenstein nehmen konnte. Für die gezeigte Einsatzbereitschaft gebührt unserer Mannschaft ein Gesamtlob.      /mk/


Spielstatistik

Borussia Neunkirchen: Persch-Kern-Schmitt-Dahler-Gil Rodriguez-Mpassi (ab 61. Tuttobene)-Bach-Cullmann-Becker-Schliesing-Vituzzi
Trainer: Tobias Grimm
Weitere Auswechselspieler: Braun, Flätgen, Czeremurzynski, Rino, Lehmann (TW)

SC Hauenstein: Little-Kupper-Lehner-Biedermann-Haag (ab 61. Horn)-Abele-Jarecki-Lacagnina (ab 52. Rösner)-Albrecht (ab 69. Bormeth)-Fiolka-Fried
Trainer: Peter Rubeck
Weitere Auswechselspieler: Riggers, Cartharius, Urban (TW)

Tor: 0:1 (81.) Alexander Biedermann
Gelbe Karten: Gil Rodriguez, Bach, Cullmann / Kupper, Lehner, Biedermann, Jarecki, Lacagnina, Horn, Bormeth, Rösner
Schiedsrichter: Fabian Mohr (Strohn / Rheinland)         
SRA: Thomas Haus, Viktor Baur
Zuschauer: 206



Trainer Rubecks taktische Meisterleistung

FUSSBALL-OBERLIGA: SC Hauenstein rückt nach 1:0-Sieg bei nun sieben Punkte schlechterer Borussia Neunkirchen auf Rang zwölf vor


Von Arno Noll

Obwohl die Situation im Verein im Hinblick auf die kommende Saison noch „undurchsichtig“ ist, wie es Trainer Peter Rubeck bezeichnete, riefen die Oberliga-Fußballer des SC Hauenstein am Karsamstag eine bemerkenswert gute Mannschaftsleistung ab und gewannen bei der nun in akuter Abstiegsgefahr schwebenden Borussia Neunkirchen verdient mit 1:0 (0:0) – RHEINPFALZ am SONNTAG informierte.
Im weiten Rund des in die Jahre gekommenen Ellenfeld-Stadions, wo sich 316 Zuschauer verloren, zeigte Rubeck eine taktische Meisterleistung. Er wechselte geschickt aus, ließ Marcel Abele und insbesondere Alexander Biedermann auf gleich drei Positionen spielen und stellte in der 75. Minute mit dem Übergang in ein 5-3-1-System die Weichen auf Sieg. Um so agieren zu können, muss man aber auch die Spieler dazu haben. Biedermann bestach zunächst in der Innenverteidigung gegen den agilen Angreifer Ruddy Mpassi, der bei Neunkirchens 5:3 Hinspielsieg drei Treffer erzielt hatte, ebenso wie dann auf der Sechserposition und in der Schlussviertelstunde als Sturmspitze. Sandro Rösner
Sandro Rösner
 kam nach langer Verletzung in der 53. Minute, war fortan an Stelle von Biedermann Innenverteidiger und lieferte feine Pässe nach vorne. David Horn
David Horn
 konnte wegen gebrochener Rippe nicht von Anfang an ran, verstärke ab Minute 61 das Team. „Mit Salbe und Ibuprofen ging es dann doch. Nur tief Luft holen konnte ich nicht“, erzählte Horn später schmunzelnd. Marcel Bormeth
Marcel Bormeth
 biss sich ab der 70. Minute durch, obwohl er nach einem Foul verletzt war, kaum mehr laufen konnte.

Es war eine Sache des Willens, dass der SCH dieses Spiel bei einem direkten Konkurrenten im Kampf um den Oberliga-Verbleib gewann und nun sieben Punkte vor Neunkirchen auf einem Nichtabstiegsplatz liegt.

Entgegen kam natürlich die Spielweise der Gastgeber. Sie demonstrierten ein ums andere Mal spielerische Unzulänglichkeiten, verstanden es selten, im Mittelfeld die Räume eng zu machen und schlugen in der Offensive den Ball viel zu oft weit nach vorne. In den zweiten 45 Minuten brachte die Borussia mehr Härte ins Spiel. Jannik Schliesing fuhr Marius Lehner derart in die Beine, dass der Hauensteiner lange liegen blieb. Schiedsrichter Fabian Mohr ließ weiterspielen und leitete so den ersten gefährlichen Angriff der Borussen ein (60.). Kurz darauf schickte Mohr Neunkirchens Trainer Tobias Grimm auf die Tribüne.

„Alle Bälle auf den Biedermann!“, forderte SCH-Coach Rubeck seine Spieler in der Schlussphase auf, der einzigen Sturmspitze das nötige „Futter“ zu Torabschlüssen zu liefern. Nach einer flach und scharf nach innen geschlagenen Ecke von Tim Cullmann ließ Yannick Bach durch und Giuseppe Vituzzi traf mit einem satten Schuss aus 16 Metern die Unterlatte (80.). Der Ball sprang knapp vor der Linie auf. Wembley im Ellenfeld!

Im Gegenzug flankte Horn, Biedermann köpfte, der Ball wurde abgeblockt, landete wieder bei Biedermann, und der schoss aus dem Gewühl heraus das 1:0 für den Sportclub (82.). Riesenjubel im SCH-Lager! Dabei blieb es, da Neunkirchen jetzt nur noch Weitschüsse zu bieten hatte, die viel zu hoch angesetzt waren.

Von einem „glücklichen, aber verdienten Sieg“, sprach Hauensteins sportlicher Leiter, Heiko Magin. Siegtorschütze Biedermann, nach dem Abpfiff völlig ausgepumpt, merkte an: „Ein hartes Match und ein sehr wichtiger Sieg für uns.“ Trainer Rubeck geriet ins Schwärmen: „Meine Mannschaft hat mir heute total imponiert!“

SCH-Keeper Malcolm Little
Malcolm Little
, der gegen seinen Ex-Verein eine fehlerfreie Partie bot und in all seinen Aktionen sehr sicher wirkte, analysierte die Partie so: „Neunkirchen agierte nur mit langen Bällen. Das kam uns entgegen und war für deren Angreifer nicht hilfreich.“ Zur Situation beim SC Hauenstein merkte er an: „Für uns Spieler steht der Fußball im Vordergrund. Ich glaube, das hat man in diesem Spiel auch eindrucksvoll gesehen.“ Borussia Neunkirchens Coach Grimm stellte resigniert fest: „Wir schießen einfach keine Tore.“

Quelle
Ausgabe     Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 90
Datum     Dienstag, den 18. April 2017, Seite     18

SC Hauenstein - TSV Schott Mainz 0:1 (0:0) - 11.04.2017

Gegen den Tabellenführer Schott Mainz konnte der SCH keine Überraschung schaffen und verlor etwas unglücklich mit 0:1-Toren. Dabei zeigte das Team des SCH insbesondere in der ersten Spielhälfte eine gute Leistung, konnte aber einmal mehr aus den sich bietenden Torgelegenheiten nicht die Führung herausschießen. Die Mannschaft von Coach Peter Rubeck störte die Gäste aus der Landeshauptstadt früh und unterband somit das Kombinationsspiel des Tabellenführers. Gegen dieses Pressing fanden die Gäste in Halbzeit eins kein Mittel und konnten froh sein, mit einem 0:0-Unentschieden in die Kabinen zu kommen. Schon nach drei Minuten hatte Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 die erste gute Chance für unsere Mannschaft, konnte diese aber nicht nutzen. In der 15. und 18. Minute hätte Yanick Haag das Spiel fast alleine entscheiden können: Zunächst kam der SCH-Torjäger nach einer Rechtsflanke aus kurzer Entfernung freistehend zum Kopfball, der aber ganz knapp am Gästegehäuse vorbei ging. Drei Minuten später kam Haag nach einer schönen SCH-Kombination aus zehn Metern zum Schuss, doch dieser war zu schwach und konnte von Gästekeeper Igor Luketic gehalten werden. Hatte der sichtlich mit der Partie überforderte Schiedsrichter Tobias Hauer aus Saarbrücken schon dem SCH einen klaren Foulelfmeter nach Foul an Alexander Biedermann verweigert (23.), so toppte er seine sichtbare Antipathie gegenüber dem SCH in der 37. Minute, als er ein klares Handspiel im Gästestrafraum einfach übersah. Dieses Fehlverhalten sollte letztlich sich auf das Ergebnis auswirken, denn in Halbzeit zwei kamen die Gäste stärker auf und drängten unsere Mannschaft in die Defensive. Doch klare Torchancen konnten sich die Mainzer nicht erspielen, auch weil das SCH-Team aufopferungsvoll kämpfte und ein gutes Zweikampfverhalten zeigte. In der 80. Minute versäumte es Schiri Hauer, den Mainzer Nenad Simic nach einem rüden Foulspiel an Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 vom Platz zu stellen. Als alles schon auf ein torloses Unentschieden hindeutete, fiel doch noch ein Treffer. Einmal im gesamten Spiel wurde vom SCH nicht konsequent angegriffen, Ilias Soultani konnte somit maßgenau in die Mitte passen, wo der eingewechselte Nicklas Schlosser zur Stelle war und die Hereingabe ins SCH-Netz schoss (85.). Unsere Elf versuchte danach nochmals alles, konnte aber keinen Treffer mehr erzielen. Somit blieb tabellarisch alles beim Alten: Schott Mainz ganz vorne, der SCH weiter auf einem Abstiegsrang.           /mk/


Spielstatistik

SC Hauenstein: Little-Hartlieb (ab 46. Klück)-Horn-Lehner-Biedermann-Haag (ab 62. Albrecht)-Srzentic-Brechtel (ab 13. Fried)-Abele-Lacagnina-Fiolka
Trainer: Peter Rubeck
Weitere Auswechselspieler: Kupper, Bormeth, Jarecki, Fahr

TSV Schott Mainz: Luketic-Just (ab 63. Schlosser)-Schwarz (ab 77. Abou Daya)-Simic-Raltschitsch-Iten-Gür-Soultani (ab 88. Fischer)-Schneider-Senftleben-Sinanovic
Trainer: Sascha Meeth
Weitere Auswechselspieler: Günes, Sakai, Heizmann, Staegemann (TW)

Tor: 0:1 (85.) Nicklas Schlosser
Gelbe Karten: Lehner, Srzentic, Abele, Lacagnina, Klück, Kupper, Albrecht, Fried / Simic
Gelb/Rote Karte: Srzentic (90.) / -----
Schiedsrichter: Tobias Hauer (Saarbrücken / Saarland)            
SRA: Hendrik Warscheid, Jonas Schwinn
Zuschauer: 180




Zwei Verletzte, ein Platzverweis und ein spätes 0:1

FUSSBALL-OBERLIGA: Gestern Abend unglückliche Heimniederlage des SC Hauenstein gegen Tabellenführer Schott Mainz


Von Peter Seibel

Das war bitter für den SC Hauenstein! Lange Zeit trotzte der Sportclub gestern Abend vor 150 Zuschauern im Fußball-Oberliga-Heimspiel dem starken Tabellenführer TSV Schott Mainz. Kurz vor dem Ende kassierte der SCH dann doch ein Tor und verlor mit 0:1.
Die weiter auf einem möglichen Abstiegsplatz stehenden Hauensteiner boten vor allem in den ersten 45 Minuten eine ganz starke Partie. „Das war die beste Halbzeit, seit ich da bin“, stellte Trainer Peter Rubeck nach dem Abpfiff fest. Trotzdem feierten nach Spielende nur die ohne ihren erkrankten Top-Torjäger Janek Ripplinger angereisten Mainzer. Während die Gästespieler ausgelassen tanzten und das Tor des eingewechselten Nicklas Schlosser aus der 84. Minute bejubelten, schlichen die Hauensteiner niedergeschlagen vom Rasen.„In der ersten Hälfte hätten wir in Führung gehen müssen. Da hatten wir auch spielerisch Übergewicht. Das Tor am Ende war extrem bitter“, sagte der zur Pause eingewechselte SCH-Abwehrhüne Daniel Klück
Daniel Klück
. Sein Abwehrkollege Maurice Fiolka
Maurice Fiolka
 merkte an: „Wir haben überragend angefangen. Zum Ende haben wir uns zu sehr hinten reindrängen lassen. Das 0:1 müssen wir am Samstag in Neunkirchen wettmachen.“

In der ersten Halbzeit machte Hauenstein den sichtlich überraschten Gästen mit konsequentem Pressing das Leben schwer. Allerdings scheiterten Andjelo Srzentic (3.) und zweimal Yanick Haag (15., 18.) im Torabschluss. „Wie so oft in den letzten Wochen gelingt uns da kein Tor. Da sind wir noch zu umständlich“, bemängelte Rubeck.

Vom Glück begünstigt war sein Team, das wie der Gegner im 4-2-3-1-System agierte, auch nicht. Schiedsrichter Tobias Hauer versagte Hauenstein am Ende der ersten Hälfte einen klaren Elfmeter, als Gästespieler Manuel Schneider im eigenen Strafraum den Ball klar mit der Hand spielte. Nach zwölf Minuten musste SCH-Sechser Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 wegen einer Zerrung raus. Zur Halbzeit schied Abwehrspieler Lukas Hartlieb
Lukas Hartlieb
 mit Verdacht auf Kreuzbandriss aus. Und da Srzentic kurz vor Schluss Gelb-Rot sah, muss der Sportclub am Samstag bei Tabellennachbar Borussia Neunkirchen drei Spieler ersetzen, wobei Kapitän Sandro Rösner
Sandro Rösner
 wohl erstmals nach langer Verletzungspause wieder einsatzbereit sein dürfte.

Gästecoach Sascha Meeth war nach dem Spiel sehr zufrieden. „Das war noch besser als das 4:0 gegen Pfeddersheim, da wir heute auf einen top motivierten Gegner getroffen sind. Hauenstein hätte in Führung gehen können. Aber die Jungs sind zusammengerückt, und am Ende war der Sieg verdient“, befand Meeth. Auch Rubeck lobte Schott als bisher stärksten Gegner.

In einem waren sich alle beim SCH einig: „Wenn wir diese Leistung in den kommenden Spielen abrufen, holen wir die nötigen Punkte“, sprach Rubeck für alle.

Quelle
Ausgabe     Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 87
Datum     Mittwoch, den 12. April 2017, Seite     25

SpVgg Burgbrohl - SC Hauenstein 0:17 (0:8) - 08.04.2017

Trotz des klaren 17:0-Auswärtssieges beim Tabellenletzten in Burgbrohl konnte sich unsere Mannschaft in der Tabelle der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar nicht nach oben verbessern und rangiert somit weiter auf einem möglichen Abstiegsplatz. Mit dem sicheren Sieg in Burgbrohl hat unsere Mannschaft ihre Pflicht erfüllt, mehr aber auch nicht. Die Gastgeber haben mit einem solchen Team, das sie auf den Rasen des Rhodius-Stadions in Burgbrohl schickten, in der Oberliga einfach nichts verloren. Daher sollte man sich hüten, dem Sieg eine größere Bedeutung zuzumessen. Die drei Punkte zählen, mehr aber auch nicht. Dennoch war unsere Mannschaft sichtlich bemüht, so viele Treffer wie möglich zu erzielen und ließ in dieser Beziehung während des gesamten Spieles auch nicht nach. Es dauerte immerhin acht Spielminuten, bis der SCH den Bann in Burgbrohl gebrochen hatte und den ersten Treffer erzielte. Doch dann fielen die Tore wie reife Früchte und der 17:0-Sieg, übrigens der höchste Sieg einer Mannschaft des SCH in mehr als 20 Jahren Oberligazugehörigkeit, wurde in regelmäßigen Abständen herausgeschossen. Immerhin sechs Spieler trugen sich in die Torschützenliste ein, zudem steuerten die Gastgeber noch einen Treffer per Eigentor bei. Die meisten Treffer für unsere Mannschaft erzielte Yanick Haag, der sechsmal erfolgreich war. Überhaupt scheint Burgbrohl dem jungen SCH-Angreifer zu liegen, denn schon im Vorspiel konnte sich Yanick Haag bereits fünfmal in die Torschützenliste eintragen. Die weiteren Treffer für den SCH in diesem völlig einseitigen Oberligaspiel erzielten David Horn
David Horn
 (2), Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 (2), Alexander Biedermann (4), Jakub Jarecki
Jakub Jarecki
 (1) und Thorsten Riggers(1), der sein erstes Oberligator überhaupt markieren konnte. Bemerkenswert ist auch, dass Alexander Biedermann für seine vier erzielten Tore gerade einmal 30 Minuten brauchte, denn der lange SCH-Angreifer wurde erst in der 60. Spielminute eingewechselt. Trotz des hohen Sieges fällt eine Bewertung der Leistung der SCH-Mannschaft recht schwer. Ob mit den vielen Toren auch die Ladehemmung der vorherigen Spiele in der Liga behoben werden konnte, das wird sich in den nächsten wichtigen Spielen unserer Mannschaft erst noch zeigen müssen.   /mk/


Spielstatistik

SpVgg Burgbrohl: Rößel-Schmitt-Damiani-Necmi Acar-Gieri (ab 62. Flesch)-Klaprat-Nuppeney-Cemal Acar-Yot Anan (ab 46. Flurche)-Schwarz-Akpolat (ab 72. Yannik Marino)
Trainer: Thorven Fiedler
Weitere Auswechselspieler: David Marino (TW)

SC Hauenstein: Little-Hartlieb-Horn-Lehner-Haag-Srzentic (ab 65. Riggers)-Brechtel (ab 46. Bormeth)-Abele-Jarecki (ab 60.Biedermann)-Lacagnina-Fiolka
Trainer: Peter Rubeck
Weitere Auswechselspieler: Kupper, Albrecht, Fried, Fahr (TW)

Tore: 0:1 (8.) David Horn
David Horn
 / 0:2 (11.) Yanick Haag / 0:3 (15.) Jakub Jarecki
Jakub Jarecki
 / 0:4 (16.) David Horn
David Horn
 / 0:5 (27.) Yanick Haag / 0:6 (29.) Yanick Haag / 0:7 (36.) Eigentor (Klaprat) / 0:8 (44.) Yanick Haag / 0:9 (52.) Yanick Haag / 0:10 (57.) Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 / 0:11 (59.) Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 / 0:12 (61.) Alexander Biedermann / 0:13 (70.) Alexander Biedermann / 0:14 (77.) Yanick Haag / 0:15 (87.) Thorsten Riggers / 0:16 (89.) Alexander Biedermann / 0:17 (90.) Alexander Biedermann
Gelbe Karten: ----- / -----
Schiedsrichter: Julian Geid (Spiesen-Elversberg / Saarland)          SRA: Justin Noel Hasmann, Rahim Suleimana
Zuschauer: 50


Auf einmal ein gutes Torverhältnis

FUSSBALL-OBERLIGA: 17:0-Sieg des SCH in Burgbrohl


Trotz eines 17:0 (8:0) bei der Not-Elf der Sportvereinigung Burgbrohl – RHEINPFALZ am Sonntag berichtete – bleibt der SC Hauenstein in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar auf dem ersten möglichen Abstiegsplatz, hat aber den Abstand zu den vor ihm liegenden Teams verringert.
Bis auf den SV Morlautern und eben den SC Hauenstein haben am vergangenen Wochenende alle Teams im Tabellenkeller verloren. Der SCH hat den Vorsprung auf den Viertletzten, Borussia Neunkirchen, auf vier Punkte erweitert. Zudem liegt der Sportclub jetzt nur noch zwei Zähler hinter dem FSV Jägersburg und drei Punkte hinter Saar 05 Saarbrücken, Morlautern und Pfeddersheim.Ein deutlicher Sieg war vor der Partie in Burgbrohl erwartet worden. Dass es dann sogar 17 Treffer wurden, erfreute die Hauensteiner Verantwortlichen. „Trotz allem muss man so viele Tore erst mal schießen“, sagte der sportliche Leiter des SCH, Heiko Magin. Hauensteins Angreifer Yanick Haag dürfte Gegner Burgbrohl für immer in guter Erinnerung behalten. Bereits beim 8:0 im Hinspiel gelangen Haag fünf Treffer. Diesmal steuerte der Stürmer sogar sechs Treffer zu Hauensteins höchstem Sieg in der Oberliga bei.

Stürmerkollege Alexander Biedermann benötigte nach seiner Einwechslung für seine vier Tore nur eine halbe Stunde. Der ebenfalls eingewechselte Hauensteiner Thorsten Riggers durfte sein erstes Oberligator bejubeln. Auch Winter-Neuzugang Jakub Jarecki
Jakub Jarecki
 erzielte sein erstes Tor für den Sportclub. „Die Treffer waren schön herausgespielt. Die Mannschaft hat nie nachgelassen und wollte so viele Tore wie möglich machen“, lobte Magin. Hauenstein hat nun ein Torverhältnis von plus 13, was am Saisonende bei Punktgleichheit entscheidend sein könnte. sep

Quelle
Ausgabe Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 85
Datum: Montag, den 10. April 2017, Seite 19

SC Hauenstein - FSV Salmrohr 0:0 - 01.04.2017

Wieder wurde es nichts mit dem erhofften Heimsieg, wieder gelang unserer Mannschaft kein Torerfolg und wiederum verpasste es das SCH-Team, die Abstiegsränge zu verlassen. Am Ende war das 0:0 zwischen dem SC Hauenstein und dem FSV Salmrohr ein gerechtes Ergebnis. Ob der Punktgewinn letztlich einem der beiden Kontrahenten genutzt hat, das wird die Endabrechnung nach 34 Spieltagen zeigen. Die Gäste aus dem Salmtal kamen besser in die Partie, auch weil unsere Mannschaft nach den vielen Ausfällen und den damit erforderlichen Umstellungen innerhalb der Mannschaft zunächst große Schwierigkeiten hatte, die Ordnung im eigenen Spiel herzustellen. Daher hatte unsere Elf auch Glück, dass David Horn
David Horn
 in der vierten Spielminute einen Kopfball von Sebastian Ting gerade noch von der Linie per Kopf klären konnte. Doch dann war der SCH an der Reihe: Yannick Haags Schuss nach schöner Kombination entschärfte Gästekeeper Ternes (28.), eine Minute später hätte Biedermann dann die Führung für den SCH eigentlich erzielen müssen, doch aus fünf Metern brachte er nur einen kläglichen Schussversuch zustande, der obendrein noch neben den Salmrohrer Kasten ging und in der 36. Minute hatte Nico Lacagnina Pech, dass sein Freistoß aus 20 Metern nur das Tordreieck des FSV Salmrohr traf. Nach der Pause bearbeiteten sich beide Teams weiterhin hart im Mittelfeld, ließ das Spiel nach vorne daher auf beiden Seiten doch viele Wünsche offen. Der SCH hatte dabei mehrere Halbchancen, die aber allesamt vergeben wurde. Gegen Spielende öffnete der SCH die Abwehr und setzte auf volles Risiko. Die Folge waren gute Kontermöglichkeiten für den FSV Salmrohr, die aber ebenfalls meist kläglich vergeben wurden. So blieb es letztlich beim torlosen Unentschieden in einem Spiel, in dem beiden Mannschaften nicht zeigen konnten, dass sie in höhere Regionen der Tabelle gehören. Allerdings waren beide Teams sichtlich bemüht, spielten engagiert und diszipliniert und zeigten eine gute Raumaufteilung, die Einstellung stimmte also auf beiden Seiten. Bleibt zu hoffen, dass sich die Personalprobleme des SCH recht schnell verbessern, damit Trainer Peter Rubeck wieder mehr taktische Möglichkeiten zur Verfügung hat. /mk/

Spielstatistik
SC Hauenstein: Urban (ab 46. Little)-Horn-Kupper (ab 73. Albrecht)-Biedermann (ab 61. Klück)-Haag-Srzentic-Brechtel-Abele-Jarecki-Lacagnina-Fiolka
Trainer: Peter Rubeck
Weitere Auswechselspieler: Ochs, Riggers, Bormeth, Fried
FSV Salmrohr: Ternes-Düpre-Kohn-Unnerstall (ab 64. Schädler)-Bartsch-Hartmann-Bohr-Braun-Helbig-Herres-Ting
Trainer: Michael Schmitt
Weitere Auswechselspieler: Gelbe, Lauer, Saim, Inhestern, Mehrfeld, Schmitt (TW)
Tore: Fehlanzeige
Gelbe Karten: Little, Kupper / Schädler
Schiedsrichter: Vincent Becker (Bliesransbach / Saarland)            
SRA: Martin Grill, Moritz Krieger
Zuschauer: 120


Rubecks Rochaden reicht es nur zum Remis


FUSSBALL-OBERLIGA: Harmlose Hauensteiner treten nach 0:0 gegen Salmrohr auf der Stelle

Von Peter Seibel

Fußball-Oberligist SC Hauenstein tritt im Abstiegskampf auf der Stelle. Das 0:0 am Samstag vor 150 Zuschauern gegen den Mitkonkurrenten FSV Salmrohr (Die RHEINPFALZ am Sonntag berichtete) war da fast zu wenig. Vor allem im Angriff drückt der Schuh.
Beide Mannschaften zeigten sich vor dem gegnerischen Tor nicht wirklich zwingend. Erst in der 28. Minute musste sich Gästekeeper Daniel Ternes erstmals strecken und Yanick Haags Schuss nach Doppelpass mit Alexander Biedermann entschärfen. Zwei Minuten später konnte sich Ternes beim am Samstag glücklosen Biedermann bedanken, der aus kurzer Distanz eine Vorlage von Niklas Kupper
Niklas Kupper
 verstolperte. „Vorne haben wir in den entscheidenden Szenen oft das Falsche gemacht“, bemängelte Hauensteins Trainer Peter Rubeck. Winterneuzugang Nino Lacagnina
Nino Lacagnina
 war nach 36 Minuten nahe dran an einem Hauensteiner Torerfolg. Nach Foul an Haag traf der stark spielende Lacagnina mit einem Freistoß aus 20 Metern aber nur das Lattenkreuz des Gästetores.Lacagnina war eine der Hauptpersonen in Rubecks Spieler-Rochaden während der ersten Halbzeit. „Wir kamen schlecht ins Spiel. In den ersten 20 Minuten habe ich mindestens fünf Mal umgestellt, bevor wir unsere Ordnung gefunden hatten“, gab Rubeck zu. Lacagnina begann im defensiven Mittelfeld. Dann wechselte der Italiener auf Rubecks Anordnung erst auf die rechte, dann auf die linke Außenverteidiger-Position. „Wir haben viel umgestellt. Im Mittelfeld kam ich nicht so ins Spiel. Als ich auf meine gewohnte Position gewechselt bin, wurde es besser“, befand Lacagnina.
Ungewohnt war sicher auch die Startposition für seinen Mitspieler Kupper. Der vertrat den verletzten Marius Lehner als linker Verteidiger. Im Zuge von Rubecks Wechselspiel wanderte Kupper später eine Position nach vorne. Der anfangs dort spielende David Horn
David Horn
 rückte im Mittelfeld nach innen. In der zweiten Hälfte kam dann auch der reaktivierte Stand-by-Spieler Daniel Klück
Daniel Klück
 zum Einsatz. Er nahm seinen angestammten Platz in der Innenverteidigung ein. Dafür rückte Kapitän Marcel Abele, am Samstag zusammen mit Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 bester Mann bei den Hauensteinern, ins Mittelfeld.
Den Willen konnte man Rubecks Elf nicht absprechen. Sie versuchte im zweiten Durchgang alles. Trotzdem blieb es bei Fernschüssen durch Abele (64.), Andjelo Srzentic (76.) und Brechtel (79.). „Das Spiel hatte eigentlich auch keinen Sieger verdient. Positiv war, dass wir hinten zu null gespielt haben. Nach vorne sind wir zu harmlos. Da fehlt viel, vor allem die Abgezocktheit. Eigentlich ist der Punkt zu wenig“, bekannte Abele.
In der Schlussphase hatte Hauenstein Glück, dass sich die Gäste bei den sich bietenden Konterchancen ähnlich harmlos anstellten. Vor allem Salmrohrs Hartmann vergab vier Minuten vor dem Ende in Überzahl kläglich. Bei der Chance von Fabian Helbig (51.) war Hauensteins Torwart Malcolm Little
Malcolm Little
 auf dem Posten. Er war zur Halbzeit für den erneut an den Adduktoren verletzten Kevin Urban
Kevin Urban
 gekommen.
„Am Ende hätten wir gewinnen müssen“, befand Gästecoach Michael Schmitt, dessen Team nun weiter einen Punkt hinter Hauenstein rangiert. „Wir wollen am Ende über dem Strich stehen. Dafür müssen wir in den ausstehenden Spielen 120 Prozent bringen“, sagte sein Kollege Rubeck.

Quelle
Ausgabe: Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 79
Datum: Montag, den 3. April 2017, Seite 19

FV Diefflen - SC Hauenstein 2:0 (1:0) - 25.03.2017

Nach der 2:0-Niederlage beim FV Diefflen wird die Lage für den SCH immer bedrohlicher. Dabei war die Niederlage durchaus vermeidbar, denn unsere Mannschaft bestimmte über weite Teile das Spiel, schaffte es aber nicht, daraus etwas Zählbares zu erreichen. Einmal mehr bestätigte sich die alte Fußballerweisheit, dass der, der kein Tor schießt, auch nicht gewinnen kann. Bis zum 1:0 für die Gastgeber in der 27. Minute hätte der SCH eigentlich schon mit 2:0 in Führung liegen müssen, doch Yanick Haag ließ zwei Hundertprozentige (26. und 28.) liegen und versemmelte jeweils alleine vor dem Keeper der Gastgeber. Diese machten es dann bedeutend besser. Mit der ersten Gelegenheit ging der FV Diefflen durch Yacine Baizidi mit 1:0 in Führung. War das Spiel des SCH in der ersten Halbzeit noch annehmbar, so wurde es mit fortschreitender Spieldauer immer unpräziser und schwächer. Dennoch bot sich dem SCH-Team nach 68 Minuten die große Chance zum Ausgleich. Alexander Biedermann und Yanick Haag liefen alleine auf das Tor des FV Diefflen zu, schoben den Ball aber so lange quer, bis ein nachgeeilter Spieler der Gastgeber die Situation bereinigen konnte. Etwas mehr Entschlossenheit wäre in dieser Szene sicherlich angebrachter gewesen. Danach kam es dann so, wie es kommen musste. Der gefährliche Torjäger des FVD, Fabian Poß, wurde bei einem Konter im eigenen Stadion von SCH-Abwehrspieler Lukas Hartlieb
Lukas Hartlieb
 per Notbremse gestoppt. Der gefoulte Spieler verwandelte den fälligen Strafstoß selbst zum 2:0 (82.). Viel schlimmer als das Gegentor ist dann auch noch der Platzverweis von Hartlieb einzustufen, der unserer Mannschaft in den nächsten wichtigen Spielen fehlen wird. Letztlich blieb es dann beim glücklichen 2:0-Heimerfolg für das Team des FV Diefflen. Für unsere Mannschaft wird die personelle Lage immer schlechter und damit die Situation in der Oberliga immer bedrohlicher. Nur über viel Willen kann das geschwächte SCH-Team jetzt noch das Blatt wenden, denn die verletzten Spieler werden in den nächsten wichtigen Spielen noch nicht zurückkommen.  /mk/


Spielstatistik

FV Diefflen: Marina-Folz (ab 56. Fritsch)-Jakic-Groß-Poß-Haase-Selvaggio (ab 90. Latz)-Müller-Eggert-Baizadi (ab 62. Blass)-Matsuyama
Trainer: Michael Müller

Weitere Auswechselspieler: Guther, Matsuki, Hessedenz, Migliara (TW)
SC Hauenstein: Little-Hartlieb-Kupper (ab 70. Riggers)-Lehner-Haag-Brechtel-Abele-Jarecki (ab 46. Horn)-Lacagnina-Albrecht (ab 46. Biedermann)-Fiolka
Trainer: Peter Rubeck
Weitere Auswechselspieler: Ochs, Fried, Urban (TW)

Tore: 1:0 (27.) Yacine Baizidi / 2:0 (82.) Fabian Poß (Foulelfmeter / Hartlieb)
Gelbe Karten: Poß, Baizidi / Kupper, Abele, Lacagnina, Fiolka
Rote Karte: ------ / Hartlieb (82.)
Schiedsrichter: Arianit  Besiri (Trier / Rheinland)         
SRA: Thomas Greßnich, Veron Besiri
Zuschauer: 328



Klück muss jetzt ran

FUSSBALL-OBERLIGA: Verteidiger-Notstand beim SC Hauenstein nach 0:2 in Diefflen

Von Christian Hamm
 
Besondere Lagen erfordern pfiffige Lösungen. Das Heimreise-Gepäck des Fußball-Oberligisten SC Hauenstein war nach der 0:2 (0:1)-Niederlage beim FV Diefflen – RHEINPFALZ am Sonntag berichtete – beschwert durch zwei Problembündel. Gegen die Lauluft-Nummer im Sturm kann Coach Peter Rubeck auf die Schnelle wenig unternehmen. Den Schwund in seiner Abwehr aber hat den Hauensteiner Trainer umgehend handeln lassen.
Gut 75 Minuten nach Schlusspfiff saß Rubeck im FVD-Sportheim auf dem Babelsberg an der Theke, tippte geschwind auf der Smartphone-Tastatur herum. „Ich schreib’ sofort dem Klück“, gab Rubeck Einblick in eine erste Sofortmaßnahme am Unfallort. „Der muss jetzt ran“, sagte der Coach, sozusagen die Notrufnummer wählend. Der Abwehrrecke auf Abruf, derzeit schwer mit der Verwirklichung seines Privatprojekts „Klück im Haus“ beschäftigt, ist nach seines Trainers Ansicht nun gefordert. „Ich steh’ ja hinten blank“, kommentierte Rubeck den prompten Versuch, den doch arg vermissten Innenverteidiger aus der Stand-by-Stellung heraus zu aktivieren. „Der ist fit, der läuft ja ständig“, hegt der Coach keinerlei Zweifel daran, dass er Klück auch ohne Training umgehend in die Defensivzentrale beordern könne.
Dieselbe hatte gut anderthalb Stunden zuvor Lukas Hartlieb
Lukas Hartlieb
 hängenden Hauptes verlassen müssen. Schiedsrichter Arianit Besiri zeigte Hartlieb nach einer Attacke gegen Fabian Poß in Spielminute 82 die Rote Karte – völlig zurecht, keiner protestierte. Poß selbst verwandelte wenig später souverän, machte den Deckel drauf auf eine Partie, die zu diesem Zeitpunkt bereits gelaufen schien. Denn die Gäste hätten es wohl noch bis zum späten lauen Frühlingsabend probieren können, sie hätten mutmaßlich nicht getroffen. Insofern war die Szenerie zum 0:2 aus SCH-Sicht nicht entscheidend. Nur in den Auswirkungen ärgerlich: ein weiterer Abwehrspieler vorerst weg vom Fenster.
In der Einschätzung der Partie waren sich eigentlich alle einig: „Wenn wir eins machen, wird das ein ganz anderes Spiel“, meinten Kapitän eins und zwei, Sandro Rösner
Sandro Rösner
 und Kevin Schwehm
Kevin Schwehm
, beide am Babelsberger Kunstgrün-Spielfeld zum Zuschauen verdammt. Als Kapitän Nummer drei hatte Marcel Abele die Elf aufs Feld geführt. „Die muss man machen. Und dann gewinnen wir“, sagte Abele im Rückblick auf die beiden Top-Chancen, die Yanick Haag so fahrlässig hatte sausen lassen.
„Ich könnt’s mir einfach machen und sagen: Eine Hundertprozentige machen, dann fahren wir als Sieger heim. So einfach mach’ ich es mir aber nicht“, wollte Rubeck eher eine Wurzelbehandlung des Problems einleiten statt nur die Symptomatik sehen. Nur: „Ich kann die Tore nicht noch selbst schießen. Obwohl: Den einen hätte vielleicht sogar ich reingemacht.“ Rubeck ärgerte vor allem die versiebte Ausgleichschance in der 68. Minute: Flott ausgeführter Freistoß, schnell geschaltet, Alexander Biedermann und Haag steuern zu zweit aufs Tor zu. Quergeschiebe, bis ein Saarländer dazwischenspritzt. Rubeck: „So gut reagiert, dann aber so ein Abschluss. Das ärgert mich noch mehr als die beiden Chancen am Anfang.“
Zweimal binnen zweier Minuten (26. und 28.) war Haag kläglich gescheitert, im Gegenzug fiel dann die Dieffler Führung. In Halbzeit eins hatte der SCH noch einigermaßen ordentlich gespielt, nach der Pause aber – mit Ausnahme des neuerlichen Versagens vorm Tor – keine einzige Gelegenheit herausgespielt. „Ich bin aber nicht mal unzufrieden mit der Mannschaft“, bekundete der Coach. „Wenn wir Salmrohr und Burgbrohl schlagen sollten – sechs Punkte. Dann sieht’s wieder anders aus.“ Burgbrohl ist ja wohl machbar. Rubecks zynische Anmerkung zur Partie gegen das Schlusslicht: „Na, vielleicht gelingt uns gegen die ja mal ein Tor.“

Quelle
Ausgabe: Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 73
Montag, den 27. März 2017, Seite 19

SC Hauenstein - TuS Mechtersheim 0:0 - 18.03.2017

In einem reinen Kampfspiel trennten sich der SCH und Tabellenvize TuS Mechtersheim mit einem 0:0-Unentschieden. Bei widrigen Wetterverhältnissen auf einem allerdings recht gut zu bespielenden Rasen im Stadion am Neding stand für beide Teams viel auf dem Spiel, weshalb sich die Akteure über 90 Minuten hinweg nichts schenkten. Insbesondere in der ersten Viertelstunde agierten die Gäste aus Mechtersheim dabei äußerst hart, wobei diese Härte von Schiedsrichter Fabian Knoll leider nicht konsequent unterbunden wurde. So musste nach 20 Minuten bereits SCH-Kapitän Kevin Schwehm
Kevin Schwehm
 mit einer schweren Knieverletzung ausgewechselt werden, wobei bei dem Foulspiel, das zu der Verletzung führte, noch nicht einmal die Gelbe Karte gezeigt wurde. Man hatte zu diesem Zeitpunkt das Gefühl, Schiedsrichter Knoll sei dem Spiel nicht gewachsen, was über weite Strecken der Partie auch der Fall war, doch die Spieler besannen sich mit zunehmender Spieldauer auf mehr Fairness. Nach 27 Spielminuten fühlte sich der SCH einmal mehr benachteiligt, als der schon verwarnte Georgios Goulas bei einem schnellen SCH-Konter den davon eilenden Niklas Kupper
Niklas Kupper
 foulte, doch Schiri Knoll zeigte statt Goulas dem daneben stehenden Steven Bendusch den Karton. Beide Teams spielten insgesamt sehr engagiert, kämpften um jeden Zentimeter Boden, weshalb sich ein richtiger Abnutzungskampf entwickelte. In der 16 Minute hatten die Gäste eine gute Kopfballmöglichkeit durch Georg Ester, doch Malcolm Litte im SCH-Tor konnte den Kopfball über die Latte lenken. Nach 44 Spielminuten dann aus SCH-Sicht ein mehr als zweifelhafter Strafstoß für die Gäste, wobei Eric Veth kräftig nachhalf und auch zeigte, dass er nicht nur ein gefährlicher Torjäger ist …, doch Little im SCH-Tor war ganz groß und hielt den Strafstoß des Gefoulten bravourös. Auch in der zweiten Spielhälfte bot sich das gleiche Bild. Kampf pur und große taktische Disziplin bei beiden Mannschaften. Mechtersheim hatte in der 66. Minute erneut durch Eric Veth eine gute Tormöglichkeit, doch Malcolm Little
Malcolm Little
 war erneut zur Stelle und klärte in überragender Manier. Auf Seiten des SCH vergab der eingewechselte Alexander Biedermann in der 81.Minute die Siegchance. Biedermann hatte Gästekeeper Peter Klug schon umspielt, kam dann aber ins Straucheln und konnte somit den Ball nicht im Gehäuse der Gäste unterbringen. So war das torlose 0:0-Unentschieden insgesamt eine gerechte Punkteteilung.    /mk/


Spielstatistik

SC Hauenstein: Little-Hartlieb-Kupper (ab 76. Horn)-Lehner-Schwehm (ab 20. Albrecht)-Srzentic-Brechtel-Abele-Jarecki-Lacagnina-Fiolka (ab 59. Biedermann)
Trainer: Peter Rubeck
Weitere Auswechselspieler: Haag, Riggers, Fried, Fahr (TW)
TuS Mechtersheim: Klug-Ullemeyer-Goulas (ab 77. Simon)-Ester-Immel-Selzer-Veth-Metz (ab 83. Barisic)-Bendusch-Custic-Petrescu
Trainer: Manfred Schmitt
Weitere Auswechselspieler: Rupcic, Lintz, Amos, Vegar, Geist (TW)
Tore: Fehlanzeige
Besondere Vorkommnisse: Little (SCH) hält Foulelfmeter von Veth (44.)
Gelbe Karten: Fiolka / Goulas, Bendusch, Petrescu
Schiedsrichter: Fabian Knoll (Bexbach / Saarland)             SRA: Justin Joel Hasmann, Dilges Bektas
Zuschauer: 220



Kollegen setzen Schwehm schwer zu

FUSSBALL-OBERLIGA: Saison für SCH-Kapitän nach Innenbandriss bei 0:0 gegen Mechtersheim schon beendet

Von Peter Seibel
 
Ausgerechnet Kevin Schwehm
Kevin Schwehm
, der nach der Saison vom SC Hauenstein zum TuS Mechtersheim wechselt, verletzte sich am Samstag im Fußball-Oberligaduell der beiden Vereine (0:0) schwer. Der Mittelfeldspieler musste in der 20. Minute, nachdem er zweimal sehr hart angegangen worden war, ausgewechselt werden. Gestern dann die Diagnose: Innenbandriss im Knie, die Saison ist für den SCH-Kapitän beendet.
Dass der Sportclub vor nur 150 Zuschauern gegen den Aufstiegsanwärter einen Punkt holte, lag nicht zuletzt an Malcolm Little
Malcolm Little
. Der Vertreter des verletzten Torhüters Kevin Urban
Kevin Urban
 parierte dreimal grandios. Es lief die 44. Spielminute. TuS-Angreifer Eric Veth setzte einem zu kurz abgewehrten Ball nach und bewegte sich dabei weg vom Hauensteiner Tor. Der ansonsten sehr gut spielende SCH-Linksverteidiger Marius Lehner fuhr etwas übermotiviert dazwischen und brachte den Ex-Hauensteiner regelwidrig zu Fall. Schiedsrichter Fabian Knoll entschied sofort auf Strafstoß. Der Gefoulte selbst schritt zur Ausführung. Doch Veths Schuss war zwar platziert, aber nicht hart genug geschossen. Little tauchte ab und fischte den Ball aus dem linken Torwarteck.Als Veth in der 65. Minute nach einer Hauensteiner Abwehrpanne nochmals frei zum Schuss kam – dieses Mal aus ganz kurzer Distanz –, rettete Little erneut. Bereits in der 16. Minute hatte Little einen Kopfball von Georg Ester entschärft. „Wir haben gut dagegengehalten und sind den Gegner früh angelaufen. Wir haben uns den Punkt verdient“, sagte „Elfmetertöter“ Little nach der Partie.
Außer diesen Situationen stand die Abwehr der Platzherren weitgehend sicher. Der ebenso wie Schwehm in der nächsten Saison für Mechtersheim spielende SCH-Innenverteidiger Lukas Hartlieb
Lukas Hartlieb
 verdiente sich dabei gute Zweikampfnoten. „Es war ein umkämpftes Spiel. Das 0:0 geht in Ordnung. Wir haben nicht viel zugelassen“, zog Hartlieb sein Fazit. Beide Teams agierten mit Viererkette, Doppelsechs und einem Angreifer.
Nicht zum Hauensteiner Aufgebot gehörten am Samstag der erkrankte Marcel Bormeth
Marcel Bormeth
 und BWL-Student Christof Seibel
Christof Seibel
, der diese Woche in die USA fliegt, um dort ein Auslandssemester zu verbringen. Ende August kehrt der Verteidiger zurück.
Dafür feierte Winter-Neuzugang Nino Lacagnina
Nino Lacagnina
 beim SCH sein Startelfdebüt als Rechtsverteidiger und machte seine Sache ordentlich. Der Italiener war es auch, der im ersten Durchgang den einzigen Hauensteiner Torschuss abgab. Angriffsspitze Jakub Jarecki
Jakub Jarecki
 hatte es am Samstag schwer und mühte sich gegen Mechtersheims hünenhafte Innenverteidiger Thorsten Ullemeyer und Bojan Custic meist vergeblich.
Der nach 58 Minuten für Maurice Fiolka
Maurice Fiolka
 in die Partie gekommene Alexander Biedermann vergab die einzige Hauensteiner Gelegenheit des zweiten Durchgangs. Nach Andjelo Srzentics schönem Pass umspielte Biedermann TuS-Torwart Peter Klug, kam dann allerdings ins Straucheln, stürzte und konnte den Ball nicht im gegnerischen Tor unterbringen.
„Es war sehr schwer, Chancen herauszuspielen. Die Mechtersheimer haben taktisch sehr gut agiert. Man hat gesehen, warum sie 46 Punkte haben. Die Einstellung meiner Mannschaft war sehr gut. Jetzt gibt es noch elf Spiele gegen den Abstieg“, resümierte Hauensteins Coach Peter Rubeck.

Quelle
Ausgabe Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 67
Datum: Montag, den 20. März 2017, Seite 19

SV Saar 05 Saarbrücken - SC Hauenstein 1:0 (0:0) - 11.03.2017

Nach sechs Spielen in Serie ohne Niederlage riss die kleine Serie unserer Mannschaft beim SV Saar 05 Saarbrücken. Es bleibt also weiter dabei, dass der SCH bei den Saar 05ern einfach nicht gewinnen kann und damit in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar weiter ums nackte Überleben kämpfen muss. Schon die Ansetzung des Schiedsrichters zu dieser Partie rief bei den SCH-Verantwortlichen vor Spielbeginn große Sorgenfalten auf der Stirn entstehen. Schiedsrichter: Ingo Kreutz. Wer sich erinnert, dem wird dazu sofort das „Endspiel um den Titel“ im Mai 2015 einfallen, wo jener Schiri so massiv den SCH benachteiligte und sich unser Team hinterher massiv über den Schiedsrichter beschwerte. Der Versuch des SCH, den Schiri beim Verband abzulehnen, fand also nicht sehr lange Gehör, daher herrschte vorab im SCH-Lager große Sorge über die Schiedsrichteransetzung. Und diese Befürchtungen sollten sich einmal mehr bestätigen. Zeigten beide Mannschaften insgesamt schon eine recht schwache Vorstellung, so wurde diese vom Schiedsrichtergespann noch deutlich nach unten getoppt. Großer Aufreger war die 22. Spielminute, als Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 Zentimeter vor der Torlinie der Gastgeber brutal umgesäbelt wurde, der Ball aber dennoch den Weg ins Tor fand. Das 1:0 für den SCH schien perfekt, doch Schiedsrichterassistent Jan-Hagen Engel zückte plötzlich die Fahne. Folge: Es gab weder einen Strafstoß für unser Team noch ein Tor, sondern zur Verwunderung aller Abseits. Eine Meinung, die der junge Assistent im Stadion für sich ganz alleine hatte. Und da die Schiedsrichter offensichtlich nun einmal blind den Assistenten folgen, gab es zum Gelächter und Kopfschütteln selbst der Saarbrücker Zuschauer kein Tor, sondern Abseits. Als alles dann schon auf ein torloses Unentschieden hindeutete, gelang den Gastgebern nach 73 Minuten doch noch ein Treffer. Sampres Singh war zur Stelle, als die SCH-Abwehr einen Eckball von Noutsos nicht final klären konnte und drückte den Ball aus kurzer Entfernung über die Torlinie. Damit war die SCH-Niederlage besiegelt und der gebrauchte Samstag für die SCH-Elf perfekt. Damit rückte unser Team wieder auf einen direkten Abstiegsplatz.    /mk/

Spielstatistik
SV Saar 05 Saarbrücken: Birkenbach-Dominik Engel-Schmieden (ab 78. Jung)-Steis-Noutsos (ab 85. Flammann)-Krauß-Anton-Seibert-Singh-Diefenbach-Haliti
Trainer: Timon Seibert
Weitere Auswechselspieler: Jan Philipp Engel, Ait Meziani, Feka, Adam (TW)

SC Hauenstein: Little-Hartlieb-Kupper-Lehner-Biedermann-Schwehm-Srzentic (ab 55. Haag)-Brechtel-Abele (ab 75. Horn)-Jarecki-Fiolka (ab 40. Lacagnina)
Trainer: Peter Rubeck
Weitere Auswechselspieler: Bormeth, Albrecht, Fried, Fahr (TW)

Tor: 1:0 (73.) Sampres Singh
Gelbe Karten: Noutsos, Anton, Singh / Fiolka
Rote Karte: Anton (89.) / -----
Schiedsrichter: Ingo Kreutz (Lutzerath / Rheinland)         
SRA: Jan-Hagen Engel, Bernd Augustin
Zuschauer: 150



Die Rüpel aus der ersten Reihe triumphieren

FUSSBALL-OBERLIGA: SC Hauenstein muss bei Saar 05 0:1-Niederlage und allerlei Anfeindungen wegstecken

Von Christian Hamm
 
Die Saarländer sind – und das ist völlig ernst gemeint – gemeinhin ein ebenso gastfreundliches wie fröhliches Völkchen. Ausnahme offenbar: die Rüpel von der ersten Bank. Was sich einige „Gastgeber“ da am St. Johanner Kieselhumes geleistet haben, spottet jeder guten Kinderstube. Und dabei hätten es Trainerstab und Präsident doch lockerer sehen und sich über einen 1:0 (0:0)-Sieg ihrer Saar 05er über Oberliga-Kellerkonkurrent SC Hauenstein freuen können.
Aber nichts da. Stattdessen spuckten die Hausherren Gift und Galle. Zugegeben, auch die Hauensteiner sind nicht allesamt Kinder von Fröhlichkeit. Aber so was? SCH-Akteur Marius Lehner war nach Abpfiff auf 180. Aber das war nur allzu verständlich, musste er sich doch von Saar-05-Coach Timon Seibert den Ratschlag verpassen lassen, der möge rasch einen Drogeriemarkt aufsuchen und sich ein Mittel zum Haarefärben besorgen. Jemanden seiner roten Haare wegen anzufeinden, ist wohl kaum die feine Art. Als die Eskalation gebannt schien, fiel Saar-05-Chef Frank Seibert nichts Besseres ein, als SCH-Teammanager Heiko Magin den „Effe-Finger“ entgegen zu strecken. Magin hatte sich erkundigt, ob der Vorsitzende stolz sei auf seine Jungs. Zuvor hatte sich Magin gefühlte 20 Mal vom Saarbrücker Torwarttrainer als „Osterhase“ anplärren lassen müssen. Am ruhigsten blieb in aller Hektik nach dem Schlusspfiff ausgerechnet jener Mann, dem aus früheren Zeiten ein anderes Image anhaftet. „Ich bin ja viel, viel ruhiger geworden“, kommentierte Peter Rubeck später die Szenerie. Auch fand der Coach kritische Worte für das Verhalten des ein oder anderen eigenen Schützlings. Was Rubeck indes verriet: „Ein Spieler von Saar 05 war in unserer Kabine und hat sich für das Verhalten seines Trainers entschuldigt.“ Wer das war, verriet er nicht.
Die erste Niederlage nach sechs Partien ohne – RHEINPFALZ am SONNTAG informierte – hatte Rubeck da schon fast abgehakt. „Die Welt geht jetzt nicht unter“, hatte er im Spielerkreis verkündet. Rubeck räumte ein, dass sein Team das Fußballspielen zu lange vergessen habe. Dass dann „in einem typischen Null-Null-Spiel“ ein saublöder Gegentreffer den Ausschlag gebe – geschenkt. „Passiert halt.“
Passiert war in der ersten Hälfte wenig, außer dass ein Treffer Andjelo Srzentics wegen angeblicher Abseitsstellung keine Anerkennung fand. Srzentic war niedergemäht worden, trug eine blutende Zunge nach Hause. Ansonsten versprühte der SCH wenig Gefahr. „Die Saarbrücker haben ein paar Prozent mehr gebracht und eben den Willen gezeigt, das Ding auch reinzumachen“, erkannte der eingewechselte Yanick Haag die wesentliche Ursache. „Ärgerlich. Die haben ja in der ersten Halbzeit auch nicht viel gezeigt“, erinnerte Hauensteins Kapitän Kevin Schwehm
Kevin Schwehm
 daran, dass sich beide Teams lange neutralisiert hatten. „Wir müssen aber das Positive aus den sechs Spielen ohne Niederlage mitnehmen. Arbeiten – und nächste Woche wieder alles raushauen.“
Quelle
Ausgabe
Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 61

SC Hauenstein - FK Pirmasens II 1:0 (1:0) - 04.03.2017

Im ersten Heimspiel des Jahres 2017 landete unsere Mannschaft einen verdienten Heimsieg. Das Spiel selbst war geprägt von der Taktik; beide Mannschaften hatten Respekt voreinander und agierten daher sehr vorsichtig. Der „kleine FKP“ hatte in dem Lokalderby den etwas besseren Start, ohne aber die neu formierte Abwehrkette des SCH ernsthaft in Gefahr zu bringen. Nach einer Viertelstunde fand sich das SCH-Team dann besser zurecht und nahm das Heft auf dem Rasen des Stadions am Neding in die Hand. Pech war für unsere Mannschaft im Spiel, als der agile Jakub Jarecki
Jakub Jarecki
 nach 14 Minuten den Ball aus 20 Metern an die Unterkante der Latte donnerte. Unsere Mannschaft spielte in der Folge durchaus gefällig, vergab aber nach 38 Minuten eine weitere gute Chance durch Maurice Fiolka
Maurice Fiolka
, der den Ball aus zehn Metern neben den FKP-Kasten setzte. Doch schon zwei Minuten später war es dann endlich soweit: David Horn
David Horn
 flankte Maß genau nach innen, wo Jakub Jarecki
Jakub Jarecki
 zur Stelle war und den Ball mit dem Kopf ins FKP-Tor beförderte (40.). Mit diesem 1:0 ging es dann auch in die Pause, aus der unser Team sehr gut zurückkam. Doch einmal mehr wurde es versäumt, die sich bietenden Chancen effektiv zu verwerten und somit auch für Ruhe im eigenen Spiel zu sorgen. Dabei schaffte es Alexander Biedermann gleich zweimal nicht, den Ball in bester Position ins Tor des FKP zu befördern. Zunächst setzte Biedermann nach einer Linksflanke den Ball aus fünf Metern völlig freistehend per Kopf über das Tor (54.) und nur fünf Minuten später tauchte Biedermann alleine vor dem FKP-Tor auf, lupfte den Ball über den herausstürzenden Gästetorwart, aber auch über das Tor hinweg. Dazwischen hatte der gute David Horn
David Horn
 mit einem satten Schuss aus 22 Metern Pech, dass FKP-Keeper Oliver Seitz den Ball mit einer Glanzparade abwehrte. Danach ließ das Spiel des SCH wieder etwas nach, der FKP konnte sich eine leichte Feldüberlegenheit erspielen, kam dabei aber zu keiner nennenswerten Torchance. So blieb es beim 1:0-Sieg für den SCH, der mit diesem Dreier aber keinen Boden in der Tabelle gutmachen konnte.   /mk/


Spielstatistik

SC Hauenstein: Urban (ab 44. Little)-Horn (ab 60. Fried)-Kupper (ab 73. Christof Seibel)-Lehner-Biedermann-Schwehm-Srzentic-Brechtel-Abele-Jarecki-Fiolka
Trainer: Peter Rubeck
Weitere Auswechselspieler: Haag, Ochs, Bormeth, Albrecht

FK Pirmasens II: Seitz-Eitel (ab 76. Avci)-Peters-Nagel-Ludy-Krob (ab 66. Rose)-Singer-Eichhorn (ab 33. Mohamedadem Kassa)-Valentini-Schubert-Drews
Trainer: Patrick Fischer
Weitere Auswechselspieler: Mehari Kiflom, Canizzo, Opitz, Jung (TW)

Tor: 1:0 (40.) Jakub Jarecki
Gelbe Karten: ----- / Schubert
Schiedsrichter: Manuel Reichardt (Oberbexbach / Saarland)             SRA: Martin Grill, Nicola Sprunck
Zuschauer: 300


Trainer Peter Rubeck: Es bleibt ein langer Weg

FUSSBALL-OBERLIGA: Verdienter 1:0-Derbysieg des SC Hauenstein gegen offensiv harmlosen FKP II – Drei Winter-Neuzugänge in Startelf

Von Peter Seibel

Der SC Hauenstein ist in der Fußball-Oberliga unter Trainer Peter Rubeck weiter ungeschlagen. Doch trotz des 1:0 im Derby gegen den FK Pirmasens II – RHEINPFALZ am SONNTAG informierte – und trotz der zwölf Zähler aus den vergangenen sechs Partien (drei Siege, drei Remis) steht der SCH weiter auf Rang elf. Da fast alle anderen abstiegsbedrohten Teams am Wochenende punkteten, stellt sich die Lage im Tabellenkeller nahezu unverändert eng dar. Rubeck: „Es bleibt ein langer Weg.“
Der von Eintracht Trier ausgeliehene Coach hatte seiner Mannschaft eine Fünfer-Abwehrkette verordnet, die sich bei eigenem Ballbesitz zu einer Dreierkette verkleinerte. Die Außenspieler Andjelo Srzentic und Marius Lehner schalteten dann sofort den Vorwärtsgang ein. In der Abwehrzentrale hatte Rubeck mit Marcel Abele, Kevin Schwehm
Kevin Schwehm
 und Maurice Fiolka
Maurice Fiolka
 seine erfahrensten Akteure aufgeboten. „Das erste Ziel war, zu null zu spielen. Nicht einfach, weil mit Lukas Hartlieb
Lukas Hartlieb
, Sandro Rösner
Sandro Rösner
 und Daniel Klück
Daniel Klück
 drei gelernte Innenverteidiger fehlten“, erklärte Rubeck. Beim SCH standen drei Winter-Neuzugänge in der Startelf. Verteidiger Fiolka (bisher VfB Hilden, zuvor Eintracht Braunschweig II) spielte bis auf Kleinigkeiten sehr solide, der von Astoria Walldorf II gekommene Mittelfeldspieler David Horn
David Horn
 lieferte die Vorlage zum 1:0, das der vom West-Regionalligisten Sportfreunde Siegen verpflichtete Jakub Jarecki
Jakub Jarecki
 erzielte. Jarecki, ein gebürtiger Kölner, der in der A-Junioren-Bundesliga für Bayer Leverkusen und international für Polens U17-Auswahl spielte, wusste vor allem im ersten Durchgang zu gefallen und hatte in der 14. Minute Pech mit einem sehenswerten Schuss an die Latte des Pirmasenser Tores.
Hauensteins Erfolg in dem sehr fairen Derby (nur eine Gelbe Karte) war insgesamt verdient, weil es sich vor 350 Zuschauern einige Chancen erarbeiteten, während die Gäste kaum Torgefahr entwickelten. Die beiden FKP-Angreifer Christopher Ludy und Dennis Krob waren weitgehend abgemeldet. Erst in der 53. Minute gab Ludy mit einem 25-Meter-Freistoß (direkt in die Arme von Keeper Malcolm Little) den ersten Pirmasenser Torschuss ab. Little war eine Minute vor der Halbzeitpause für den verletzten Kevin Urban
Kevin Urban
 ins Tor gerückt.
„Für mich war das eigentlich ein 0:0-Spiel. Durch einen dreckigen Standard haben wir verloren. Im zweiten Durchgang war durch den starken Wind nur noch wenig Fußball möglich“, befand FKP-II-Kapitän Jannik Nagel. Patrick Fischer, sein neuer Trainer, räumte dagegen ein: „Hauenstein hat spielerisch mehr Akzente gesetzt. Unsere jungen Spieler waren einige Male nicht ganz so clever.“ In der ohnehin schon jungen Mannschaft kam auch A-Junior Lorenzo Valentini zum Einsatz. Er machte in der Innenverteidigung seine Sache gut.
Im Hauensteiner Mittelfeld zog der spielintelligente Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 die Fäden. „Wir haben nicht unser bestes Spiel gemacht, aber verdient gewonnen. Das 2:0 hätte einfach fallen müssen“, verwies der ehemalige finnische Erstligaprofi und U21-Nationalspieler auf die beiden von Alexander Biedermann vergebenen „100-Prozentigen“ (54., 59.) nach Vorlagen von Lehner und Brechtel. „Das war ein wichtiger Sieg in einem schweren Spiel. Leider habe ich die Chancen nicht genutzt. Das nächste Mal passt es wieder“, sagte der laufstarke Biedermann.
Lehner findet sich beim SCH immer besser zurecht. Der Ex-Juniorennationalspieler sorgte mit seiner Schnelligkeit auf der linken Hauensteiner Seite für jede Menge Dampf nach vorne. „Wir hatten genug Chancen, den Sack früher zuzumachen. Die letzten 20 Minuten haben wir fast nur noch gemauert und auf Konter gewartet“, merkte Lehner an. Trotzdem wurde der FKP II auch in dieser Phase nicht wirklich torgefährlich. Bei Pirmasens gefiel der in der 33. Minute für Luca Eichhorn eingewechselte Jemal Kassa durch gute Technik und Spielverständnis.

Quelle
Ausgabe
Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 55
Datum
Montag, den 6. März 2017
Seite
18

SV Röchling Völklingen - SC Hauenstein 1:1 (0:1) - 26.02.2017

Achtbares Unentschieden in Völklingen

Das 1:1-Unentschieden beim ambitionierten SV Röchling Völklingen bedeutet für unser Oberligateam einen guten Start in das neue Jahr 2017. Der Punktgewinn beim aktuellen Tabellendritten ist absolut verdient, mit etwas Glück hätte gar ein Dreier herausspringen können. Beide Teams taten sich nach der langen Winterpause zunächst etwas schwer, ihren gewohnten Spielrhythmus zu finden. Nach 15 Spielminuten übernahm dann aber das SCH-Team das Kommando auf dem Rasen im Hermann-Neuberger-Stadion in Völklingen. Dabei kam dem SCH-Team auch der frühe Führungstreffer von Alexander Biedermann entgegen. Biedermann nahm eine genaue Freistoßflanke von Niklas Kupper
Niklas Kupper
 auf und köpfte den Ball unhaltbar ins Tor der Gastgeber (20.). Der SCH blieb weiter am Drücker, stand in der Abwehr gut organisiert und unterband immer wieder das Aufbauspiel der Völklinger. Die Gastgeber hatten ihren stärksten Mannschaftsteil in der Abwehr und so fiel es beiden Mannschaften schwer, sich gute Chancen herauszuarbeiten. Nach dem Seitenwechsel bot sich den 220 Zuschauern das gleiche Bild. Der SCH kontrollierte das Spielgeschehen, schaffte es aber nicht, die Führung auszubauen. Dazu hatte Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 in der 47. Minute die Möglichkeit, doch sein Schuss konnte von einem Spieler der Völklinger gerade noch von der Torlinie befördert werden. Die Gastgeber, die den Aufstieg in die Regionalliga anstreben, versuchten mit Spielerwechseln neue Impulse zu setzen, doch auch dieses taktische Mittel stellte für unser Team kein Problem dar. Hektisch wurde es dann in der 78. Spielminute, als der nicht immer sichere Schiedsrichter Christoph Zimmer unseren Spieler Lukas Hartlieb
Lukas Hartlieb
 mit Gelb/Rot vom Platz schickte. Danach war unsere Mannschaft für nur wenige Augenblicke unsortiert und dies nutzen die Völklinger zum 1:1-Ausgleichstreffer aus. Nico Zimmermann umspielte unbehelligt drei SCH-Akteure und schloss seinen Alleingang mit einem unhaltbaren Schuss ab. (79.). In Unterzahl verteidigte das SCH-Team das Unentschieden dann aber geschickt und so wurden die Bemühungen von Röchling Völklingen nicht mehr mit einem weiteren Treffer belohnt. Letztlich blieb es dann beim gerechten 1:1-Unentschieden in einem kampfbetonten Spiel. Unsere Elf war von Trainer Peter Rubeck gut auf das Spiel vorbereitet und eingestellt, weshalb die Leistung durchaus Hoffnung gibt, den angestrebten Klassenerhalt in der Oberliga zu schaffen.   /mk/


Spielstatistik

SV Röchling Völklingen: Buhl-Erhardt (ab 68. Altmeier)-Meridja-Frank-Dausend (ab 77. Louadj)-Weber-Linn-Zimmer-Zimmermann-Heine (ab 46. Wollbold)-Scheffer
Trainer: Günter Erhardt
Weitere Auswechselspieler: Guss, Ibrahim, Groß, Stelletta (TW)

SC Hauenstein: Urban-Hartlieb-Kupper (ab 88. Brenner)-Lehner-Biedermann-Schwehm (ab 60. Christof Seibel)-Srzentic-Brechtel-Abele-Jarecki (ab 83. Fried)-Fiolka
Trainer: Peter Rubeck
Weitere Auswechselspieler: Horn, Haag, Lacagnina, Little (TW)

Tore: 0:1 (20.) Alexander Biedermann / 1:1 (79.) Nico Zimmermann
Gelbe Karten: Frank, Zimmer / Hartlieb, Schwehm, Lehner, Srzentic
Gelb/Rote Karte: ----- / Hartlieb (78.)
Schiedsrichter: Christoph Zimmer (Wittlich / Rheinland)         
SRA: Marc Schiry, Tim Steffens
Zuschauer: 220



Zimmermanns Klasse kostet den Sieg

FUSSBALL-OBERLIGA: Hauenstein 1:1 in Völklingen

Von Moritz Kreilinger

Knapp zwei Wochen nach dem angekündigten Rückzug von Präsident und Sponsor Carl-August Seibel stand für den Fußball-Oberligisten SC Hauenstein das erste Ligaspiel des Jahres an. Beim Tabellendritten erkämpfte sich die Elf von Trainer Peter Rubeck ein 1:1 (0:1)-Unentschieden.
„Wir haben uns in der letzten Woche ausführlich damit beschäftigt, wie wir Nico Zimmermann aus dem Spiel nehmen können“, sagte Rubeck nach Spielende. Doch Zimmermann, mit 13 Treffern bester Torschütze der Völklinger, war es, der den Auswärtssieg mit seinem Treffer in der 79. Minute zunichte machte. „Dass er trotzdem trifft, ist natürlich ärgerlich, zeigt aber seine Klasse“, betonte der 55-jährige Cheftrainer.Von den internen Unruhen der vergangenen Wochen ließ sich seine Elf nichts anmerken. Zwar dauerte es etwas, bis die Hauensteiner zu ihrem Spiel gefunden hatten, waren in der Folge aber das bessere Team. Alexander Biedermann nutzte eine Vorlage Nicklas Kuppers zum 1:0-Führungstreffer (19.). „Anfangs haben wir uns schwer getan, waren nach dem 1:0 aber sehr gut im Spiel und führten verdient zur Halbzeit“, sagte Rubeck.

Dass er seine Truppe gut auf den Aufstiegsaspiranten eingestellt hatte, wurde im weiteren Verlauf deutlich. Die Gastgeber bissen sich an der SC-Defensive die Zähne aus. Aber auch fußballerisch wurde das Spiel etwas in Mitleidenschaft gezogen. Viele Unterbrechungen durch teils unnötige Fouls im Mittelfeld ließen keinen geordneten Spielaufbau zu.

Wäre der Schuss von Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 in der 47. Minute nicht im letzten Moment von Völklingens Keeper Sebastian Buhl von der Linie gekratzt worden, hätten die Gäste dem weiteren Verlauf entspannter entgegensehen können. Weil aber auch Brechtels Kameraden in der Folge ihre Chancen, auf 2:0 zu erhöhen, nicht nutzen konnten, wurde es in der Schlussphase noch einmal spannend. „In der zweiten Hälfte hatten wir das Spiel lange Zeit im Griff, das Gegentor war zu diesem Zeitpunkt unnötig“, stellte Rubeck fest.

Kurz vor dem Ausgleich gab es mit der Gelb-Roten Karte für Verteidiger Lukas Hartlieb
Lukas Hartlieb
 den ersten Rückschlag. Nur eine Minute später bekam die noch nicht formierte Abwehr von Zimmermann die Quittung. In Unterzahl fiel es den Hauensteinern in der Schlussphase schwer, noch einmal Offensivakzente zu setzen. Das sah Rubeck nicht anders: „Wir sind gut angelaufen und haben gut verteidigt. Dass es nach dem Platzverweis vor allem nach vorne schwierig wird, war uns bewusst.“

Mit Blick auf den guten Hauensteiner Auftritt musste sich auch Gästetrainer Günter Erhardt mit dem Remis zufrieden geben: „Es war uns von vorneherein klar, dass sich die Hauensteiner angesichts ihrer aktuellen Lage gut präsentieren wollen. Uns hat vorne die letzte Konsequenz gefehlt. So müssen wir am Ende mit dem Punkt leben“, sagt der 56-Jährige.

In der Tabelle konnte sich der Sport-Club mit dem Punktgewinn bis auf den elften Tabellenplatz vorschieben. Bei nur einem Punkt Vorsprung auf den drittletzten aus Neunkirchen, der zudem noch ein Nachholspiel zu absolvieren hat, ist aber Vorsicht geboten. Hauenstein ist nun bereits im fünften Spiel in Folge ungeschlagen und konnte aus den letzen vier Gastspielen sechs Punkte mitnehmen, der Aufwärtstrend setzt sich also fort.

Quelle
Ausgabe     Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 49
Datum     Montag, den 27. Februar 2017
Seite     17

SC Hauenstein - Rot-Weiß Koblenz 0:0 - 10.12.2016

Zum Ausklang des Jahres 2016 erreichte unsere Mannschaft im Nachholspiel der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar ein 0:0-Unentschieden gegen den starken Aufsteiger RW Koblenz. Unsere Mannschaft hatte sich viel vorgenommen und wollte das Jahr mit einem Dreier beenden, doch die Gäste hielten von Anfang an dagegen und verdienten sich auch letztlich den Punktgewinn. Auf dem schwer zu bespielenden Rasen im Stadion am Neding hatten die Spieler große Standprobleme, waren vernünftige Kombinationen kaum möglich, weshalb sich ein kampfbetontes Spiel entwickelte, in dem beide Teams verbissen gegeneinander ankämpften. Koblenz störte ganz früh, setzte immer wieder auf schnelles Umschaltspiel und zeigte auch eine körperliche Robustheit in den Zweikämpfen. Unsere Mannschaft brauchte daher eine etwas lange Anlaufzeit, um sich auf das Spiel der Gäste einzustellen, was erst in der Mitte der ersten Spielhälfte gelang. Nach 23 Spielminuten eröffnete sich dem SCH-Team dann auch ein glasklare Torchance, als Alexander Biedermann mit einem klugen Pass in die Schnittstelle der Abwehr eingesetzt wurde, doch alleine vor dem Keeper der Gäste brachte er den Ball an diesem zwar vorbei, verfehlte aber auch das Tor ganz knapp. Vier Minuten später hatte unsere Mannschaft dann Glück, dass Gästeangreifer Hendrik Hillen nur den Pfosten des SCH-Tores traf, nachdem die SCH-Abwehr zuvor im Zweikampf nicht gut ausgesehen hatte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff (45.) wurde dann Hillen nach mehreren harten Fouls mit Gelb/Rot vom Platz gestellt. Die Dezimierung der Gäste konnte der SCH aber nicht zu einem Torerfolg nutzen. Lediglich Maximilian Albrecht hatte in der 47. Minute eine Tormöglichkeit, sein Schuss aus 12 Metern ging aber über das Tor. Die Gäste verteidigten in der zweiten Spielhälfte mit Mann und Maus und sehr engagiert und ließen unsere Elf zu keinen weiteren Torchancen mehr kommen. Da Koblenz in Hälfte zwei wegen der praktizierten totalen Defensive keinerlei Torgefahr mehr ausstrahlte, blieb es bis zum Schlusspfiff beim 0:0-Unentschieden. Damit überwintert unsere Mannschaft auf dem 11. Platz der Tabelle, wird aber nach der Winterpause alles in die Waagschale werfen müssen, um am Ende der Runde den angestrebten Nichtabstiegsplatz auch zu erreichen.         /mk/


Spielstatistik

SC Hauenstein: Urban-Klück-Hartlieb-Kupper (ab 62. Lehner)-Biedermann-Schwehm-Srzentic (ab 74. Haag)-Brechtel-Abele-Rösner-Albrecht (ab 66. Schacker)
Trainer: Peter Rubeck
Weitere Auswechselspieler: Christof Seibel
Christof Seibel
, Scherpf, Herrmann, Little (TW)

Rot-Weiß Koblenz: Oost-Lauer-Meinert-Krämer-Loulouga-Kling (ab 46. Barut)-Kaya (ab 83. Karalalek)-Fritsch-Miles (90+1. Altin)-Masala-Hillen
Trainer: Fatih Cift
Weitere Auswechselspieler: Wolf, Gerharz (TW)

Tore: Fehlanzeige
Gelbe Karten: Schwehm / Krämer, Kaya, Fritsch, Hillen
Gelb/Rote Karte: ----- / Hillen (45.)
Schiedsrichter: Vincent Becker (Bliesransbach / Saarland)            
SRA: Martin Grill, Jonas Schwinn
Zuschauer: 180




Vizemeister überwintert auf Rang elf

FUSSBALL-OBERLIGA: SC Hauenstein nutzt bei 0:0 gegen Aufsteiger RW Koblenz 45-minütige Überzahl nicht – Kein schönes Spiel

Von Peter Seibel

Der SC Hauenstein überwintert in der Fußball-Oberliga auf dem elften Tabellenplatz. Das 0:0 am Samstag zu Hause gegen Aufsteiger RW Koblenz ließ den Sportclub vier Ränge nach oben rücken.
Der Vizemeister der beiden vergangenen Saisons hat damit erstmals seit Wochen die Abstiegszone verlassen. Hauenstein führt eine Gruppe von fünf punktgleichen Teams mit jeweils 23 Punkten an. „Wir wissen, dass wir uns nicht ausruhen können und dass noch einiges zu tun ist“, beschreibt SCH-Trainer Peter Rubeck die Lage. Er stellt aber auch die positiven Aspekte heraus. „Wir haben aus den letzten vier Partien acht Punkte geholt und sind so lange auch ungeschlagen. Wir haben gegen einen starken Gegner zu null gespielt und kaum etwas zugelassen. Mit dem Engagement der Spieler bin ich total zufrieden.“Natürlich legte der erfahrene Coach auch den Finger in die „Wunde“. Schließlich hatte seine Mannschaft nach Gelb-Rot für den Koblenzer Angreifer Hendrik Hillen in der 45. Minute eine Halbzeit mit einem Mann mehr gespielt und dabei keine echte Torgelegenheit generieren können. „Das Unentschieden ist gerecht, weil wir es in Überzahl nicht hinbekommen haben, Chancen herauszuspielen“, bemängelte Rubeck. Im zweiten Durchgang schaffte es nur Hauensteins Rechtsverteidiger Lukas Hartlieb
Lukas Hartlieb
 einmal, nach schöner Ballstafette auf die Grundlinie im Koblenzer Strafraum zu kommen. Doch ein Rot-Weißer blockte seine scharfe Hereingabe im letzten Moment ab.

Gäste-Trainer Fatih Cift bewertete die Begegnung folgendermaßen: „Das Spiel war wie der Platz – schlecht!“ Diese Bewertung traf weitgehend zu. Der Rasen unter dem Neding war an der Oberfläche uneben und seifig, darunter noch gefroren. Ansehnliche Spielzüge gab es kaum. „Spielerisch war heute sicherlich noch Luft nach oben. Aber der Platz hat nicht viel mehr zugelassen. Und ich habe schon gegen schlechtere Gegner als Koblenz gespielt. Wenn wir gewonnen hätten, wäre vielleicht wieder alles Friede, Freude, Eierkuchen gewesen. Wir wissen jetzt, dass es nur so geht“, sagte Hauensteins Kapitän Sandro Rösner
Sandro Rösner
. Sein Kollege in der Innenverteidigung, Daniel Klück
Daniel Klück
, hieb in die gleiche Kerbe. „Das war kein ansehnliches Spiel auf einem schweren Platz gegen einen tief stehenden Gegner. Heute war es wichtig, kein Gegentor zu kriegen“, befand Klück.

Hauensteins Offensivbemühungen, meist hoch in den Koblenzer Strafraum geschlagene Bälle, endeten fast alle am Koblenzer „Abwehr-Funkturm“ Jonas Lauer. Die klarste Torgelegenheit der Partie besaßen die Gäste nach 27 Minuten. Derrick Miles bediente Hillen, dieser brachte den Ball auch am herausstürzenden SCH-Schlussmann Kevin Urban
Kevin Urban
 vorbei, traf zum Glück für Hauenstein aber nur den Pfosten.

Die beste Hauensteiner Gelegenheit vergab Angreifer Alexander Biedermann (23.). Von Maximilian Albrecht geschickt in Szene gesetzt, überlupfte Biedermann Gästekeeper Tobias Oost. Doch der Ball flog einen Meter neben das Tor.

„Am Ende muss man mit dem Punkt auch mal zufrieden sein. Nach dem Spielverlauf war das gerecht“, befand Hauensteins Teammanager Jürgen Lejeune.

Quelle
Ausgabe     Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 289
Datum     Montag, den 12. Dezember 2016
Seite     19

FC Karbach - SC Hauenstein 2:2 (1:1) - 03.12.2016

Mit einem beachtenswerten 2:2-Unentschieden beim bisherigen Tabellenzweiten in Karbach konnte unsere Mannschaft ihren Aufwärtstrend unter Trainer Peter Rubeck bestätigen, rangiert aber immer noch auf einem Abstiegsplatz. Im Westerwald verdiente sich das SCH-Team den Punktgewinn durch eine disziplinierte und engagierte Gesamtleistung. Von Beginn an war zu sehen, dass sich unsere Jungs viel vorgenommen hatten und nicht bereit waren, beim haushohen Favoriten kampflos die Punkte abzugeben. Da beide Teams großen Wert auf eine kompakte Abwehrleistung legten, waren Torgelegenheiten an diesem kalten Nachmittag recht selten. Dennoch schafften es die Platzherren, in der 39. Minute in Führung zu gehen, als nach einem Einwurf David Eberhardt zur Stelle war und den Ball ins SCH-Gehäuse beförderte. Unsere Elf ließ sich aber nicht aus dem Tritt bringen und schlug noch vor dem Pausenpfiff zurück. In der 45. Minute nämlich zirkelte Niklas Kupper
Niklas Kupper
 eine Freistoßflanke auf den Kopf von Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
, doch FCK-Torwart Florian Bauer konnte den Ball gerade noch abwehren. Srzentic schaltete von allen Spielern dann im Strafraum am schnellsten und brachte im zweiten Versuch den Ball über die Linie zum verdienten 1:1-Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel war unsere Mannschaft weiterhin gut im Spiel und konnte sogar den 2:1-Führungstreffer erzielen (54.) Dabei hatte Maximilian Albrecht eine Unaufmerksamkeit des FCK-Torwarts geschickt ausgenutzt, den Ball erobert und passgenau zu Alexander Biedermann gespielt, der keine Mühe hatte, den Ball ins Tor des FC Karbach zu schießen. Die Gastgeber erhöhten nunmehr den Druck auf das SCH-Tor, doch zunächst stand die Deckung unseres Teams noch richtig gut. Wieder war es dann aber eine Unachtsamkeit, die zu einem weiteren Tor führte. Diesmal war aber unsere Mannschaft im Nachteil, weil Alexander Biedermann den lang aufgeschossenen Innenverteidiger der Hausherren, Julian Hohns, nicht entscheidend am Kopfball hindern konnte. Dessen Kopfstoß landete letztlich zum 2:2 im SCH-Gehäuse (72.) In der restlichen Spielzeit gaben sich beide Mannschaften mit dem Unentschieden zufrieden, das man letztlich durchaus als Achtungserfolg für die Blau-Weißen des SCH verbuchen kann.        /mk/


Spielstatistik

FC Karbach: Bauer-Lukas Klappert-Hohns-Eberhardt-Rinker (ab 70. Göderz)-Puttkammer-Köppen-Sören Klappert-Junk (ab 70. Klasen)-Gietzen-Jakobs (ab 88. Kunz)
Trainer: Torsten Schmidt
Weitere Auswechselspieler: Flaßhaar, Wirtz, Platten, Schmitt (TW)

SC Hauenstein: Urban-Klück-Hartlieb-Kupper (ab 79. Christof Seibel)-Biedermann (ab 89. Bormeth)-Kevin Schwehm-Srzentic-Brechtel-Abele-Rösner-Albrecht (ab 75. Schacker)
Trainer: Peter Rubeck
Weitere Auswechselspieler: Lehner, Haag, Scherpf, Little (TW)

Tore: 1:0 (39.) David Eberhardt / 1:1 (45.) Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 / 1:2 (54.) Alexander Biedermann / 2:2 (72.) Julian Hohns
Gelbe Karten: Lukas Klappert, Hohns, Jakobs / Schwehm, Albrecht, Christof Seibel
Schiedsrichter: Matthais Edrich (St. Wendel-Bliesen / Saarland)          SRA: Yannik Zeyer, Jannick Geis
Zuschauer: 227




Punktgewinn in Karbach

FUSSBALL-OBERLIGA: SCH holt 2:2 beim Tabellendritten

Von Michael Bongard

Der SC Hauenstein steht in der Fußball-Oberliga weiterhin auf einem Abstiegsplatz. Das ist aber die einzige schlechte Nachricht nach dem respektablen 2:2 (1:1) beim Tabellendritten FC Karbach.
Mit einem Sieg im Nachholspiel am Samstag (14.30 Uhr) gegen Rot-Weiß Koblenz kann der SCH die Abstiegszone pünktlich zum Beginn der Winterpause verlassen. Das ist das Ziel von Peter Rubeck, der auch nach seinem zweiten Spiel als SCH-Trainer Lob von allen Seiten erhielt. „Peters Handschrift hat sich schnell bemerkbar gemacht“, sagte etwa Teammanager Heiko Magin. Kapitän Sandro Rösner
Sandro Rösner
 ergänzte: „Seit der neue Coach da ist, stehen wir viel besser und sind gefestigter.“Rubeck nahm die Worte gerne auf: „Es gibt jetzt eine klare Ansage, wie wir spielen wollen. Die Mannschaft ist nicht einfach, weil sie auch einige Charaktere drin hat, die nicht einfach sind. Aber bisher marschieren sie.“

Das war auf dem Karbacher Quintinsberg nicht zu übersehen. Auch der 0:1-Rückstand durch David Eberhardt (39.) beeindruckte die Hauensteiner nicht sonderlich, auch wenn Rubeck ein wenig mithelfen musste. In der 42. Minute meckerte der „Dauer-Kommentierer“ so lange mit dem saarländischen Schiedsrichter Matthias Edrich, bis der ihn hinter die Bande verwies.

Zwei Minuten nach Rubecks Rauswurf glich Hauenstein aus. Im zweiten Versuch drückte Andjelo Srzentic eine Freistoßflanke von Niklas Kupper
Niklas Kupper
 zum 1:1 über die Linie (44.). Hauenstein wurde immer stärker und kam dem Ideal, wie Rubeck spielen lassen will („körperlich, aggressiv, diszipliniert“), nach dem Kabinengang immer näher. Nach einem Fauxpas von Karbachs Keeper Florian Bauer, der sich von Maximilian Albrecht den Ball abluchsen ließ, markierte Alexander Biedermann das 2:1 für die Gäste (54.).

Biedermann wurde aber in der 72. Minute zum Buhmann für Rubeck, weil sein Gegenspieler Julian Hohns per Kopf nach einem Freistoß das 2:2 erzielte. „Das Gegentor ärgert mich“, grantelte Rubeck in Richtung Biedermann: „Das kann ich nicht akzeptieren. Es gab eine klare Zuordnung bei den Standards, die wurde nicht eingehalten.“

Ansonsten machte er seiner Elf ein „Riesenkompliment“ für den Punktgewinn beim immer mehr schwächelnden Ex-Spitzenreiter Karbach (nur sieben Punkte aus den vergangenen sieben Begegnungen). FC-Trainer Torsten Schmidt verkündete übrigens Überraschendes in Bezug auf die Ambitionen des Hunsrück-Klubs: „Regionalliga ist in Karbach nicht machbar. Damit tun wir uns keinen Gefallen. Das sage ich ganz deutlich.“ So kann man sich auch aus dem Titelrennen verabschieden.

Quelle
Ausgabe     Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 283
Datum     Montag, den 5. Dezember 2016
Seite     19

SC Hauenstein - TSG Pfeddersheim 3:1 (2:0) - 26.11.2016

Der Einstand von Neutrainer Peter Rubeck ist geglückt. Mit 3:1 besiegte unsere Mannschaft den starken Gast aus Pfeddersheim und ergatterte somit drei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Trotz des Sieges rangiert unsere Mannschaft aber immer noch auf einem Abstiegsplatz. Die Zuschauer im Stadion am Neding sahen ein richtig gutes Oberligaspiel, in dem sich beide Teams nichts schenkten und mit hohem Körpereinsatz spielten. Dabei glückte unserer Mannschaft ein Start nach Maß. Schon nach acht Spielminuten hämmerte Maximilian Albrecht einen Freistoß aus 18 Metern unhaltbar ins Tor der Gäste. Ein Treffer Marke Tor des Monats. Schon sechs Minuten später schaffte Maximilian Albrecht gar das 2:0, wobei er von einem Fehler des TSG-Keepers Bakary Sanyang profitierte und den Ball nur noch ins leere Tor schieben musste. Die Gäste aus Pfeddersheim brauchten danach einige Zeit, um sich von dem Schock der frühen Gegentore zu erholen. Mitte der ersten Hälfte kamen die Gäste dann immer besser auf und zeigten, dass sie nicht gewillt waren, dem SCH den Sieg zu überlassen. Doch die SCH-Defensivarbeit stimmte endlich einmal wieder, denn jeder Akteur war bereit, auch die Wege nach hinten zu gehen und auch im Zweikampfverhalten zeigte sich die Mannschaft stark verbessert und willig. So entwickelte sich ein ansehnliches Spiel, in dem aber auch technische Momente nicht zu kurz kamen. In der 21. Minute verpasste der aufgerückte Daniel Klück
Daniel Klück
 nach einem Freistoß von Albrecht knapp einen weiteren SCH-Treffer, während auf der Gegenseite SCH-Keeper Kevin Urban
Kevin Urban
 bei einem Schuss von Mathias Tillschneider (34.) zur Stelle war. In Hälfte zwei hatte zunächst Niklas Kupper
Niklas Kupper
 in der 55. Minute die große Chance frühzeitig alles klar zu machen, scheiterte aber alleine vor dem Tor an Gästekeeper Sanyang, der per Fußabwehr klärte. Beide Teams kämpften weiterhin verbissen um den Erfolg, den schließlich in der 81. Minute Alexander Biedermann für den SCH klar machte. Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 lief zunächst alleine auf den Gästekeeper zu, scheiterte aber an diesem, doch Alexander Biedermann war zur Stelle und beförderte den Ball ins Gästetor. Der 3:1-Anschlusstreffer der Gäste durch Andreas Buch (85.) war dann letztlich nur noch Ergebniskosmetik. Das SCH-Team zeigte eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber den letzten Spielen und hatte daher den Sieg auch völlig verdient.      /mk/


Spielstatistik

SC Hauenstein: Urban-Klück-Hartlieb-Kupper (ab 77. Lehner)-Biedermann-Schwehm-Srzentic (ab 64. Christof Seibel)-Brechtel-Abele-Rösner-Albrecht (ab 57. Schacker)
Trainer: Peter Rubeck
Weitere Auswechselspieler: Haag, Bormeth, Herrmann, Fahr (TW)

TSG Pfeddersheim: Sanyang-Bundenthal-Krist-Bräuner-Tillschneider-Köse-Klotz-Ludwig-Scherer (ab 64. Wörzler)-Buch-Litzel
Trainer: Norbert Hess
Weitere Auswechselspieler: Streib, Lutz, Morina, Di Silvestre, Noack (TW)

Tore: 1:0 (8.) Maximilian Albrecht / 2:0 (14.) Maximilian Albrecht / 3:0 (81.) Alexander Biedermann / 3:1 (85.) Andreas Buch
Gelbe Karten: Hartlieb, Kupper, Abele / Bundenthal, Bräuner, Ludwig, Scherer
Schiedsrichter: Julian Marx (Merschweiler / Saarland)            
SRA: Tim Gillen, Jürgen Hoffmann
Zuschauer: 220



SCH ist kaum wiederzuerkennen

FUSSBALL-OBERLIGA: Überzeugendes 3:1 in erstem Spiel unter Trainer Rubeck

Von Peter Seibel

Im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Peter Rubeck, dem ebenso verdienten wie hart erkämpften 3:1 (2:0) gegen eine starke TSG Pfeddersheim – RHEINPFALZ am SONNTAG informierte –, waren die Oberligafußballer des SC Hauenstein gegenüber den mäßigen Heimauftritten in der Vorrunde kaum wiederzuerkennen.
Von Rubeck lautstark dirigiert, agierte der SCH flexibel und rückte dem Gegner von Beginn an aggressiv zu Leibe. In der Viererkette verteidigten die Außenverteidiger Kevin Schwehm
Kevin Schwehm
 und Lukas Hartlieb
Lukas Hartlieb
 meist sehr hoch. Bei Ballbesitz rückte oft Marcel Abele zurück zu Daniel Klück
Daniel Klück
 und Sandro Rösner
Sandro Rösner
, bildete so eine Dreierkette, während sich Schwehm und Hartlieb mit in den Angriff einschalteten. Stoßstürmer Alexander Biedermann wurde vom engagierten Niklas Kupper
Niklas Kupper
 und dem spielfreudigen Maximilian Albrecht unterstützt. Als die Kräfte nachließen, brachte Rubeck die Youngster Christof Seibel
Christof Seibel
, Kai Schacker
Kai Schacker
 und Marius Lehner, die mit ihrer Schnelligkeit für neuen Schwung sorgten. „Die Mannschaft war sehr gut eingestellt, und vor allem war einer für den anderen da“, stellte Co-Trainer Ronny Fahr fest. Ein früherer Hauensteiner ebnete dem SCH den Weg zum Erfolg. Pfeddersheims Keeper Bakary Sanyang sah bei Albrechts Freistoßtreffer zum 1:0 (8.) schon nicht gut aus, lieferte dann mit einem katastrophalen Abstoß gar die Vorlage zu Albrechts 2:0 (14.). „Meine Mannschaft hat vieles richtig gemacht, aber die ersten beiden Gegentore waren natürlich fürchterlich“, merkte TSG-Coach Norbert Hess an.

Das 3:0 erzielte neun Minuten vor dem Ende der ungemein laufstarke, aber bis dahin glücklose Biedermann, nachdem zunächst Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 nach Schackers Pass an Sanyang gescheitert war. „Es war heute wichtig, kompakt zu stehen. Das Tor habe ich mit allerletzter Kraft gemacht. Aber ich habe es mir, glaube ich, auch verdient“, sagte der völlig ausgepumpte Biedermann.

Fast hätte im ersten Spiel unter Rubeck zum erst zweiten Mal in dieser Saison die Null gestanden. Doch nach Christopher Ludwigs Freistoß kam SCH-Keeper Kevin Urban
Kevin Urban
 zu zögerlich raus, der Ball sprang von einem Hauensteiner Spieler an die Brust des Pfeddersheimers Andreas Buch und von dort ins Tor.

„Ich bin sehr zufrieden. Wir haben sehr gut dagegengehalten“, sagte der offensichtlich gut gelaunte SCH-Präsident Carl-August Seibel. Teammanager Jürgen Lejeune lobte: „Da waren Zug und Einstellung drin. Die Handschrift des neuen Trainers ist zu erkennen.“ Rubeck sah „spielerisch noch Luft nach oben“, aber: „Man hat schon das eine oder andere gesehen, was wir eingeübt haben. Die Mannschaft hat jetzt drei Wochen sehr gut gearbeitet. Kompliment!“ Sprach’s und gestand seinem Team zwei freie Tage zu. Direkt nach dem Spiel hatte Rubeck sowohl für die nicht eingewechselten als auch die eingewechselten Ersatzspieler noch einige Steigerungsläufe angeordnet ...

Quelle
Ausgabe     Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 277
Datum     Montag, den 28. November 2016
Seite     19

FC Hertha Wiesbach - SC Hauenstein 1:3 (0:1) - 05.11.2016

Einen nicht erwarteten Auswärtssieg konnte unser Team beim Tabellendritten in Wiesbach erringen. Dabei hatte die SCH-Mannschaft auch das Glück, das in den letzten Spielen so oft gefehlt hatte. Auf dem schwierig zu bespielenden Kunstrasenplatz in Wiesbach wusste das SCH-Team insbesondere in kämpferischer Hinsicht zu überzeugen, wenngleich spielerisch noch Luft nach oben vorhanden ist. Gut auch die Effektivität der Blau-Weißen, die mit der ersten Gelegenheit auch das 1:0 erzielen konnten (30.). Dabei profitierte unser Torschütze Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 von einem groben Fehler des Wiesbacher Torhüters Julian Wamsbach, der einen abgefangenen Ball schnell nach vorne spielen wollte, dabei aber einen Mitspieler am Rücken traf, von wo der Ball genau vor die Füße von Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 fiel, der keine Mühe hatte, den Ball ins leere Tor zu befördern. Die Gastgeber reagierten auf den Rückstand mit wütenden Angriffen, die aber immer wieder in der SCH-Abwehr hängen blieben oder aber von Kevin Urban
Kevin Urban
 im SCH-Tor zunichte gemacht wurden. Mit der zweiten Chance glückte unserer Mannschaft dann in der 61. Spielminute gar das 0:2 durch den erst Sekunden vorher eingewechselten Alexander Biedermann, der ein feines Zuspiel von Marcel Bormeth
Marcel Bormeth
 aufnahm, alleine auf das Hertha-Tor zusteuerte und die Nerven hatte, den Ball am Torhüter vorbei ins Netz zu zirkeln. Unsere Mannschaft hatte die Gratulationscour zum 2:0 noch nicht richtig beendet, da stand es plötzlich nur noch 2:1. Kevin Urban
Kevin Urban
 und Kapitän Sandro Rösner
Sandro Rösner
 agierten zu unentschlossen und Patrick Ackermann war zur Stelle und traf zum Anschlusstreffer (62.). Das Spiel stand jetzt auf der Kippe. Wiesbach stürmte und unsere Mannschaft verteidigte leidenschaftlich. Gegen die geöffnete Abwehr der Gastgeber setzte der SCH dann in der 90. Spielminute den entscheidenden Konter. Christof Seibel
Christof Seibel
 bediente Alexander Biedermann mustergültig, der den entscheidenden Treffer zum 3:1 markieren konnte. Dabei blieb es dann bis zum Schlusspfiff des guten Schiedsrichters Manuel Biesemann und unsere Akteure konnten endlich wieder einmal einen Auswärtssieg bejubeln. Dennoch rangiert unsere Mannschaft immer noch auf einem Abstiegsplatz und muss in den kommenden Partien die Leistung weiter steigern, will sie in der Tabelle ins gesicherte Mittelfeld vorrücken.        /mk/


Spielstatistik


FC Hertha Wiesbach: Wamsbach-Lück-Schmidt-Patrick Ackermann-Veeck (ab 57. Yalcin)-Recktenwald-Sieger-Urnau (ab 82. Alles)-Neumeier-Becker-Runco
Trainer: Michael Petry
Weitere Auswechselspieler: Schöneberger, Schneider, Quirin (TW)

SC Hauenstein: Urban-Klück-Hartlieb-Kupper-Kevin Schwehm-Haag (ab 59. Biedermann)-Srzentic (ab 76. Christof Seibel)-Brechtel (ab 52. Bormeth)-Abele-Rösner-Albrecht
Trainer: Heiko Magin / Ronny Fahr
Weitere Auswechselspieler: Dauenhauer, Scherpf, Fahr (TW)

Tore: 0:1 (30.) Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 / 0:2 (61.) Alexander Biedermann / 1:2 (62.) Patrick Ackermann / 1:3 (90.) Alexander Biedermann
Gelbe Karten: Veeck, Runco / Albrecht
Schiedsrichter: Manuel Biesemann (Wadern / Rheinland)         
SRA: Arndt Collmann, Michael Müller
Zuschauer: 180



Letzte Bank-Schicht zwischen Glück und Infarkt

FUSSBALL-OBERLIGA: SC Hauensteins Heiko Magin feiert zum Ende seiner Trainer-Phase 3:1-Sieg in Wiesbach

Von Christian Hamm

Wild fuchtelnd wippte Heiko Magin auf dem schmalen Grat zwischen Infarkt und Glückseligkeit herum. Schwankte nach einer guten Stunde erst nach vorn (in Richtung Glück), dann aber flugs wieder zurück. In Minute 89 kippte der Coach endgültig nach vorn. Geschafft: Der 3:1 (1:0)-Erfolg des im Oberliga-Keller umher geisternden SC Hauenstein bei Hertha Wiesbach (RHEINPFALZ am Sonntag informierte) war für Interims-Trainer Magin auch ein ganz persönlicher Erfolg.
Es waren doch weit mehr als nur Hoffnungsfunken, die die SCH-Kicker an einem arg trüben Novembertag beim Saar-Club des Vorderpfälzer Trainers Michael Petry gezündet haben. Bleibt die Darbietung keine Eintagsfliege, kriegt der SC Hauenstein mit Sicherheit noch mal die Kurve. Fußball-Feuerwerk ist anders, jedoch haben Einstellung und Einsatzfreude gestimmt. Und: Die nach schon jetzt vermurkster Hinrunde nicht selten verunsichert auftretenden Hauensteiner Kicker bewiesen in den entscheidenden Momenten Eiseskälte: „Vier Schüsse aufs Tor. Einer übern Fangzaun, die anderen drin“, ärgerte sich Michael Petry über des Gegners Effizienz. „Glück hat nur der Tüchtige. Und wir waren heute richtig tüchtig“, hatte Magin festgestellt, ehe er erst zehn Minuten nach Schlusspfiff das Kunstgrün verließ. Zuvor hatte der „Häschder“ Mann für alle Fälle noch seine Freude in den Mannschaftskreis hinein gebrüllt, dann mit Teammanager Jürgen Lejeune und – jawohl – Peter Rubeck gefachsimpelt. Sollte gestern ein wichtiges Stück Papier aus Trier ins SCH-Haus geflattert sein, ist der Weg für Rubeck frei. Am Samstag in Wiesbach stand die Besiegelung noch aus. „Noch ist nix sicher“, wollte der Ex-Trainer des Regionalligisten Trier bremsen. Magin aber galoppierte in der Pressekonferenz schon mal voraus: „Peter übernimmt am Montag.“

Die Spieler haben Magin zum Abschied von der Bank ein Geschenk in Form dreier immens wichtiger Punkte gemacht – stibitzt immerhin beim Liga-Dritten. Im ProWin-Stadion hat der SCH allerdings immer gut ausgesehen, jetzt zum dritten Mal in Serie dort gesiegt, beim ersten Aufeinandertreffen überhaupt 4:4 gespielt. In einer hochdramatischen Partie, an die sich fast genau drei Jahre noch jeder erinnert, der dabei war. Aus der damaligen Elf ist allein Daniel Klück
Daniel Klück
 übrig geblieben. „Heute hatten wir mal das Glück“, meinte der Innenverteidiger mit Blick auf die Führung. Keeper Julian Wamsbach hatte nach verpufftem Angriff schnell aufbauen wollen, die Kugel beim Abschlag aber seinem eigenen Abwehrmann an den Hintern gefeuert. Den an der Strafraumgrenze trudelnden Ball grätschte Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 mit langem Bein ins leere Tor. Wenig mit Glück zu tun hatten indes die zwei Glanz-Szenen von Alexander Biedermann. Eiskalt lochte er ein. Doppelt getroffen hat der Stürmer zuletzt „vor zwei Jahren, für Sandhausen. Sogar ein Hattrick“, sagte Biedermann, hocherfreut über sein Erfolgserlebnis, mehr noch über die Punkte.

Handgestoppte 65 Sekunden war Biedermann erst auf dem Feld, als er in der 60. Minute auf Wamsbach zupreschte und einlochte. Auf den Weg geschickt hatte ihn Marcel Bormeth
Marcel Bormeth
, nach 52 Minuten für den verletzten Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 gekommen. Bormeth spielte bärenstark; was er machte, hatte Hand und Fuß. Ebenso präsent: Christof Seibel
Christof Seibel
, der für den ebenfalls heim humpelnden Srzentic gekommen war. Seibel markierte den Assist beim 3:1 kurz vor Schluss. Alle drei Joker stachen – Magin war glücklich.

Sein Beinahe-Infarkt war unmittelbar dem 2:0 gefolgt: Der sonst starke Keeper Kevin Urban
Kevin Urban
 und Sandro Rösner
Sandro Rösner
 zauderten, Patrick Ackermann traf zum Anschluss. Doch es brannte nichts mehr an. „Verdient, der Sieg“, fand Magin. „Nö“, meinte Petry. Und Peter Rubeck? „Stark gemacht. Gut gekämpft, war prima. Aber da ist noch das ein oder andere zu verbessern.“ Klar. Damit fängt er wohl heute an.

Quelle
Ausgabe     Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 259
Datum     Montag, den 7. November 2016
Seite     19

SC Hauenstein - SV Morlautern 2:3 (1:1) - 29.10.2016

Eine insgesamt erneut unglückliche Niederlage musste unsere Mannschaft zu Hause gegen Aufsteiger SV Morlautern hinnehmen. Damit wird die Abstiegsgefahr für unser Team immer größer. Bei bestem Fußballwetter legten beide Mannschaften zunächst viel Wert auf die Defensive. Der SCH war spielerisch deutlich besser, was die Gäste mit oftmals rustikalem Einsatz ausglichen. Dabei versäumte es der in Hauenstein erneut schwach agierende Schiedsrichter Timo Klein aus Neunkirchen, die Härten der Gäste rechtzeitig und auch konsequent zu unterbinden. Dadurch ließ sich unsere Mannschaft etwas „den Schneid abkaufen“. Wie aus dem Nichts gingen die Gäste in der 33. Minute dann sogar in Führung. Erstmals vor dem SCH-Tor flankte Felix Horn nach innen, wo Kevin Olali frei stand und keine Mühe hatte, den Ball zum 0:1 einzuköpfen. Allerdings stand Olali dabei klar im Abseits, was das Schirigespann einfach übersah. Unsere Mannschaft ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen und dominierte weiter das Spiel. Der Lohn dafür war der 1:1-Ausgleichstreffer von Maximilian Albrecht, der einen Schuss aus 12 Metern herrlich in den Torwinkel schlenzte (42.). Nur zwei Minuten später hätte Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 das 2:1 einfach machen müssen, doch er schob den Ball aus kurzer Entfernung nur an den Pfosten. Besser machte es nach 63 Spielminuten dann aber Niklas Kupper
Niklas Kupper
, der keine Mühe hatte, eine feine Hereingabe von Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 zum 2:1 über die Linie zu drücken. Unsere Mannschaft wollte jetzt die Entscheidung und hatte Pech, dass Maximilian Albrecht mit einem Schuss nur die Latte des Gästetores traf (66.). Die Offensivbemühungen unserer Mannschaft wurden auch in der Folge nicht belohnt, sondern eher hart bestraft. Unsere Mannschaft verlor mehr und mehr die Ordnung auf dem Spielfeld und das Defensivspielspiel wurde nach Harakiri-Art ausgeführt. Dies nutzte der SV Morlautern eiskalt zu Kontern. Zunächst half aber Schiedsrichter Timo Klein nochmals mächtig mit, als er einen völlig unberechtigten Strafstoß für Morlautern pfiff. Maurice Roth war dies aber egal und verwandelte sicher zum 2:2 (70.). In der 79. Minute fiel dann sogar der Siegtreffer für Morlautern zum 2:3, als die SCH-Deckung einmal mehr nicht zu sehen war und André Sasse einen Konter erfolgreich abschließen konnte. Die weiteren Bemühungen des SCH-Teams waren zu einfallslos und uninspiriert, sodass der erhoffte Ausgleichstreffer nicht mehr gelang.            /mk/


Spielinformationen

SC Hauenstein: Urban-Klück-Hartlieb (ab 70. Haag)-Kupper-Biedermann (ab 61. Srzentic)-Schwehm-Brechtel (ab 54. Christof Seibel)-Abele-Bormeth-Rösner-Albrecht
Trainer: Heiko Magin / Ronny Fahr
Weitere Auswechselspieler: Dauenhauer, Scherpf, Schacker, Fahr (TW)

SV Morlautern: Hodel-Schwarz-Horn-Martin-Sasse-Roth-Haag (ab 46. Torun ab 63. Furxhiu)-Bicking (ab 67. Gerhard Dombaxi)-Raimundo Dombaxi-Olali-Öhler
Trainer: Karl-Heinz Halter
Weitere Auswechselspieler: Lenda Mbote, Heimler (TW)

Tore: 0:1 (33.) Kevin Olali / 1:1 (42.) Maximilian Albrecht / 2:1 (63.) Niklas Kupper
Niklas Kupper
 / 2:2 (70.) Maurice Roth (Foulelfmeter – Abele) / 2:3 (79.) André Sasse
Gelbe Karten: Hartlieb, Kupper, Brechtel, Abele, Christof Seibel
Christof Seibel
 / Schwarz, Horn, Sasse, Haag, Öhler
Schiedsrichter: Timo Klein (Neunkirchen / Saarland)            
SRA: Christian Ahr, Janik Zimmer
Zuschauer: 180



SCH steckt weiter im Abstiegskampf fest

Viertletzter nach 2:3 gegen kampfstärkeres Morlautern


Von Peter Seibel

Eigentlich wollte Fußball-Oberligist SC Hauenstein nach der Entlassung von Thomas Fichtner am 2. Oktober bis zur Winterpause mit der Verpflichtung eines neuen Chefcoachs warten. Nach dem unnötigen 2:3 (1:1) am Samstag gegen Aufsteiger SV Morlautern und damit nur vier Punkten aus vier Spielen unter Interimstrainer Heiko Magin hat offenbar ein Sinneswandel eingesetzt.

„Ich habe gerade mit dem Vorstand gesprochen. Vielleicht werden wir doch noch auf dem Trainermarkt reagieren, um nochmals einen neuen Reiz zu setzen“, sagte Magin, zugleich sportlicher Leiter des Vizemeisters der beiden vergangenen Runden, in der Pressekonferenz nach dem Morlautern-Spiel. Magin weiter: „Wir stehen jetzt hinten drin. Bis auf 20 Minuten war das heute nicht gut.“ Co-Trainer Ronny Fahr sah’s ähnlich. „Wir kriegen nicht annähernd das umgesetzt, was wir im Training üben“, sagte der sichtlich geknickte 34-Jährige, der am Samstag erneut auch Ersatztorhüter war.Die Morlauterer, die sich zu Beginn oft mit zehn Spielern an den eigenen Strafraum zurückzogen und notfalls auch vor rustikalen Tacklings nicht zurückscheuten, konnten in der Schlussphase läuferisch noch zusetzen. Bei Hauenstein dagegen ging nach dem 2:3 durch Morlauterns André Sasse (79.) kaum noch etwas. Dabei wäre der Siegtorschütze zu diesem Zeitpunkt beinahe gar nicht mehr auf dem Feld gewesen. „Bei ihm ging nicht viel. Eigentlich wollte ich nach 60 Minuten wechseln. Dann waren aber andere verletzt, und zum Glück blieb er drin. Er hat nach 70 Minuten wirklich aufgedreht“, erzählte SVM-Trainer Karl Heinz Halter.

Ein entscheidender Unterschied zwischen beiden Teams: Bis zur 79. Minute gab Morlautern vier Torschüsse ab: Drei landeten im Hauensteiner Gehäuse, einer an der Torlatte. Hauenstein dagegen versäumte es, in entscheidenden Phasen zu treffen. Nachdem Maximilian Albrecht drei Minuten vor dem Wechsel Kevin Olalis überraschende Führung (33.) mit einem schönen Schlenzer ausgeglichen hatte, versiebte Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 in der 45. Minute die Riesenchance zum 2:1. Nach sehr schönem Spielzug über Marcel Abele und Niklas Kupper
Niklas Kupper
 schoss Brechtel drei Meter vor dem leeren Tor an den Pfosten. Und in der 68. Minute vergab Albrecht die Top-Chance zum 3:1 für die Platzherren. Nach einem Konter knallte der Mittelfeldspieler den Ball freistehend an die Latte des Morlauterer Tores. „Wenn der Wurm drin ist, passiert auch noch so was. Wir haben gute Chancen ausgelassen und wieder dumme Tore kassiert“, merkte Albrecht an.

Dabei hatte Hauenstein in Minute 63 gezeigt, dass es nach wie vor Tore herausspielen kann. Eine sehenswerte Kombination über Abele und den eingewechselten Christof Seibel
Christof Seibel
 schloss Kupper aus kurzer Distanz erfolgreich ab. Doch der SCH zeigte diese Qualitäten am Samstag zu selten. Morlautern war spielerisch dem Viertletzten unterlegen und konnte auch viel weniger Ballbesitz verbuchen. Allerdings machte die Halter-Elf das vor 200 Zuschauern mit unbändigem Kampfgeist und gnadenloser Effizienz wett. „Das war eine verdiente Niederlage. Morlautern zeigte viel mehr Leidenschaft“, sagte Fahr.

Den Elfmeter, den Maurice Roth zum 2:2 (70.) verwandelte, hatte ausgerechnet der im August von Hauenstein nach Morlautern gewechselte Marcell Öhler
Marcell Öhler
 herausgeholt. „Ich war in vollem Lauf, es kam zum Kontakt, und dann fällt man eben“, beschrieb Öhler, wie es zu der harten Elfmeterentscheidung zuungunsten seiner früheren Mannschaft kam.

Quelle
Ausgabe     Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 254
Datum     Montag, den 31. Oktober 2016
Seite     19
SCH - Morlutern

Arminia Ludwigshafen - SC Hauenstein 1:1 (1:1) - 21.10.2016

Nach dem 1:1 bei Arminia Ludwigshafen steckt das SCH-Team weiter im Tabellenkeller der Liga fest und wird dort wohl auch nicht so schnell herauskommen, denn mit der Leistung der Mannschaft kann man in diesem Spiel absolut nicht zufrieden sein. Einmal mehr geriet die Mannschaft schon sehr früh in Rückstand, was offensichtlich den Gegner stärkt und unserer Mannschaft das Selbstvertrauen nimmt. Dabei sind es immer wieder individuelle Fehler, die den Gegentreffern vorangehen. Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 verlor einen Zweikampf im Mittelfeld, den man allerdings auch hätte abpfeifen können/müssen, Kevin Schwehm
Kevin Schwehm
 rutschte aus und so hatte Nico Pantano freien Weg zum SCH-Tor. Seinen Pass in die Mitte vollstreckte Salih Özdemir zur Führung der Gastgeber (4.). Das SCH-Team war in der ersten Viertelstunde nicht auf dem Platz und hatte Glück, dass Nico Pantano nach 16 Spielminuten nur den Pfosten des SCH-Tores traf. Mit der ersten Möglichkeit und dem ersten ernsthaften Angriff schaffte unser Team dann nach 20 Minuten doch den Ausgleichstreffer durch Niklas Kupper
Niklas Kupper
, der eine schöne Vorarbeit von Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 zum 1:1 abschloss. Nach dem Ausgleichstreffer kam unsere Mannschaft dann besser ins Spiel, allerdings immer noch mit einer viel zu hohen Fehlerquote im Passspiel behaftet. Die nächste Möglichkeit hatten dann wiederum die Arminen, doch Salih Özdemir scheiterte am gut reagierenden Kevin Urban
Kevin Urban
 im SCH-Gehäuse (26.). Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie dann zusehendes. Der SCH hatte große Mängel im Offensiv- und Tempospiel, während Arminia auf eine immer besser stehende SCH-Abwehr traf. Die beste Chance für den SCH in der zweiten Spielhälfte hatte Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 (58.), der aber ebenso wenig ins Tor traf wie auf der Gegenseite Ihsan Erdogan, dessen Schuss nur den Außenpfosten des SCH-Tores streifte (64.). Auch nach der Gelb-Roten Karte für Marius Lehner (74.) ließ unsere Mannschaft trotz Unterzahl keine Gelegenheit der Hausherren mehr zu. Somit blieb es beim leistungsgerechten 1:1-Unentschieden in einem Spiel auf keinem guten Niveau. Auf den SCH wartet noch viel Arbeit, will man die Abstiegsregion der Liga vorzeitig verlassen.          /mk/



Spielstatistik

Arminia Ludwigshafen: Lawall-Bakis-Dogan-Pantano-Patrick Haag-Erdogan-Özdemir (ab 80. Amberger)-Schaudt-Robin Schwehm-Lodato (ab 73. Styblo)-Pelzl
Trainer: Frank Hettrich
Weitere Auswechselspieler: Keller, Loch, Roumeliotis, Jubin, Gänsmantel (TW)

SC Hauenstein: Urban-Klück-Hartlieb-Kupper-Kevin Schwehm-Yanick Haag (ab 56. Ando)-Srzentic-Brechtel-Abele (ab 33. Lehner)-Bormeth (ab 72. Albrecht)-Rösner
Trainer: Heiko Magin / Ronny Fahr
Weitere Auswechselspieler: Dauenhauer, Biedermann, Christof Seibel
Christof Seibel
, Fahr (TW)

Tore: 1:0 (4.) Salih Özdemir / 1:1 (20.) Niklas Kupper
Gelbe Karten: Özdemir, Robin Schwehm, Pelzl / Srzentic, Abele, Lehner
Gelb/Rote Karte: ----- / Lehner (74.)
Schiedsrichter: Ingo Hess (Ramstein / Südwest)         
SRA: Hanna Schlemmer, Fabienne Michel
Zuschauer: 225





Punkteteilung nach schwacher Partie

FUSSBALL-OBERLIGA: Verunsicherter SC Hauenstein kommt bei Arminia Ludwigshafen über 1:1 nicht hinaus


Von Volker Endres

In einer schwachen Oberliga-Partie sicherte sich der SC Hauenstein gestern Abend mit einem 1:1 (1:1)-Unentschieden beim FC Arminia Ludwigshafen zumindest einen Zähler. Im Spiel zweier verunsicherter Mannschaften verpassten beide Teams die Chance auf den Sieg.
Die Partie hätte nicht schlechter für die Gäste beginnen können. „Wir waren gut eingestellt, und wir waren heiß – und dann passiert so etwas“, haderte Interims-Trainer Heiko Magin. Mit „so etwas“ meinte er die Unglückskette, die gleich nach vier Minuten zum 1:0 für die Gastgeber durch Salih Özdemir führte. Ein nicht geahndetes Foul an Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
, der im Zweikampf eine Hand ins Gesicht bekam, und Kevin Schwehm
Kevin Schwehm
, der beim Abwehrversuch wegrutschte, eröffneten Dennis Lodato die komplette rechte Seite. Lodatos Hereingabe fand in der Mitte Özdemir, der den Ball unbedrängt über die Linie drücken durfte. Gift fürs Nervenkostüm der Hauensteiner.Magin reagierte, schickte nach einer Viertelstunde Marius Lehner zum Aufwärmen und stellte in der Viererkette um: Kevin Schwehm
Kevin Schwehm
 wechselte auf die rechte Abwehrseite, war damit nicht mehr direkter Gegenspieler von Bruder Robin, der gestern seinen 20. Geburtstag feierte und der es fortan mit Lukas Hartlieb
Lukas Hartlieb
 zu tun bekam, der nach links wechselte. „Rechts bin ich heute besser ins Spiel gekommen“, befand Kevin Schwehm
Kevin Schwehm
. Das erste direkte Duell gegen seinen Bruder war damit nach einer Viertelstunde schon Geschichte. „Vielleicht sehen wir uns in der Rückrunde ja wieder“, kommentierte Robin lachend.

Nach der Umstellung lief es besser für die Hauensteiner, die bis dahin nach vorne nicht stattgefunden hatten. Niklas Kupper
Niklas Kupper
 sendete in der Offensive erste Signale (16.), zielte da aber noch zu ungenau. In der 20. Minute machte er es besser, profitierte dabei aber von der starken Vorarbeit durch Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
, der sich über die rechte Seite im schönsten Spielzug der Partie einem energischen Antritt und zwei Doppelpässen durchsetzte, Kupper den Ball maßgerecht zum 1:1-Ausgleich servierte.

Es war eine von „zwei oder drei Aktionen“ (Magin) im gesamten Spiel, bei dem die Qualität der Gäste aufblitzte. Insgesamt aber zu wenig, um im Fehlerfestival beider Mannschaften zu bestehen. Dabei tat Magin alles für mehr Sicherheit, schickte schon nach 15 Minuten Marius Lehner zum Aufwärmen, weil Marcel Abele im defensiven Mittelfeld bereits mit Gelb belastet war, wechselte nach einer halben Stunde, „weil es mir zu gefährlich war“. Letztlich kein guter Schachzug. Übermotiviert holte sich Lehner fast mit seiner ersten Aktion ebenfalls die Gelbe Karte für ein taktisches Foul – und musste 17 Minuten vor Schluss mit Gelb-Rot vom Feld.

Ärgerlich, denn bis dahin hatten die Gäste mehr vom Spiel, wirkten überlegen, ohne jedoch wirklich auf den Siegtreffer zu drücken. Zwar hatte Srzentic (49./62.) den Siegtreffer auf dem Fuß, die besseren Chancen waren aber Sache der Gastgeber. So war Salih Özdemir nach einem Stellungsfehler von Sandro Rösner
Sandro Rösner
 auf und davon, brachte den Ball aber nicht im leeren Tor unter (49.). Ihsan Erdogan traf aus bester Position nur den Pfosten (64.). Ansonsten fehlte es beiden Mannschaften im Spiel nach vorne an Präzision. Auch und gerade in der Schlussviertelstunde bei Ludwigshafener Überzahl. Aus dem 4-1-4-1 der Gäste wurde ein 4-4-1. Angebrannt ist nichts mehr. „Man hat beiden Teams die aktuelle Verunsicherung angemerkt“, befand SC-Trainer Heiko Magin nach 90 schwachen Minuten. Er konnte deshalb mit der Punkteteilung gut leben: „Wir haben hier in Ludwigshafen auch schon mit stärkeren Leistungen verloren.“ Weiterer Bericht im überregionalen Sportteil

Quelle
Ausgabe     Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 247
Datum     Samstag, den 22. Oktober 2016
Seite     21

SC Hauenstein - FSV Jägersburg 3:1 (2:0) - 15.10.2016

Einen wichtigen 3:1-Heimsieg landete unsere Mannschaft gegen den FSV Jägersburg und konnte somit den Anschluss an das untere Mittelfeld der Tabelle herstellen. Der Sieg ist insgesamt als verdient zu bezeichnen, wenngleich unsere Mannschaft eine Menge an Arbeit zu verrichten hatte, um beim Schlusspfiff den Rasen als Sieger verlassen zu können. Insbesondere in der ersten Halbzeit boten beide Teams ein richtig gutes Oberligaspiel: Gut strukturiert, schnell im Umschaltspiel und mit einer hohen Laufleistung begegneten sich beide Mannschaften, wobei zunächst Tormöglichkeiten aber Mangelware blieben. Nach neun Spielminuten hätte aber der SCH in Führung gehen müssen, doch der an diesem Tage äußerst stark spielende Niklas Kupper
Niklas Kupper
 schaffte es nicht, alleine vor Gästekeeper Philip Luck den Ball ins Tor zu befördern. So dauerte es dreißig Minuten, bis endlich das erste Tor fiel. Und dies für den SCH. Niklas Kupper
Niklas Kupper
 spielte sich auf der linken Seite durch und passte maßgenau in die Mitte, wo Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 zur Stelle war und den Ball aus kurzer Entfernung über die Linie drückte. Kurze Zeit später (35. und 36.) hatte Jägersburg dann zweimal die Möglichkeit auszugleichen, doch beide Male wurden gefährlicher Hereingaben von den Angreifern knapp verfehlt. Besser machte es da Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 in der 44. Spielminute. Ein Zuspiel von Niklas Kupper
Niklas Kupper
 verwertete er mit einem satten Schuss zum 2:0-Pausenstand. Als Yanick Haag nach 53 Spielminuten einen schnellen Angriff des SCH und einer feinen Vorlage von Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 per Schuss das 3:0 schaffte, schien die Entscheidung gefallen. Doch Jägersburg bemühte sich weiter um den Anschlusstreffer, der auch in der 61. Minute gelang, wobei unser Abwehrspieler Lukas Hartlieb
Lukas Hartlieb
 nach einer Ecke von Steven Simon per Eigentor unglücklich Hilfestellung leistete. Danach spielten beide Teams offensiv weiter und drängten auf einen weiteren Treffer. Doch zahlreicher bester Möglichkeiten auf beiden Seiten blieb es letztlich beim verdienten 3:1-Sieg für das SCH-Team, das insbesondere in der ersten Halbzeit eine gute Leistung zeigte, im zweiten Spielabschnitt aber etwas nachließ und nicht mehr die Dominanz ausstrahle, wie dies in den ersten 45 Minuten der Fall war.       /mk/


Spielstatistik

SC Hauenstein: Urban-Klück-Hartlieb-Kupper-Lehner (ab 57. Christof Seibel)-Haag-Srzentic-Brechtel (ab 77. Biedermann)-Abele-Bormeth (ab 74. Schwehm)-Rösner
Trainer: Heiko Magin / Ronny Fahr
Weitere Auswechselspieler: Ando, Dauenhauer, Albrecht, Fahr (TW)

FSV Jägersburg: Luck-Braun (ab 70. Schwab)-Simon-Stumpf-Schäfer-Ehrmann (ab 77. Ruschmann)-Schommer-Adigüzel (ab 46. Wettmann)-Koblenz-Holzweißig-Fricker
Trainer: Marco Emich
Weitere Auswechselspieler: Schmitz, Bosslet, Uhlhorn, Burger (TW)

Tore: 1:0 (30.) Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 / 2:0 (44.) Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 / 3:0 (53.) Yanick Haag / 3:1 (61.) Eigentor (Hartlieb)
Gelbe Karten: ----- / Wettmann, Stumpf, Simon
Schiedsrichter: Marco Christmann (Morsbach / Rheinland)            
SRA: Dirk Huster, Bernd Augustin
Zuschauer: 150



SCH feiert „dreckigen Sieg“

FUSSBALL-OBERLIGA: Hauenstein schlägt Jägersburg 3:1 – Nach Eigentor verunsichert

Von Peter Seibel

Nach vier Pflichtspielniederlagen in Folge (inklusive dem Pokal-Aus in Alzey) hat Oberligist SC Hauenstein endlich wieder gewonnen. Gegen den Tabellennachbarn FSV Jägersburg siegte der Sportclub vor 150 Zuschauern verdient mit 3:1 (2:0) (die RHEINPFALZ am Sonntag berichtete).
Hauensteins sportlicher Leiter und Interimscoach Heiko Magin war nach dem Spiel sichtlich erleichtert. Im zweiten Spiel unter der Regie von Magin und Torwarttrainer Rony Fahr glückte der erhoffte Sieg. „Es war uns klar, dass das heute nicht einfach wird, den Bock umzustoßen. Wir haben es leider nicht geschafft, das 4:1 zu machen. So blieb es bis zum Ende hin eng“, resümierte Magin. Trotzdem gab es einiges, was die Hauensteiner Verantwortlichen positiv gestimmt haben dürfte. Die Abwehr stand bis auf ganz wenige Ausnahmen sicher. Das lag wohl auch daran, dass das angestammte Innenverteidiger-Duo der letzten Saison, Sandro Rösner
Sandro Rösner
 und Daniel Klück
Daniel Klück
, erstmals in dieser Spielzeit gemeinsam 90 Minuten auf dem Platz stand. „Bis zu dem Eigentor haben wir gut gespielt und waren eine Stunde überlegen. Bis zum Winter müssen wir uns Schritt für Schritt festigen. Das nächste Sechs-Punkte-Spiel steht schon am kommenden Freitag bei Arminia Ludwigshafen an“, blickte Kapitän Rösner nach Spielende bereits voraus.

Als Hauensteins Rechtsverteidiger Lukas Hartlieb
Lukas Hartlieb
 eine Ecke von Jägersburgs Steven Simon unglücklich ins eigene Tor verlängerte, verlor Hauenstein zumindest kurzzeitig die Kontrolle über die Parte. „Nach dem Tor hat man gemerkt, dass wir wieder etwas unsicher geworden sind. Wir müssen das vorher vorne besser ausspielen und mehr Tore machen. Am Ende zählen die drei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten“, sagte Verteidiger Klück, der hinter Hartlieb zur Klärung des Eckballs bereit gestanden hatte. Die viereinhalb Wochen Verletzungspause wegen eines Muskelfaserrisses waren dem langen Verteidiger, der für die absolute Lufthoheit im Hauensteiner Strafraum sorgte, kaum anzumerken.

Laut Trainer Magin hatte der SCH unter der Woche verstärkt am Umschaltspiel gearbeitet. Und das zahlte sich bei den ersten beiden Toren aus: Nach einfachen Ballverlusten des Gegners führten zwei Konter zur 2:0-Führung für Hauenstein. Beide Male war der am Samstag gut spielende Niklas Kupper
Niklas Kupper
 der Vorbereiter. In der 30. Minute schüttelte Kupper energisch Widersacher Niklas Holzweißig ab und flankte hart vor das Gästetor. Dort war der eingerückte Rechtsaußen Andjelo Srzentic zur Stelle, der den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Auch zum 2:0 durch Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 eine Minute vor dem Wechsel lieferte Kupper die Vorlage. Brechtel traf mit leicht abgefälschtem Schuss aus 14 Metern. „Wir stehen hinten. Da muss man die Zweikämpfe annehmen und auch mal dreckig gewinnen. Das haben wir heute getan“, so Kupper.

Nach Yanick Haags Treffer zum 3:0 nach schöner Vorlage Brechtels schien der Sieg endgültig eingetütet. Haag vergab in der Folge zudem zweimal allein vorm gegnerischen Tor (74./83.) die Möglichkeit, sein Trefferkonto – bisher hat er neun Tore erzielt – weiter zu erhöhen. So musste Hauenstein noch einmal bangen. Doch spätestens, als Gästekapitän Matthias Stumpf nach 78 Minuten kläglich vor dem leeren Hauensteiner Tor vergab, stand der Hauensteiner Sieg fest.

Übrigens: Nach dem Spiel teilte SCH-Geschäftsführer Markus Kuntz mit, dass sich die im Pokalspiel in Alzey erlittene Verletzung des zweiten Torwarts Malcolm Little
Malcolm Little
 mittlerweile als Riss des Syndesmosebandes erwiesen habe. Der Keeper wird folglich noch etliche Wochen ausfallen.

Quelle
Ausgabe     Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 242
Datum     Montag, den 17. Oktober 2016
Seite     18

SV Gonsenheim - SC Hauenstein 2:0 (1:0) - 09.10.2016

Nach dem Trainerwechsel und der Entlassung von Coach Thomas Fichtner in der vergangenen Woche wurde es nichts mit dem insgeheim erhofften Punktgewinn beim SV Gonsenheim. Bei der 0:2-Niederlage präsentierte sich unsere Mannschaft aber deutlich verbessert gegenüber den letzten desolaten Vorstellungen, wenngleich die gezeigte Leistung immer noch nicht für Punktgewinne reicht. In dem Spiel auf dem Mainzer Kunstrasen schenkten sich beide Teams nichts, kämpften verbissen um jeden Ball, weshalb kein spielerisch ansprechendes Oberligaspiel zu sehen war. Einmal mehr musste unsere Mannschaft einem frühen Torrückstand hinterherlaufen, ein Mako, das unbedingt abgestellt werden muss. Babak Keyhanfar dribbelte sich in der zwölften Spielminute durch die Hauensteiner Abwehr und schlenzte den Ball gekonnt und geschickt über SCH-Keeper Kevin Urban
Kevin Urban
 hinweg ins Netz. Ein schönes Tor, das den Gastgebern natürlich in die Karten spielte. Der SCH war fortan zwar feldüberlegen, tat sich aber schwer, gegen die Gastgeber gute Chancen herauszuspielen. Da Gonsenheim auch keine weitere Torchance besaß, ging es mit einem 0:1 in die Pause. Unsere Mannschaft war danach weiterhin überlegen, vergab aber zwei glasklare Ausgleichschancen. Zunächst scheiterte Niklas Kupper
Niklas Kupper
 (54.) am blitzschnell reagierenden SVG-Schlussmann Paul Simon und in der 70. Minute war erneut Pech für den SCH im Spiel, als Lukas Hartlieb
Lukas Hartlieb
 nach einem Eckball einen Kopfball nur an die Latte des Gonsenheimer Tores setzen konnte. Unsere Elf ließ sich aber nicht entmutigen und versuchte alles, doch noch zu einem Treffer zu kommen. Doch den erzielten die Gastgeber in der 85. Minute durch Mustafa Yilmaz, der einen Freistoß gekonnt ins SCH-Gehäuse setzte, unhaltbar für Keeper Kevin Urban
Kevin Urban
. Damit war das Spiel gelaufen und in den restlichen fünf Spielminuten tat sich nicht mehr sehr viel. Die 0:2-Niederlage ist für unsere Mannschaft recht unglücklich und sicherlich auch unverdient. Dennoch ist die Tabellensituation nach dieser Niederlage noch schlechter geworden und es wird in den kommenden Wochen ganz schwer werden, weiter nach vorne in der Tabelle zu kommen.     /mk/


Spielstatistik

SV Gonsenheim: Simon-Shahed (ab 46. Letz)-Beck-Sari-Bektasevic (ab 70. Kern)-Shibata-Kimnach-Itjeshorst-Yilmaz-Mclemore (ab 67. Ekiz)-Kato
Trainer: Babak Keyhanfar
Weitere Auswechselspieler: Eichbladt, Rimoldi, Bujnov, Darmstädter (TW)

SC Hauenstein: Urban-Hartlieb-Kupper-Schwehm-Haag-Srzentic (ab 54. Biedermann)-Brechtel (ab 59. Schacker)-Christof Seibel-Abele (ab 80. Ando)-Bormeth-Rösner
Trainer: Heiko Magin
Weitere Auswechselspieler: Dauenhauer, Lehner, Albrecht, Fahr (TW)

Tore: 1:0 (12.) Damir Bektasevic / 2:0 (85.) Mustafa Yilmaz
Gelbe Karten: Mclemore / Rösner, Kupper
Schiedsrichter: Michel Lehmann (Hahnstätten / Rheinland)         
SRA: Vincent Hardt, Jan Lehmann
Zuschauer: 110



Verbessert, aber weiter erfolglos

FUSSBALL-OBERLIGA: 0:2-Niederlage des SC Hauenstein beim SV Gonsenheim


Von Torben Schröder
 
Diese Szene bringt die Lage des Fußball-Oberligisten SC Hauenstein ziemlich treffend auf den Punkt. „Wenn du hinten drin stehst, geht der an die Latte. Wenn du oben stehst, geht er rein“, kommentierte Trainer Heiko Magin die 74. Minute der gestrigen Partie beim SV Gonsenheim, als SCH-Innenverteidiger Lukas Hartlieb
Lukas Hartlieb
 nach einer Ecke wuchtig an den Querbalken köpfte. So verlor Hauenstein mit 0:2 (0:1).
„Wir stecken unten fest, und das kennen wir aus den letzten Jahren nicht“, beschrieb Magin die Lage des Vizemeisters der beiden vergangenen Runden, der nach der siebten Niederlage im zwölften Saisonspiel auf den drittletzten Tabellenplatz zurückgefallen ist.Die Gonsenheimer dagegen sind mit dem Oberliga-Abstiegskampf wohl vertraut. Und nach zwei bitteren Niederlagen kämpften und bissen sie sich förmlich am Gegner fest, um den typischen Effekt zu verhindern, der sich nach Trainerwechseln immer wieder einzustellen pflegt. Im Spiel eins nach Thomas Fichtner zeigten die Südwestpfälzer einen deutlich verbesserten mannschaftlichen Zusammenhalt, kämpften, rackerten und waren gut organisiert. Allein: Es fehlte der Ertrag. „Wenn wir so, wie wir uns heute präsentiert haben, in den nächsten Wochen weitermachen, kommen irgendwann die Ergebnisse“, sagte Kapitän Sandro Rösner
Sandro Rösner
.

„Ich bin überzeugt, dass nächste Woche ein Hauensteiner Heimsieg erfolgt“, gab SVG-Trainer Babak Keyhanfar den Gästen mit auf den Heimweg und fügte hinzu: „Die Mannschaft war gegenüber der 0:4-Niederlage bei Schott Mainz vor zwei Wochen nicht wiederzuerkennen.“ Der 31-Jährige sah einen „Sieg des Kampfes, auch des Glücks“. Keyhanfar: „Wir haben nicht spielerisch geglänzt, aber mit entschiedenem Willen unser Tor verteidigt.“

In der Tat war es ein intensives Spiel, nichts für Ästheten. Mit zwei Ausnahmen: Damir Bektasevics Sololauf samt Schlenzer ins lange obere Eck zum 1:0 (11.) und Mustafa Yilmaz' Freistoßtreffer zum 2:0 (84.). „Viel mehr haben wir nicht zugelassen“, fasste Rösner korrekt zusammen, „aber wenn man hinten drin steht, sitzen die Dinger eben.“ Nachdem es in den ersten elf Spielen so viele Gegentore gehagelt hatte wie in der gesamten Vorsaison, stimmte die Defensivarbeit im Verbund. „Das war der erste richtige Schritt“, findet der Kapitän, „es wurden klare Worte gesprochen. Wir müssen auf dieser Leistung aufbauen und es einfach weiter versuchen.“ Für Magin gilt es, „das, was wir heute über 70 Minuten gezeigt haben, 90 Minuten lang umzusetzen“.

Die Richtung zurück zu den alten Tugenden, die der SCH eingeschlagen hat, stimmt, das zeigte die Partie in Gonsenheim trotz der Niederlage, die nicht hätte sein müssen. Mehrmals schwammen die Hausherren nach Standards bedenklich. Niklas Kuppers Schuss wurde gerade noch vor der Linie geklärt (10.). Als Kupper der Ball nach einem Standard vor die Füße fiel, war SVG-Keeper Paul Simon blitzschnell zur Stelle (53.). Für den letzten Schliff im vorderen Drittel braucht es nun vor allem Selbstvertrauen. Aber das wird Keyhanfars Prognose zufolge ja nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Quelle
Ausgabe     Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 236
Datum     Montag, den 10. Oktober 2016
Seite     19

SC Hauenstein - Borussia Neunkirchen 3:5 (1:3) - 01.10.2016

Nach der erneut desillusionierenden 3:5-Heimniederlage gegen Borussia Neunkirchen steht das Team des SCH mitten im Abstiegskampf. Darüber gibt es nunmehr nichts mehr zu diskutieren, die Fakten und vor allem die Mannschaftsleistungen lassen keine andere Einschätzung mehr zu. Wie schon einige Male vorher begann unsere Elf das Spiel  unkonzentriert, behäbig und viel zu lässig und musste nach acht Spielminuten bereits wieder den ersten Gegentreffer der Borussen durch Ruddy Mpassi hinnehmen, der die SCH-Abwehrschwächen eiskalt ausnutzte. Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 schaffte zwar nur zwei Minuten später (10.) mit einem Schuss von der Strafraumgrenze den 1:1-Ausgleich, doch schon fünf Minuten später gingen die Gäste erneut durch Ruddy Mpassi wieder in Führung (15.), wobei erneut die Abwehr viel zu passiv und offen agierte. Die SCH-Abwehr schaffte es einfach nicht, das sehr gute und schnelle Umschaltspiel der Borussen in den Griff zu bekommen und stolperte von einer Verlegenheit in die andere. Unsere Gäste versäumten es in dieser Spielphase, schon ganz früh das Spiel einzutüten und gingen sehr fahrlässig mit den sich bietenden Torchancen um. Kurz vor dem Halbzeitpfiff (39.) dann gar das 1:3 für Neunkirchen durch Mpassi, als die SCH-Innenverteidigung sich im Tiefschlaf befand, Torwart Urban ausrutschte und der Gästetorjäger keine Mühe hatte, den Ball ins leere Tor zu schieben. Gleich nach dem Seitenwechsel wurden die guten Vorsätze unserer Mannschaft schnell über den Haufen geworfen, denn Nicolas Gil Rodriguez konnte schon in der 48. Minute auf 1:4 für die Borussia erhöhen. Hoffnung keimte beim SCH nochmals auf, als Daisuke Ando
Daisuke Ando
 nach 69 Minuten das 2:4 glückte. Die Borussia wankte jetzt, doch Kevin Schwehm
Kevin Schwehm
 und Yanick Haag konnten beste Möglichkeiten zum Anschlusstreffer nicht nutzen. Gegen die nun sehr offene Spielweise des SCH stellte Luka Dimitrijevic nach 81 Minuten den 2:5-Zwischenstand her. Daisuke Ando
Daisuke Ando
 glückte zwar nochmals ein Treffer zum 3:5 (86.), doch erneut Haag und Ando konnten weitere Topchancen nicht zu einem weiteren SCH-Treffer nutzen. So verlor unsere Mannschaft erneut zu Hause recht klar mit 3:5-Toren und findet sich weiterhin im Tabellenkeller der Liga wieder. Nur mit einer stark verbesserten Zweikampf- und Spieleinstellung wird unsere Mannschaft in den kommenden Spielen etwas erreichen können, zudem müssen das Abwehrverhalten optimiert und die zahlreichen individuellen Fehler schnellstens abgestellt werden. Es scheint sicher: Auf den SCH wartet eine ganz schwierige Restsaison.          /mk/


Spielstatistik

SC Hauenstein: Urban-Hartlieb-Biedermann-Schwehm-Haag-Srzentic-Christof Seibel
Christof Seibel
 (ab 46. Ando)-Abele-Rösner-Albrecht (ab 46. Bormeth)-Schacker (ab 67. Brechtel)
Trainer: Thomas Fichtner
Weitere Auswechselspieler: Kupper, Scherpf, Fahr (TW)

Borussia Neunkirchenl: Lehmann-Kern-Schmitt-Dahler-Dansoko (ab 71. Becker)-Gil Rodriguez-Mpassi (ab 84. Jung)-Mabouba-Dimitrijevic (ab 90+1) Flätgen)-Bach-Vituzzi
Trainer: Valentin Valtchev
Weitere Auswechselspieler: Czernurzynski, Persch (TW)

Tore: 0:1 (8.) Ruddy Mpassi / 1:1 (10.) Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 / 1:2 (15.) Ruddy Mpassi / 1:3 (39.) Ruddy Mpassi / 1:4 (48.) Nicolas Gil Rodriguez / 2:4 (69.) Daisuke Ando
Daisuke Ando
 / 2:5 (81.) Luka Dimitrijevic / 3:5 (86.) Daisuke Ando
Gelbe Karten: Haag, Christof Seibel
Christof Seibel
 / Kern, Dahler, Vituzzi
Schiedsrichter: Ehsan Amirian (Burgschwalbach / Rheinland)            
SRA: Amir Amirian, Philipp Bodewing
Zuschauer: 180



Viele Gegentore bedeuten Aus für Fichtner

FUSSBALL-OBERLIGA: SC Hauenstein trennt sich nach 3:5 gegen Neunkirchen von Cheftrainer – Interimslösung mit Duo Magin/Fahr

Von Peter Seibel

 Aus, Schluss und vorbei! Thomas Fichtner ist nicht mehr Trainer des Fußball-Oberligisten SC Hauenstein. Nach dem 3:5 (1:3) am Samstag gegen Borussia Neunkirchen, der dritten Niederlage innerhalb von elf Tagen, zog SCH-Präsident Carl-August Seibel die Reißleine und verkündete am Sonntagvormittag die Trennung von Fichtner.
Was sich am Samstag nach dem Spiel bereits angedeutet hatte (RHEINPFALZ am SONNTAG informierte), wurde tags darauf Gewissheit: Nach elf Spieltagen muss der erst zu Saisonbeginn gekommene, mit einem Ein-Jahres-Vertrag ausgestattete Fichtner gehen. Für den Ludwigshafener übernehmen der sportliche Leiter des SCH, Heiko Magin, und der bisherige Torwarttrainer Ronny Fahr die Betreuung der Mannschaft. Für wie lange diese Regelung gilt, ließ der Präsident offen. „Im Moment haben wir noch keine Ambitionen, einen Nachfolger zu verpflichten. Es kann sein, dass wir in der Konstellation bis zur Winterpause weitermachen. Die beiden haben das gut gemacht, als der Trainer in Urlaub war“, sagte Seibel. Der SCH präsentierte sich gegen Neunkirchen wie so oft in den letzten Wochen verunsichert und ohne klar erkennbare Spielordnung. Das Defensivverhalten der gesamten Mannschaft war total ungeordnet. Neunkirchens Angreifer Ruddy Mpassi dürfte sich in der ersten Halbzeit wie in einem Selbstbedienungsladen gefühlt haben. Bei seinen ersten beiden Toren stand er sträflich frei. Beim 3:1 nach 39 Minuten rutschte auch noch Torwart Kevin Urban
Kevin Urban
 aus, und musste Mpassi ungehindert passieren lassen. Seibel: „29 Gegentore nach elf Spieltagen (so viele kassierte der SCH in der gesamten Vorsaison, die Redaktion) sind ein Fiasko. Da lief ja gar keiner mehr nach hinten. Da sind zu viele Dinge, die nicht funktionieren. Auch die Stimmung unter den Zuschauern wird immer schlechter.“

Dabei präsentierte sich die Borussia auch nicht gerade als Oberliga-Spitzenteam. Bei den Hauensteiner Treffern durch Andjelo Srzentic (10.) und Daisuke Ando
Daisuke Ando
 (69., 85.), den Fichtner nach dem Seitenwechsel als zweiten Angreifer brachte, zeigte sich die Gästeabwehr keinesfalls auf der Höhe. Allerdings produzierte Neunkirchen in der Summe einfach weniger Fehler als Hauenstein. „Es ist schlimm, wenn man so viele Gegentore bekommt. Da nehme ich mich selbst nicht aus. Wir müssten ja immer sieben schießen, um zu gewinnen. Ich habe keine Erklärung dafür“, sagte der ratlose Kapitän Sandro Rösner
Sandro Rösner
. Dabei hatten die Gäste noch etliche Konterchancen ausgelassen.

Trainer Fichtner gab am Sonntag, nachdem er sich von der Mannschaft verabschiedet hatte, folgendes Statement: „Die Situation ist sehr enttäuschend für mich. Letztlich haben wir zu wenig Punkte und zu viele Gegentore. Ich sollte hier nach 20 Abgängen und 17 Neuzugängen einen Umbruch vollziehen. Das funktioniert nicht in drei Monaten. Trotzdem hat es mir in Hauenstein, wo ich gut aufgenommen wurde, sehr viel Spaß gemacht.“

Zusammen mit Fahr coacht nun also mal wieder Heiko Magin den SCH. Der heute 48-Jährige bildete nach der Entlassung Peter Kobels von März 2011 bis Juni 2013 schon mal mit Rudi Benkler ein Trainerduo, war dann nach der Entlassung von Sascha Hildmann vom 20. April bis Juni 2015 zusammen mit Sandro Rösner
Sandro Rösner
 und Patrick Brechtel Interimscoach. Magin, der die Trennung von Fichtner sehr bedauerte, hat den für die Oberliga notwendigen Trainer-B-Schein. „Als Erstes müssen wir die Rückwärtsbewegung stärken. Wir bekommen zu viele Gegentreffer“, sagte Magin, der am Sonntag erstmals mit Fahr das Training leitete. Zudem gelte es dafür zu sorgen, dass die kranken und verletzten Spieler so schnell wie möglich wieder ihre Fitness erlangen.

Quelle
Ausgabe     Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 231
Datum     Dienstag, den 4. Oktober 2016
Seite     19
NK

TSV Schott Mainz - SC Hauenstein 4:0 (2:0) - 24.09.2016

Nach dem Pokalaus drei Tage vorher in Alzey musste unser Team erneut eine herbe Schlappe einstecken und verlor beim Tabellenzweiten TSV Schott Mainz klar und deutlich mit 4:0-Toren. Verantwortlich für diese klare Niederlage ist sicherlich die Verletztenmisere im Team und der Grippevirus, der unter der Woche die Mannschaft heimsuchte. Zwar waren vier Spieler wieder genesen, doch merkte man diesen die Krankheit deutlich an, denn allesamt konnten zu keiner Phase des Spiels an ihre Normalform anknüpfen. Diesen Tatbestand muss man bei der Bewertung des Spieles durchaus berücksichtigen, doch auch die „fitten“ Spieler zeigten eine dürftige Vorstellung. Oder sitzen der Pokalschock und die Belastung der Verlängerung in Alzey der Mannschaft doch tiefer in den Knochen als man vermuten könnte? Wie dem auch sei, die Niederlage in Mainz ist auch in der Höhe verdient und die junge Truppe der Gastgeber zeigte unseren Akteuren eindrucksvoll, was Einsatz- und Kampfbereitschaft bedeutet. Und wenn dann noch durchaus gute spielerische Qualitäten und Geschwindigkeit im Spiel hinzukommen, dann ist der SCH 2016 einfach chancenlos. Hinzu kommt, dass unser Team einmal mehr einen ganz frühen Rückstand verdauen musste. Schon nach drei Spielminuten gingen die Gastgeber durch Torjäger Ripplinger in Führung und bauten diese Führung nach 28 Minuten gar auf 2:0 aus. Diesmal war Ex-Bundesligaprofi Srdjan Baljak erfolgreich, der eine perfekte Vorarbeit von Janek Ripplinger ohne Mühe abschließen konnte. Unsere Mannschaft raffte sich jetzt etwas mehr auf, konnte sich auch eine Feldüberlegenheit erarbeiten, doch Torgefahr konnte keine heraufbeschworen werden, weshalb es auch nicht gelang, über 90 Minuten wenigstens einen Treffer zu erzielen. Im Gegenteil: Nach dem 3:0 durch Edis Sinanovic (66.), wobei erneut Ripplinger die Vorarbeit beisteuerte, ergab sich unser Team wehrlos und hätte durchaus an diesem Nachmittag unter die Räder kommen können. Doch Schott konnte lediglich noch einen Treffer in der Schlussminute durch Silas Schwarz erzielen, was auch gleichzeitig den Endstand bedeutete. Unser Team steht derzeit mitten im Abstiegskampf, darüber sollten sich alle im Klaren sein, denn die Leistungen der beiden letzten Spiele waren unterirdisch und geben nicht viel Hoffnung. Doch noch sind 24 Spiele zu absolvieren in denen das SCH-Team aber deutlich bessere Leistungen zeigen muss, um nicht am Ende als großer Verlierer dazustehen.          /mk/


Spielstatistik

TSV Schott Mainz: Luketic-Just-Raltschitsch-Gür-Ripplinger (ab 89. Heizmann)-Baljak-Njie (ab 73. Schwarz)-Schneider-Schlosser (ab 87. Kühn)-Senftleben-Sinanovic
Trainer: Sascha Meeth
Weitere Auswechselspieler: Günes, Soultani, Abou Daya, Stägemann (TW)

SC Hauenstein: Urban-Hartlieb-Lehner-Schwehm-Haag (ab 52. Ando)-Christof Seibel-Abele-Bormeth-Rösner-Albrecht (ab 73. Scherpf)-Schacker (ab 46. Biedermann)
Trainer: Thomas Fichtner
Weitere Auswechselspieler: Dauenhauer, Srzentic, Fahr (TW)

Tore: 1:0 (3.) Janek Ripplinger / 2:0 (28.) Srdjan Baljak / 3:0 (66.) Edis Sinanovic / 4:0 (90.) Schwarz
Gelbe Karten: Raltschitsch / Abele
Schiedsrichter: Fabian Schneider (Grafschaft / Rheinland)         
SRA: Ronny Jäckel, Marc Latsch
Zuschauer: 100




Ratlosigkeit beim SC Hauenstein

FUSSBALL-OBERLIGA: 0:4-Abfuhr bei Schott Mainz

Von Torben Schröder
 
In der Fußball-Oberliga war der SC Hauenstein gegen den TSV Schott Mainz bislang ungeschlagen, und der 2:1-Sieg im Verbandspokal-Finale gegen die Landeshauptstädter dürfte als Sternstunde der Club-Geschichte in Erinnerung bleiben. Doch am Samstag setzte es für den SCH eine ebenso deftige wie verdiente 0:4 (0:2)-Niederlage in Mainz. Der Vizemeister, der drei Tage zuvor durch ein 2:3 bei der zwei Klassen tiefer spielenden SG RWO Alzey aus dem Verbandspokal rausgeflogen war, liegt nun nach zehn Oberliga-Spieltagen 14 Punkte hinter Tabellenführer FC Karbach.

„Der Gegner hat mehr Einsatz und mehr Zweikampfbereitschaft gezeigt und war uns dadurch auch spielerisch überlegen“, resümiert SCH-Trainer Thomas Fichtner, der von einem „hoch verdienten“ Resultat spricht. Neben der Laufbereitschaft würde auch die „Frische im Kopf“ fehlen.Ob noch das alles überstrahlende Erlebnis DFB-Pokal nachwirkt? „Kann sein“, sagt der zu Saisonbeginn von Arminia Ludwigshafen gekommene Marcel Bormeth
Marcel Bormeth
, „ich weiß es nicht.“ Ratlosigkeit herrschte nach diesem desillusionierenden Auftritt. „Wir waren meilenweit davon entfernt, ein Tor zu schießen“, verdeutlicht Bormeth, der sich im defensiven Mittelfeld gegen die Niederlage stemmte, aber letztlich auch nichts ausrichten konnte. „Es war zu wenig Bewegung. Irgendwas stimmt nicht, wir wissen nicht, was.“ Und weiter: „Ich weiß nicht, ob es an der Qualität liegt. Wir kriegen ja gar nichts auf die Reihe.“

Mal steht sich der SCH, wie in der elften Minute bei Maximilian Albrechts Schuss, der statt des Kastens Sturmkollege Yanick Haag trifft, buchstäblich selbst im Weg. Mal legt er, wie beim Ballverlust in der letzten Linie vor Srdjan Baljaks 2:0 (28.), den Ball selbst vor. Einen ähnlichen Patzer kann Keeper Kevin Urban
Kevin Urban
 gegen Janek Ripplinger noch ausbügeln (33.). Doch weil Kapitän Sandro Rösner
Sandro Rösner
 beim Versuch, das Dribbling von Edis Sinanovic zu beenden, stürzte, konnte Ripplinger 30 Minuten vorher ungestört das 1:0 markieren. „Dieses frühe Gegentor war Gift für den Kopf“, betont Fichtner. Das nach dem missratenen Saisonstart durch drei Siege aus den jüngsten vier Ligaspielen mühsam aufgebaute Selbstvertrauen ist längst wieder verflogen.

Wobei man auch sagen muss, dass die Hauensteiner es an diesem Tag mit einem hervorragend aufgelegten Gegner zu tun hatten, der 90 Minuten mit großem Elan verteidigte, schon vor der Mittellinie die Passwege mit viel Laufaufwand zustellte und immer wieder attackierte. „Der Gegner hatte über 300 Regionalligaspiele auf dem Platz, aber wir haben ihnen komplett den Zahn gezogen, sie niedergekämpft und niedergespielt“, freut sich TSV-Trainer Sascha Meeth über die Leistung der Seinen, „auch die vier Tore Unterschied sind nicht unverdient.“ Schott-Manager Till Pleuger betont: „Das war das Beste, was ich hier bisher gesehen habe. Und das gegen eine Mannschaft, die hier in guter Besetzung angetreten ist.“

Die aber offenbar allerlei Probleme mit sich herumträgt. Schon vor dem Seitenwechsel zog der SCH eine Art Powerplay auf, und auch die 20 Minuten nach dem Kabinengang dominierten die Gäste – allein, es fehlten vorne Pfiff und Esprit, um zu zwingenden Chancen zu kommen. Mit dem Kontertor durch Edis Sinanovic, genau wie das 2:0 vorbereitet von Elf-Tore-Mann Ripplinger, war die Partie entschieden (66.), danach hätte es noch einige weitere Tore hageln können als nur das 4:0 durch Silas Schwarz (90.).

Quelle
Ausgabe     Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 225
Datum     Montag, den 26. September 2016
Seite     19

SWFV-Verbandspokal: RWO Alzey - SC Hauenstein 3:2 (2:2) nach Verlängerung - 21.09.2016

Schon beim ersten Eingreifen in den SWFV-Pokal schied der Titelverteidiger aus. Bei der zwei Klassen tiefer spielenden Mannschaft von RWO Alzey gab es eine 3:2-Niederlage nach Verlängerung. Für die Niederlage gibt es keine Entschuldigung, dennoch muss berücksichtigt werden, dass SCH-Coach Thomas Fichtner gleich auf acht Akteure verzichten musste, was natürlich die Qualität des Teams gewaltig schwächte. Trotzdem stand eine SCH-Mannschaft auf dem Feld, die einen Landesligisten einfach schlagen muss. Nicht nur das Team war an diesem Mittwoch der Verlierer, sondern auch einige Akteure aus der zweiten Reihe, die ihre Chance nicht nutzen konnten, um auf sich aufmerksam zu machen. Was gegen einen klassentieferen Gegner nicht passieren darf, geschah schon nach zwei Minuten. Die Gastgeber gingen durch eine feine Einzelleistung von Vllaznim Dautaj mit einem Sonntagsschuss in Führung, was die Elf der Platzherren deutlich beflügelte. Daran konnte auch der schnelle Ausgleich von Alexander Biedermann nach 9 Minuten nichts ändern. Nach 29 Spielminuten sah die stark ersatzgeschwächte SCH-Abwehr einmal mehr alt aus und musste den 2:1-Treffer der Gastgeber durch Yannik Wex hinnehmen. In der Zeit dazwischen hatte unser Team jede Menge bester Chancen versiebt und es einmal mehr an Effektivität vermissen lassen. Eine wohl mitentscheidende Szene dann nach 39 Minuten. Der noch schwächer als unsere Akteure agierende Schiedsrichter Jan-Erik Breuer produzierte einen klaren Regelverstoß: RWO-Torwart Jens Maass beging im Strafraum eine Tätlichkeit gegen SCH-Spieler Kevin Dauenhauer
Kevin Dauenhauer
. Schiri Breuer pfiff, zeigte dem Torwart von RWO die Gelbe Karte und setzte das Spiel mit einem Eckball fort. Regelgerecht wären die Rote Karte und Strafstoß für den SCH gewesen. Einmal mehr fand somit die Liste der Merkwürdigkeiten bei Spielen unserer Mannschaft mit Schiedsrichtern des SWFV seine Fortsetzung. In der zweiten Hälfte schaffte der SCH dann schnell durch Niklas Kupper
Niklas Kupper
 den 2:2-Ausgleich (59.), versäumte es allerdings weiter, in der regulären Spielzeit für eine Entscheidung zu sorgen. Somit ging es in die Verlängerung und die erbrachte in der 118. Minute den k.o. für unsere Mannschaft, weil Kevin Urban
Kevin Urban
 und Alexander Biedermann fahrlässig unentschlossen agierten und Alexander Kinsvater diese Unzulänglichkeit eiskalt zum Siegtreffer für seine Mannschaft ausnutzte. So war nach 120 Minuten die Blamage für die SCH-Mannschaft perfekt.        /mk/


Spielstatistik

RWO Alzey: Maass-Wagner (ab 100. Assaker)-Boos-Wissmann-Kinsvater-Mashadi-Schumann (ab 61. Emmerich)-Wex (ab 84. Commodore)-Milenkovic-Dautaj-Unckrich
Trainer: Tino Häuser
Weitere Auswechselspieler: Eisenreich (TW)

SC Hauenstein: Little (ab 62. Urban)-Hartlieb-Kupper (ab 117. Scherpf)-Lehner-Biedermann-Schwehm-Ando-Dauenhauer-Abele-Bormeth-Albrecht (ab 70. Riggers)
Trainer: Thomas Fichtner
Weitere Auswechselspieler: Herrmann


Tore: 1:0 (2.) Vllaznim Dautaj / 1:1 (9.) Alexander Biedermann / 2:1 (29.) Yannik Wex / 2:2 (59.) Niklas Kupper
Niklas Kupper
 / 3:2 (118.) Alexander Kinsvater
Gelbe Karten: Maass, Wissmann, Kinsvater, Wex, Unkrich, Assaker / Hartlieb, Kupper, Bormeth
Schiedsrichter: Jan-Erik Breuer (Ellweiler-Dambach / Südwest)          SRA: Matthias Fuchs, Zijad Ikanovic
Zuschauer: 150




Entscheidung in 118. Minute

FUSSBALL-VERBANDSPOKAL: Gestern Abend 2:3-Schlappe von Titelverteidiger Hauenstein

Von Peter Seibel

 Der Titelverteidiger ist raus! In der vierten Runde des Fußball-Verbandspokals verlor Oberligist SC Hauenstein gestern Abend mit 2:3 nach Verlängerung beim Landesligisten SG RW Olympia Alzey. Der entscheidende Treffer fiel in der 118. Minute.
Wie die ersten beiden Gegentore resultierte auch das 3:2 für Alzey aus einem groben Schnitzer der SCH-Abwehr. Nach einem weiten Ball waren sich Innenverteidiger Alexander Biedermann und Torwart Kevin Urban
Kevin Urban
 uneins, Alexander Kinsvater spritzte dazwischen und schob den Ball ins leere Tor. „Das ist bitter. Drei Gegentore nach drei Fehlern. Chancen hatten wir genug. Das Spiel hätten wir nie verlieren dürfen“, haderte SCH-Trainer Thomas Fichtner hinterher.Am Spieltag schlug die Grippewelle in Hauenstein zu. Kurzfristig meldeten sich Yanick Haag, Kai Schacker
Kai Schacker
 und Christof Seibel
Christof Seibel
 krank. Da auch noch Sandro Rösner
Sandro Rösner
 nicht wieder gesund war, Kazuaki Nishinaka
Kazuaki Nishinaka
, Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 und Daniel Klück
Daniel Klück
 verletzt fehlten und Anjelo Srzentic wegen seiner Roten Karte im Pokalfinale der Vorsaison noch gesperrt war, musste Hauenstein acht Spieler ersetzen. Auf der Bank saßen als Feldspieler nur die beiden Youngsters Kristof Scherpf
Kristof Scherpf
 und Julian Hermann sowie Thorsten Riggers aus der zweiten Mannschaft. Zudem setzte Trainer Fichtner im Pokal auf den sonstigen Ersatztorwart Malcolm Little
Malcolm Little
. Es war allerdings kein glückliches Debüt für den Keeper. Nach 61 Minuten verletzte er sich bei einer Parade und musste gegen Urban ausgetauscht werden.

Hauenstein begann gut. Maximilian Albrecht vergab in der zweiten Minute nach Doppelpass mit Marcel Abele die Chance zum 1:0. Im Gegenzug ging Alzey in Führung. Ex-Regionalliga-Torjäger Vllaznim Dautaj zirkelte den Ball von der rechten Strafraumkante über den verdutzt am kurzen Pfosten stehenden Little ins lange Eck – ein sehenswerter Treffer. Doch Hauenstein war nicht lange geschockt. Nach einer Ecke von Albrecht köpfte Biedermann das 1:1. Wenige Sekunden zuvor war abermals Albrecht am toll reagierenden RWO-Keeper Jens Maass gescheitert. Und Hauenstein vergab weiterhin beste Chancen. Nach 18 Minuten lief Niklas Kupper
Niklas Kupper
 nach Pass von Albrecht allein auf Alzeys Tor zu, doch auch ihm versagten die Nerven. Sechs Minuten später rutschte Albrecht an einer Hereingabe von Kupper vorbei. In Sachen Effektivität zeigte Alzey dann, wie es geht. Die zweite Möglichkeit bedeutete das zweite Tor. Hauensteins Biedermann verlor dabei das Laufduell gegen Yannick Wex, und der schloss den Konter eiskalt ab (28.).

In der zweiten Hälfte schaffte der Oberligist zügig den Ausgleich. Nach Flanke von Daisuke Ando
Daisuke Ando
 geriet die Abwehr der Platzherren zu kurz, Marcel Bormeths Schuss konnte Maass nur abklatschen, Kupper staubte gedankenschnell ab. In der Folge hatte der SCH Glück, dass Alexander Kinsvater nach einem Konter nicht die erneute Alzeyer Führung besorgte (64.). Auch Hauenstein besaß noch Möglichkeiten, das Spiel in der regulären Spielzeit zu entscheiden. Nach 66 Minuten fischte Maass Abeles Schuss aus dem Torwinkel. Zehn Minuten vor dem Ende traf Kupper nur den Pfosten.

So spielten sie

SC Hauenstein: Little (61. Urban) – Lehner, Biedermann, Hartlieb, Dauenhauer – Abele, Bormeth – Schwehm, Albrecht (67. Riggers), Kupper (116. Scherpf) - Ando
Tore: 1:0 Dautaj (2.), 1:1 Biedermann (9.), 2:1 Wex (28.), 2:2 Kupper (59.), 2:3 Kinsvater 118.) - Gelbe Karten: Assaker, Maass, Kinsvater, Unckrich, Wex, Wissmann – Bormeth, Hartlieb, Kupper - Beste Spieler: Maass, Dautaj, Kinsvater - Abele, Bormeth, Schwehm - Zuschauer: 150 - Schiedsrichter: Breuer (TuS Ellweiler-Dambach).

Quelle
Ausgabe     Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 222
Datum     Donnerstag, den 22. September 2016
Seite     19

SC Hauenstein - SpVgg Burgbrohl 8:0 (3:0) - 17.09.2016

Mit dem bisher höchsten Sieg in der mehr als zwanzigjährigen Oberligageschichte wurde Tabellenschlusslicht SpVgg Burgbrohl vom SCH-Team nach Hause geschickt. Damit konnte unsere Mannschaft ihre zuletzt aufsteigende Form bestätigen. Allerdings darf man den hohen 80-Sieg nicht überbewerten, denn die Gäste aus dem Rheinland waren ein ganz schwacher Gegner, der nur phasenweise Oberligaformat zeigen konnte. Das Spiel auf dem satten Grün des Stadions am Neding begann für den SCH nach Maß. Schon nach sechs Spielminuten konnte Daisuke Ando
Daisuke Ando
 das 1:0 erzielen, wobei Kapitän Kevin Schwehm
Kevin Schwehm
 glänzende Vorarbeit geleistet hatte. In der 14. Minute hatten die Gäste die erste von zwei Tormöglichkeiten, doch der Schuss von Kunzika ging knapp am SCH-Gehäuse vorbei. Eine Vorentscheidung war dann schon das 2:0 durch Yanick Haag, der die Vorarbeit von Kai Schacker
Kai Schacker
 eiskalt nutzte und den Ball an Gästekeeper Kloppe vorbei ins Netz schob. Bis zur 43. Minute war dann ein verteiltes Feldspiel zu sehen, in dem sich kaum Tormöglichkeiten boten. In dieser 43. Spielminute war dann aber erneut Yanick Haag zur Stelle. Er nahm einen schönen Pass von Marcel Bormeth
Marcel Bormeth
 auf, steuerte alleine aufs Tor der Gäste zu und beförderte erneut die Kugel kaltschnäuzig ins Gästetor. Nach dem Seitenwechsel schaffte Kai Schacker
Kai Schacker
 dann nach 53 Minuten gar das 4:0, wobei diesmal Yanick Haag der Vorbereiter war. Damit erlahmte auch der Widerstand der Gäste, die jetzt nur noch ein Spielball unserer Mannschaft waren. Das SCH-Team entwickelte nunmehr sehr viel Spielfreude und brachte die Burgbrohler von einer Verlegenheit in die andere. Zwischen der 65. und 81. Spielminute schraubte Yanick Haag mit einem lupenreinen Hattrick das Ergebnis auf 7:0. Den Schlusspunkt in der am Ende völlig einseitigen Partie besorgte letztlich Daisuke Ando
Daisuke Ando
 mit seinem zweiten Treffer. Er traf nach Vorlage von Marcel Bormeth
Marcel Bormeth
 mit einem 16-Meter-Schuss. Auch wenn der Gegner ganz schwach war, müssen acht Tore erst einmal erzielt werden. Dennoch sollten unsere Akteure wissen, dass die kommenden Gegner des SCH-Teams mit Sicherheit von einem anderen Kaliber sind und der Mannschaft viel mehr abverlangen werden.     /mk/


Spielstatistik

SC Hauenstein: Urban-Hartlieb-Lehner-Schwehm-Haag-Ando-Brechtel (ab 10. Kupper)-Christof Seibel-Abele (ab 62. Biedermann)-Bormeth-Schacker (ab 60. Dauenhauer)
Trainer: Thomas Fichtner
Weitere Auswechselspieler: Srzentic, Albrecht, Little (TW)

SpVgg Burgbrohl: Kloppe-Kunzika-Henrich-Bardiqi-Jusuf (ab 77. Schmickler)-Blechinger-Öztürk-Harrach-Dressmann-Dogan-Hombeuel
Trainer: Klaus Adams
Weitere Auswechselspieler: Behr (TW)

Tore: 1:0 (6.) Daisuke Ando
Daisuke Ando
 / 2:0 (16.) Yanick Haag / 3:0 (43.) Yanick Haag / 4:0 (53.) Kai Schacker
Kai Schacker
 / 5:0 (66.) Yanick Haag / 6:0 (81.) Yanick Haag / 8:0 (81.) Haag / 8:0 (89.) Ando
Gelbe Karten: Schwehm / Kunzika, Henrich, Jusuf
Schiedsrichter: Vincent Becker (Bliesransbach / Saarland)            
SRA: Martin Grill, Moritz Rampendahl
Zuschauer: 120




Der Rekordsieg

FUSSBALL-OBERLIGA: SC Hauenstein deklassiert Schlusslicht Burgbrohl mit 8:0

Von Peter Seibel

Es war der Tag des Yanick Haag: Fünfmal traf der Angreifer beim 8:0 (3:0)-Erfolg des SC Hauenstein am Samstag gegen die SpVgg Burgbrohl. Vor 100 Zuschauern war das für die Hauensteiner zugleich der höchste Erfolg seit ihrer Zugehörigkeit zur Oberliga. Bis zum letzten Samstag war ein 8:1 am ersten Spieltag der Saison 1997/98 gegen den SSV Eintracht Überherrn die Topmarke gewesen.
Zwischen der 65. und 81. Minute schaffte der vor der Saison vom SV Spielberg nach Hauenstein gewechselte Stürmer sogar einen lupenreinen Hattrick. Damit schraubte Haag seine Bilanz auf acht Saisontreffer. „Ich glaube, das letzte Mal ist mir das in der C-Jugend gelungen. Wir nehmen jeden Gegner ernst. Dass es am Ende so leicht wird, hatten wir nicht gedacht. Am Schluss hätten es sogar noch ein paar Treffer mehr sein können“, sagte ein strahlender Haag nach dem Abpfiff. Und Recht hatte er. Haag selbst boten sich noch drei gute Einschusschancen (22., 62., 72.). Kevin Schwehm
Kevin Schwehm
 traf nach zehn Minuten nur die Latte. Und Niklas Kupper
Niklas Kupper
 scheiterte am gut reagierenden Gästekeeper Thomas Kloppe (58.).„Es freut mich für Yanick, dass er seine Torjägerqualitäten bewiesen hat. Ihm fehlte eigentlich nur die Spielpraxis. Er darf nur nicht denken, dass er nun alles erreicht hat“, sagte Trainer Thomas Fichtner nach dem Spiel. Der SCH musste kurzfristig den gerade erst von einer Verletzung genesenen Kapitän Sandro Rösner
Sandro Rösner
 ersetzen. Der Innenverteidiger musste wegen einer Grippe passen. Da auch Daniel Klück
Daniel Klück
 wegen eines Muskelfaserrisses fehlte, lief die Innenverteidigung erstmals in der Besetzung Marcel Abele und Lukas Hartlieb
Lukas Hartlieb
 auf. Die wurde aber nicht großartig gefordert. Gerade mal zwei Torschüsse (15. und 80.) brachte der sehr schwache Gegner zustande. „Es war wichtig, dass wir erstmals zu null gespielt haben und uns Selbstvertrauen für die nächsten Wochen geholt haben. Der Gegner war sicher schwach. Aber acht so schön herausgespielte Tore muss man erst schießen“, sagte Hartlieb.

Der SC steckte auch den frühen Ausfall von Mittelfelddirigent Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 weg. Der bis zu diesem Spiel beste Hauensteiner Torschütze (vier Treffer) war angeschlagen in die Partie gegangen und musste bereits nach zehn Minuten mit Verdacht auf Zerrung im Oberschenkel raus. Für ihn kam Niklas Kupper
Niklas Kupper
 und besetzte die Linksaußenposition. Kevin Schwehm
Kevin Schwehm
, an diesem Tag Kapitän, rückte nach innen auf die Brechtel-Position.

„In der ersten Hälfte waren wir noch etwas schludrig. Aber danach haben wir es gut gemacht und auch in der Höhe verdient gewonnen“, sagte Hauensteins sportlicher Leiter Heiko Magin. Trainer Fichtner hatte seinem Team statt dem gewohnten 4-2-3-1-System ein 4-4-2 verordnet und mit Haag und Daisuke Ando
Daisuke Ando
 zwei Angreifer aufgeboten. Das zahlte sich aus. Denn auch Ando traf zweimal. Der Japaner eröffnete die Torflut nach sechs Minuten und schloss sie eine Minute vor dem Ende ab. Der gewohnt lauffreudige Kai Schacker
Kai Schacker
 sorgte für das zwischenzeitliche 4:0. Auf der rechten Abwehrseite gab Neuzugang Marius Lehner ein gutes Startelfdebüt.

Fichtner war stolz auf seine Mannschaft: „Wir hatten heute ein ganz junges Team auf dem Platz, das alle Vorgaben sehr gut umgesetzt hat. Wir haben den Gegner unter Druck gesetzt und auch später nicht nachgelassen.“ Sein Kollege Klaus Adams, dessen Elf nicht Oberliga reif spielte, war dagegen restlos bedient. „In den vergangenen Jahren sind wir gern hierher gekommen. Einmal haben wir sogar gewonnen. Wir mussten heute acht Spieler ersetzen. Trotzdem standen elf Akteure auf dem Platz, die sich anders hätten verkaufen müssen. Wir hatten heute kein Oberliganiveau“, so Adams, dessen Team nur zwei Spieler auf der Ersatzbank hatte.

Quelle
Ausgabe     Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 219
Datum     Montag, den 19. September 2016
Seite     19

FK Pirmasens II - SC Hauenstein 1:2 (1:2) - 14.09.2016

Einen verdienten 2:1 (2:1)-Auswärtssieg landete unsere Mannschaft beim FK Pirmasens II und konnte dabei an die aufsteigenden Leistungen der letzten Spiele anschließen. Das „kleine“ Lokalderby begann für unsere Mannschaft mit einem Auftakt nach Maß. Der Sekundenzeiger hatte nicht einmal eine Umdrehung geschafft, da stand es schon 1:0 für den SCH. Der Anstoß des FKP wurde sofort abgefangen, auf der Außenposition Yanick Haag ins Spiel gebracht, der spazierte durch die FKP-Abwehr und feuerte einen gefährlichen Schuss auf das FKP-Gehäuse ab. Der überragende FKP-Keeper Oliver Seitz konnte den Ball gerade noch entschärften, doch im Nachsetzen war Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 zur Stelle und köpfte den Ball über die Linie des FKP-Tores. Doch die SCH-Führung hielt nur bis zur 22. Spielminute, bis Mikail Erdem im zweiten Nachschuss den Ball ins SCH-Tor befördern konnte. Beide Mannschaften spielten weiter offensiv und lieferten den Zuschauern so ein sehr kurzweiliges Spiel. In der 30. Minute ging das SCH-Team dann wieder in Führung, wieder hatte Yanick Haag die Vorarbeit geleistet und wieder war es der an diesem Tage überzeugende Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
, der mit einem Schuss von der Strafraumgrenze aus das 2:1 erzielte. Glück hatte unsere Mannschaft nach 37 Spielminuten, als ein Schuss von Mikail Erdem nur den Pfosten traf. Doch auch unsere Mannschaft hatte in dieser Partie viele gute Tormöglichkeiten, die aber allesamt vergeben wurden. So versäumten es Kevin Schwehm
Kevin Schwehm
 (50.) und Kai Schacker
Kai Schacker
 (60.) bei besten Torgelegenheiten den Sieg schon frühzeitig für unsere Blau-Weißen zu sichern. Der FKP kam in den letzten Minuten nochmals auf, doch unsere Mannschaft ließ keinen weiteren Treffer der Gastgeber mehr zu. Im Gegenteil: Aus den vielen sich bietenden besten Kontermöglichkeiten machten unsere Akteure viel zu wenig, weil viel Eigensinn im Spiel war oder aber der letzte Pass zu schlampig gespielt wurde. Dennoch reichte es am Ende zum verdienten SCH-Sieg. Unsere Mannschaft zeigte sich in diesem Spiel sehr motiviert und leistungsbereit und unterstrich den Willen, sich in den nächsten Wochen weiter vom Tabellenende absetzen zu wollen.              /mk/


Spielstatistik

FK Pirmasens II: Seitz-Peters-Nagel-Ludy (ab 73. Krob)-Erdem-Rose-Eichhorn (ab 63. Sentürk)-Osee-Grieß-Mehari Kiflom (ab 74. Kassa)-Drews
Trainer: Patrick Hildebrandt
Weitere Auswechselspieler: Hildebrandt, Canizzo, Jung (TW)

SC Hauenstein: Urban-Klück (ab 28. Lehner)-Hartlieb-Schwehm-Haag (ab 73. Ando)-Brechtel-Christof Seibel-Abele-Bormeth-Rösner-Schacker (ab 63. Srzentic)
Trainer: Thomas Fichtner
Weitere Auswechselspieler: Biedermann, Dauenhauer, Kupper, Little (TW)

Tore: 0:1 (1.) Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 / 1:1 (22.) Mikail Erdem / 1:2 (30.) Jesper Brechtel
Gelbe Karten: Rose, Eichhorn, Drews / Hartlieb, Bormeth
Gelb/Rote Karte: Rose (68.) / -----
Schiedsrichter: Tobias Hauer (Bübingen / Saarland)         
SRA: Niclas Zemke, Moritz Rampendahl
Zuschauer: 250



FKP II am Ende nur noch zu neunt

FUSSBALL-OBERLIGA: Gestern Abend 1:2 gegen SC Hauenstein – Rose sieht Gelb-Rot – Brechtel trifft zweimal

Von Andreas Petry

 Mit 2:1 (2:1) hat der SC Hauenstein gestern Abend vor 250 Zuschauern im Stadion Husterhöhe das Südwestpfalz-Derby der Fußball-Oberliga beim FK Pirmasens II gewonnen. Die Pirmasenser hatten am Ende nur noch acht Feldspieler.
Für die junge zweite Mannschaft des FKP ging es da weiter, wo es vier Tage zuvor beim TuS Mechtersheim aufgehört hatte: mit einem Gegentor. Der Zeiger hatte nach dem Anpfiff gerade eine halbe Umdrehung hinter sich, da zappelte der Ball bereits im Pirmasenser Tornetz. „Das Spiel kann nicht schlechter anfangen“, sagte Yannick Drews nach dem Abpfiff dazu. Was war passiert? Yanick Haag durfte für den SCH, bei dem Kapitän Sandro Rösner
Sandro Rösner
 nach Verletzungspause erstmals in dieser Saison zur Anfangsformation gehörte, mit dem ersten Ballbesitz – nach Anstoß der Pirmasenser – auf der rechten Seite durchmarschieren. FKP-Keeper Oliver Seitz wehrte den Schuss zwar ab, doch den Abpraller köpfte Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 zum 1:0 für den SCH ein. „In den Ball habe ich hineingeworfen“, sagte der ehemalige finnische U21-Nationalspieler dazu. Nun, die Geschichte mit Brechtel und Seitz hatte gestern Abend auch noch einen zweiten Akt. „Haag spielt mir das Ding in den Fuß. Klar, war da Glück dabei“, schilderte Brechtel den 2:1-Siegtreffer, der bereits nach 30 Minuten fiel. Der 18-Meter-Schuss des guten Hauensteiner „Sechsers“ mit der Nummer 17 wurde von Yannick Osee so unglücklich abgefälscht, dass sich der Ball über den 1,96 Meter großen Seitz ins Tor senkte. „Mich freut das für Jesper“, lobte SCH-Coach Thomas Fichtner seinen Schützling, dem er „noch vor dem Spiel gesagt“ habe, dass er „aus der Distanz schießen soll“.

Vielleicht wäre das Match anders verlaufen, hätte der FKP II seine Chancen vor der Pause verwertet. „Wir haben momentan nicht das Glück der Spiele zuvor“, merkte Kapitän Jannik Nagel an. So fehlten Mikail Erdem in der 37. Minute nur Zentimeter zu seinem zweiten Treffer in dieser Partie. Nach feinem Pass von Christopher Ludy hätte SCH-Keeper Kevin Urban
Kevin Urban
 keine Chance gehabt, doch Erdems Schuss landete am Pfosten. Seine erste Möglichkeit hatte der Deutsch-Türke gekonnt genutzt. Nachdem Hauensteins Verteidiger Lukas Hartlieb
Lukas Hartlieb
 zunächst geklärt hatte, überlupfte Erdem im zweiten Anlauf sowohl Urban als auch Hartlieb. Ein sehenswerter Schlenzer! Pech hatten die Pirmasenser, als Benjamin Peters Freistoßflanke am langen Pfosten landete (41.).

„So darf man nicht hingehen“, ärgerte sich FKP-II-Trainer Patrick Hildebrandt über Gelb-Rot für seinen Schützling Kevin Rose in Minute 68. Dieser Platzverweis schwächte die auf den Ausgleich drängenden Gastgeber empfindlich. Bitter, dass mit Yannick Grieß ein weiterer Abwehrspieler verletzt ausfällt. „Verdacht auf Nasen- und Jochbeinbruch“, sagte Hildebrandt zur Verletzung des Windsbergers, die er in der 76. Minute bei einem Kopfballduell erlitt. Weil die Pirmasenser schon dreimal gewechselt hatten, mussten sie die letzten zwölf Minuten mit acht Feldspieler zu Ende bringen.

„Das gibt es doch nicht, was wir da an Chancen haben liegenlassen“ schüttelte SCH-Coach Fichtner die gestern wohl noch grauer gewordenen Haare auf seinem Kopf. Denn Hauenstein vergab in der Schlussphase mit zwei Mann Überzahl gleich reihenweise Topmöglichkeiten. „Teils müssen sie das ruhiger ausspielen, und der Einzelne darf nicht ganz so eigensinnig agieren“, kommentierte Fichtner die Chancen für Marcel Bormeth
Marcel Bormeth
, Andjelo Srzentic und Marcel Abele, denen immer einer im Weg stand: FKP-Keeper Seitz der per Hand- und Fußabwehr die SCH-Kicker verzweifeln ließ.

„Hauenstein hat das am Schluss schlecht gemacht, deshalb sind wir im Spiel geblieben“, sagte Hildebrandt und fügte an: „Was wir spielen wollten, hat nicht hingehauen. Die Abstände waren zu groß.“ Weiterer
Bericht im überregionalen Sportteil

Quelle
Ausgabe     Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 216
Datum     Donnerstag, den 15. September 2016
Seite     23

FKP II

FSV Salmrohr - SC Hauenstein 4:3 (3:2)

Eine völlig unnötige 4:3-Auswärtsniederlage bezog unsere Mannschaft beim FSV Salmrohr. Mit teilweise haarsträubenden Fehlern wurde den Gastgebern der Sieg erst ermöglicht und brachte sich unsere Mannschaft selbst um den Lohn ihrer Bemühungen. Kaum war die Mannschaft auf dem Rasen des altehrwürdigen Salmtalstadions, da lag sie auch schon mit 0:2-Toren im Rückstand. Tim Hartmann traf für die Salmrohrer nach sechs und sieben Spielminuten, wobei jeweils SCH-Keeper Kevin Urban
Kevin Urban
 gütlich mithalf. Der SCH-Goalie hatte nicht seinen besten Tag erwischt, was letztlich auch für die Niederlage ausschlaggebend war. Trotz des frühen Rückstandes rappelte sich unsere Mannschaft dann auf und bestimmte fortan das Spielgeschehen. Der Lohn ließ nicht lange auf sich warten, denn schon nach 11 Minuten konnte der an diesem Tage sich in prächtiger Form zeigende Yanick Haag auf 1:2 verkürzen. Das SCH-Team blieb weiter am Drücker und beherrschte den Gegner ganz klar. Folgerichtig dann auch der 2:2-Ausgleichstreffer, den wiederum Yanick Haag erzielen konnte (37.). Doch schon zwei Minuten später war die Führung der Gastgeber wieder hergestellt, als Ozoh ungehindert einköpfen konnte und Flankengeber Braun vorher nicht energisch genug angegriffen wurde. So wie die erste Hälfte begonnen hatte, so begann auch die zwei Halbzeit, nämlich mit einem Treffer für die Gastgeber. Erneut war Tim Hartmann nach 57 Minuten erfolgreich. Erneut sah die SCH-Defensive nicht gut aus und ließ den Torjäger der Salmrohrer ungehindert zum Schuss kommen. Als Daisuke Ando
Daisuke Ando
 in der 63. Minute den 4:3-Anschlusstreffer erzielen konnte, keimte im SCH-Lager nochmals Hoffnung auf, doch unsere Mannschaft schaffte es nicht mehr, den Ausgleichstreffer noch zu erzielen. Die beste SCH-Chance und die letzte des Spiels hatte Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 kurz vor Schluss auf dem Fuß, doch sein Schuss ging ganz knapp am Salmrohrer Kasten vorbei. Eigentlich hätte das SCH-Team in Salmrohr einen Punkt verdient gehabt, doch zeigte sich einmal mehr die SCH-Abwehrformation nicht auf der Höhe des Geschehens und gab den möglichen Punktgewinn recht leichtfertig aus der Hand.           /mk/


Spielstatistik

FSV Salmrohr: Ternes-Helbig (ab 82. Ting)-Schädler-Toure-Bartsch-Inhestern (ab 59. Eichhorn)-Hartmann-Bohr-Braun-Ozoh-Schraps (ab 22. Düpre)
Trainer: Paul Linz
Weitere Auswechselspieler: Lauer, Herres, Ntela, Schmitt (TW)

SC Hauenstein: Urban-Klück-Hartlieb-Kupper (ab 54. Ando)-Schwehm-Haag-Srzentic-Brechtel-Abele-Bormeth (ab 84. Rösner)-Schacker (ab 54. Christof Seibel)
Trainer: Thomas Fichtner
Weitere Auswechselspieler: Biedermann, Dauenhauer, Scherpf, Little (TW)

Tore: 1:0 (6.) Tim Hartmann / 2:0 (7.) Tim Hartmann / 2:1 (11.) Yanick Haag / 2:2 (37.) Yanick Haag / 3:2 (39.) Anthony Ekene Ozoh /
          4:2 (57.) Tim Hartmann / 4:3 (63.) Daisuke Ando
Gelbe Karten: Bartsch, Eichhorn / -----
Schiedsrichter: Thorsten Braun (Saarbrücken / Saarland)         
SRA: Niclas Zemke, Moritz Rampendahl
Zuschauer: 178



Hoffen auf Rösners Rückkehr

Fußball-Oberliga: SCH leistet sich bei 3:4-Schlappe in Salmrohr erneut Abwehrpatzer

Von Andreas Arens
 
Wer gedacht hatte, der SC Hauenstein würde nach dem 4:3-Heimsieg in der Vorwoche über den FV Diefflen einen draufsetzen und sich aus dem Tabellenkeller der Fußball-Oberliga entfernen, wurde am Samstag eines Besseren belehrt. Wieder hieß es 4:3, diesmal aber für den Gegner – und der hieß in diesem Fall FSV Salmrohr – RHEINPFALZ am SONNTAG informierte.
Dennoch ist sich Paul Linz, der Trainer der siegreichen Gastgeber, „sicher, dass die Hauenstein schnell da unten rauskommen werden“. Begründung: „Sie haben spielerisch viel Qualität. Wir haben gegen eine richtig gute Mannschaft gewonnen.“Qualität bewies der SCH vor gerade einmal 145 Unentwegten, die sich bei bestem Schwimmbadwetter im Salmtalstadion verloren hatten, nur in der Offensive. Marcel Bormeth
Marcel Bormeth
 und besonders der wendige, durchsetzungsfreudige Yanick Haag verdienten sich gute Noten. Der von der Saison von Regionalligaabsteiger SV Spielberg in den Wasgau gewechselte Haag war auch zur Stelle, als sich FSV-Innenverteidiger Daniel Braun zwei böse Aussetzer leistete. Jeweils vollendete der 21-jährige Angreifer cool zum 1:2 (11.) und 2:2 (37.). Später war auch der eingewechselte Daisuke Ando
Daisuke Ando
 zur Stelle und drückte den Ball auf Kopfballvorlage von Daniel Klück
Daniel Klück
 zum 3:4 über die Linie (63.).

„Tore erzielen können wir, haben auch abgesehen von unseren drei Treffern einige starke Aktionen gehabt. Was wir jedoch schnellstens schaffen müssen, ist, kompakter aufzutreten“, monierte SCH-Coach Thomas Fichtner. Hinzu kamen Indisponiertheiten von Torwart Kevin Urban
Kevin Urban
, der beim Salmrohrer 1:0 von Tim Hartmanns Freistoß aus 23 Metern auf dem falschen Fuß erwischt wurde (6.) und einige Augenblicke später den Schuss vom gleichen FSV-Akteur unterm Körper durchrutschen ließ – damit 2:0 nach nur sieben Minuten!

Als die Gäste das Geschehen nach dem 2:2 im Griff zu haben schienen, ließen sie Braun ungehindert von der linken Seite aus flanken und den einst in Spaniens dritter und Rumäniens erster Liga erprobten FSV-Angreifer Anthony Ekene Ozoh aus kurzer Distanz einköpfen – 3:2 (39.). Sechs Minuten nach dem Seitenwechsel legte die Linz-Elf nach, wieder sah die Innenverteidigung des SCH nicht gut aus. Hartmann konnte sich den Ball noch in aller Seelenruhe zurechtlegen und schlenzte dann gekonnt zum 4:2 in den Winkel.

Immerhin: Sandro Rösner
Sandro Rösner
 machte nach langwierigen Achillessehnenproblemen in der Schlussphase seine ersten Spielversuche, wirkte ab der 83. Minute mit. „Es ist zwar schön, wieder auf dem Platz zu stehen; darauf hätte ich aber gerne verzichtet, wenn wir gewonnen hätten“, sagte der etatmäßige Kapitän. „Zu viele Fehler“ habe sich sein Team geleistet und am Ende ein Spiel verloren, das „dank unserer starken Moral nach dem 2:2 eigentlich in unsere Richtung zu laufen schien“.

Der als Abwehrchef beim SCH so sehr vermisste Rösner sieht zwar wie Linz die Substanz in seiner Mannschaft, weiß aber auch: „Es kann noch hart werden und vielleicht noch ein paar Wochen oder Monate dauern, bis wir wieder auf Kurs sind.“

Ein Einsatz des 30-Jährigen über die volle Distanz am Mittwoch (19 Uhr) im Derby beim FK Pirmasens II kommt nach Ansicht von Fichtner wohl zu früh. Die komplette Rückkehr Rösners sehnt der Coach derweil herbei: „Er wird unserem Spiel sicher einiges an Stabilität verleihen.“

Quelle
Ausgabe     Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 213
Datum     Montag, den 12. September 2016
Seite     19

SC Hauenstein - FV Diefflen 4:3 (2:1)

Mit dem 4:3-Heimsieg konnte unsere Mannschaft nicht nur ihren ersten Sieg der neuen Runde feiern, sondern auch den aktuellen Tabellenführer vom Thron stürzen. Es war insgesamt ein verdienter Sieg unserer Mannschaft, der eigentlich nur durch das nachlässige Verhalten des Teams in den letzten Spielminuten getrübt wurde. Unsere Mannschaft begann das schwere Spiel sehr konzentriert und schaffte auch erstmals einen frühen Treffer. Schon nach fünf Spielminuten war Kevin Schwehm
Kevin Schwehm
 erfolgreich, der damit unterstrich, dass er nicht nur gut spielen, sondern auch Tore erzielen kann. Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 hatte mit einem tollen Pass Kai Schacker
Kai Schacker
 auf rechts bedient, der perfekt in die Mitte auf Maximilian Albrecht flankte. Albrecht nahm den Ball volley und FVH-Keeper Enver Marina konnte mit einer Glanzparade den Ball gerade noch abwehren, doch Kevin Schwehm
Kevin Schwehm
 war zur Stelle und beförderte den Ball ins Gästenetz. Danach traf Maximilian Albrecht nur den Pfosten des FVD-Tores und nach 30 Minuten verhinderte wiederum Marina im Gästegehäuse eine gute Albrecht-Gelegenheit. Zuvor war den aggressiv und energisch auftretenden Gästen durch Lukas Latz der 1:1-Ausgleichstreffer geglückt (13.) Doch davon ließ sich unsere Mannschaft nicht beirren und diktierte weiter das Spielgeschehen. Die Führung für den SCH besorgte dann Kai Schacker
Kai Schacker
 mit seinem ersten Saisontreffer und einem schönen Heber nach guter Schwehm-Vorarbeit (41.). Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich weiterhin ein Spiel auf Augenhöhe, das in der 77. Minute vorentschieden schien. Nach Foulspiel im Strafraum an Daisuke Ando
Daisuke Ando
 verwandelte Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 den fälligen Strafstoß zum 3:1. Nur vier Minuten später dann gar das 4:1 durch Christof Seibel
Christof Seibel
, der einen weiten Abschlag von SCH-Keeper Kevin Urban
Kevin Urban
 nutzte und den Ball ins Gästetor donnerte. Doch einmal mehr kehrte dann im SCH-Team, „Bruder Leichtfuß“ ein und das Spiel wurde nochmals spannend. Zunächst veranstaltete Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 ein Dribbling im eigenen Strafraum, was prompt daneben ging. Schließlich wusste sich Srzentic gegen den Ballverlust nur mit einem Foulspiel zu helfen. Denn fälligen Strafstoß konnte Kevin Urban
Kevin Urban
 zunächst glänzend parieren, doch in der Folgeszene konnte Fabian Poß sein Missgeschick beim Elfmeter korrigieren und den Ball zum 2:4 ins SCH-Netz befördern. Nur zwei Minuten später unterlief Kevin Schwehm
Kevin Schwehm
 ein weiteres Foulspiel im eigenen Strafraum, was Dominic Selvaggio per Strafstoß zum 3:4 nutzte (90.). Die drei Minuten Nachspielzeit brachte unsere Team dann zwar sicher über die Zeit, hatte mit fünf „schäbigen“ Minuten aber die insgesamt  gute Leistung in den vorangegangenen 85 Minuten arg geschmälert.    /mk/



Spielstatistik

SC Hauenstein: Urban-Klück-Hartlieb-Schwehm-Haag (ab 74. Ando)-Srzentic-Brechtel-Abele-Bormeth-Albrecht (ab 69. Kupper)-Schacker (ab 78. Christof Seibel)
Trainer: Thomas Fichtner
Weitere Auswechselspieler: Biedermann, Dauenhauer, Scherpf, Little (TW)

FV Diefflen: Marina-Latz-hermes-Poß-Haase-Guther-Selvaggio-Fritsch (ab 49. Ömeroglu)-Müller (ab 19. Hofer)-Blass-Baizidi (ab 61. Folz)
Trainer: Michael Müller
Weitere Auswechselspieler: Schmitz, Migliara (TW)

Tore: 1:0 (5.) Kevin Schwehm
Kevin Schwehm
 / 1:1 (13.) Lukas Latz / 2:1 (41.) Kai Schacker
Kai Schacker
 / 3:1 (77.) Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 (Foulelfmeter) / 4:1 (81.) Christof Seibel
Christof Seibel
 /
          4:2 (88.) Fabian Poß (Foulelfmeter – Srzentic) / 4:3 (90.) Dominic Selvaggio (Foulelfmeter)
Gelbe Karten: Srzentic, Brechtel, Abele, Bormeth / Poß, Selvaggio, Fritsch, Müller, Blass, Hofer
Schiedsrichter: Mario Schmidt (Darscheid / Rheinland)          SRA: Thomas Haus, Viktor Baur
Zuschauer: 250



„Trotz dummer Elfer den Dreier verdient“

FUSSBALL-OBERLIGA: SC Hauenstein entthront Spitzenreiter FV Diefflen und feiert ersten Sieg – Brechtel glänzt als Dreh- und Angelpunkt

Von Peter Seibel

Fußball-Oberligist SC Hauenstein hat den ersten Saisonsieg eingefahren. Vor 220 Zuschauern besiegte die Elf von Trainer Thomas Fichtner den bisherigen Tabellenführer FV Diefflen mit 4:3 (2:1). Zum Schluss hätte Hauenstein gegen die starken Gäste fast noch zwei Punkte verloren (RHEINPFALZ am Sonntag berichtete).
Alle Hauensteiner waren erleichtert, als Schiri Mario Schmidt nach 93 hart umkämpften Minuten mit zehn gelben Karten abgepfiffen hatte. „Die Mannschaft hat mal wieder Fußball gespielt und das gebracht, was ich von ihr erwarte. Wir haben einen guten Kader. Aber es war klar, dass der etwas Zeit braucht“, sagte SCH-Manager Jürgen Lejeune nach 86 Minuten und hatte bis dahin recht mit seiner Einschätzung. Doch dann machte es das Team noch einmal spannend.Völlig unbedrängt vertändelte Andjelo Srzentic im eigenen Strafraum den Ball gegen Sascha Hermes und brachte ihn zu Fall – Strafstoß. Keeper Kevin Urban
Kevin Urban
 parierte stark gegen FV-Torjäger Fabian Poß. Die Lage schien geklärt. Doch dann kam der Ball von der Außenlinie erneut in den Strafraum. Diesmal nutzte Poß seinen Freiraum zum 2:4 (88.). Und noch war nicht Schluss. Nach Zweikampf zwischen Kevin Schwehm
Kevin Schwehm
 und Poß zeigte Schmidt abermals auf den Punkt. Diefflens Kapitän Dominic Selvaggio traf zum 3:4. „Da waren wir absolut zu schläfrig und haben saublöde Elfmeter kassiert. So kann man sich auch um seinen verdienten Lohn bringen“, ärgerte sich Fichtner. Um sich beim kurz nach dem Strafstoß erfolgten Abpfiff doch über den verdienten Sieg zu freuen. „Wir hatten uns viel vorgenommen, und ich freue mich natürlich riesig“, so Fichtner. Auch Christof Seibel
Christof Seibel
 freute sich wie ein Schneekönig: Zwei Minuten nach seiner Einwechslung traf Seibel nach Urbans Abstoß zum 4:1. Seibel hatte bereits am Vortag für die Bezirksligareserve getroffen. „Ein super Gefühl. Aber am wichtigsten war der erste Sieg“, sagte der einzige Hauensteiner im Team.

Der SCH begann ganz stark und bejubelte bereits nach fünf Minuten die Führung. Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
, der erstmals in dieser Saison als Dreh- und Angelpunkt glänzte, schickte den auf rechts ganz stark spielenden Kai Schacker
Kai Schacker
. Der bediente den mitgelaufenen Maximilian Albrecht. Dessen Direktabnahme konnte Diefflens Enver Marina noch abwehren. Doch Schwehm war zur Stelle und hob den Ball aus zehn Metern in den Winkel. Bereits eine Minute zuvor hatte Albrecht mit einem Freistoß nur den Pfosten getroffen. Und nach einer halben Stunde scheiterte erneut Albrecht nach Brechtels Zuspiel am toll reagierenden Marina.

„Bis zehn Minuten vorm Ende haben wir souverän gespielt. Da durfte einfach nichts mehr anbrennen. Trotz der dummen Elfer war der Sieg verdient“, sagte Brechtel. Er selbst hatte per Strafstoß für das 3:1 (77.) gesorgt. Nicht ganz souverän war die Vorstellung zwischen der 10. und 20. Minute. Da wackelte die Defensive gegen die aggressiv auftretenden Gäste gewaltig. Fabian Blass ganz knapp neben das Tor (11.), zwei Minuten später war Urban geschlagen. Nach Dominic Selvaggios Freistoß konnte Urban Poß' Schuss abwehren. Gegen Lukas Latz’ Nachschuss war er machtlos. Doch der SCH berappelte sich und schaffte durch Schackers feinen Heber nach Schwehms Pass die erneute Führung. „Bis auf die letzten fünf Minuten sind wir in der zweiten Hälfte gut gestanden. Der erste Sieg war enorm wichtig für uns“, sagte Schacker, der ein enormes Laufpensum verrichtete und über rechts immer für Gefahr sorgte.

Nach der Pause stellte Fichtner um und zog Linksverteidiger Lukas Hartlieb
Lukas Hartlieb
 in die Mitte. Seinen Platz nahm Schwehm ein, dafür rückte Marcel Abele ins zentrale Mittelfeld. „Dadurch kam mehr Ordnung in unser Spiel“, lobte Fichtner. „Am Ende war der Hauensteiner Sieg sicher nicht unverdient. Einige Schiedsrichter- Entscheidungen habe ich anders gesehen. Wir mussten im ersten Durchgang einen klaren Elfer bekommen. Aber dann haben wir auch zu sehr gehadert und uns von unserem Spiel abbringen lassen“, erklärte Diefflens Co-Spielertrainer Thomas Hofer.

Quelle
Ausgabe     Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 207
Datum     Montag, den 5. September 2016
Seite     19
1:0

TuS Mechtersheim - SC Hauenstein 2:1 (1:1)

Mit dem 2:2-Unentschieden bei TuS Mechtersheim holte unsere Mannschaft den ersten Auswärtspunkt der laufenden Runde und zeigte dabei eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber den letzten Oberligaspielen. Insbesondere in der ersten Spielhälfte wusste unsere Mannschaft zu überzeugen und war die klar bessere Mannschaft. Doch das SCH-Team belohnte sich nicht für die gezeigten Leistungen, weil die sich bietenden Chancen nicht verwertet wurden. In der 18. und 20. Spielminute tauchte Yanick Haag zweimal alleine vor TuS-Keeper Peter Klug auf und verlor zweimal das Duell Mann gegen Mann. Auch Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 hatte zwei sehr gute Möglichkeiten (25. und 31.) scheiterte aber ebenfalls am überragenden Torhüter der Gastgeber. Wie aus dem Nichts schafften die Gastgeber dann die 1:0-Führung durch Eric Veth (33.), der einen schnellen Konterangriff über Maximilian Krämer zum 1:0 vollendete. Doch unsere Mannschaft kam schnell ins Spiel zurück. Nach 37 Spielminuten foulte Marc Barisic im eigenen Strafraum SCH-Spieler Kevin Schwehm
Kevin Schwehm
. Den fälligen Strafstoß verwandelte Maximilian Albrecht sicher zum 1:1-Pausenstand. Nach dem Wechsel hatte der SCH einen Auftakt nach Maß: Yanick Haag bediente mustergültig Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
, der das Zuspiel zum 2:1-Treffer nutzen konnte (46.). Mechtersheim verstärkte daraufhin seine Angriffsbemühungen und erhielt mehr Spielanteile. Doch die SCH-Abwehr stand zunächst sehr sicher und ließ keine größeren Möglichkeiten des TuS zu. Lediglich nach 52 Spielminuten wurde es für den SCH gefährlich, doch ein Abwehrspieler unserer Mannschaft konnte einen Kopfball des Einheimischen Danko Boskovic gerade noch von der Linie klären. Nach 68 Spielminuten zeigte Schiedsrichter Marcel Schütz abermals auf den Strafstoßpunkt, diesmal aber für die Platzherren. Thorsten Ullemeyer verwandelte den Elfmeter zum 2:2-Ausgleich. In der Schlussphase des Spieles wollten beide Teams den Siegtreffer erzielen und spielten voll auf Angriff. Daher entwickelte sich in dieser Spielphase ein äußerst spannendes und abwechslungsreiches Match. Dennoch fiel kein weiterer Treffer mehr und so endete das gute Oberligaspiel mit einem 2:2-Unentschieden.    /mk/


Spielstatistik

TuS Mechtersheim: Klug-Boskovic (ab 53. Immel)-Ullemeyer-Krämer-Simon-Selzer-Veth-Bendusch-Barisic (ab 63. Metz)-Custic-Petrescu
Trainer: Manfred Schmitt
Weitere Auswechselspieler: Trippner, Karl, Lintz, Schneider, Geist (TW)

SC Hauenstein: Urban-Klück-Hartlieb-Schwehm-Haag (ab 60. Biedermann)-Srzentic-Brechtel-Abele-Bormeth (ab 70. Kupper)-Albrecht (ab 64. Dauenhauer)-Schacker
Trainer: Thomas Fichtner
Weitere Auswechselspieler: Ando, Seibel, Scherpf, Little (TW)

Tore: 1:0 (33.) Eric Veth / 1:1 (37.) Maximilian Albrecht (Strafstoß – Schwehm) / 1:2 (46.) Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 /
          2:2 (68.) Thorsten Ullemeyer (Strafstoß)
Gelbe Karten: Selzer, Immel / Bormeth, Albrecht
Schiedsrichter: Marcel Schütz (Worms / Südwest)         
SRA: Fabian Jutzi, Oliver Götte
Zuschauer: 411



SC Hauenstein wartet weiter auf ersten Sieg

FUSSBALL-OBERLIGA: 2:2 in Mechtersheim

Von Marek Schwöbel

 Mit einem leistungsgerechten 2:2 (1:1) trennten sich gestern Abend in der Fußball-Oberliga der TuS Mechtersheim und der SC Hauenstein. Nachdem die Gäste die erste Hälfte bestimmt hatten, war Mechtersheim in Durchgang zwei die aktivere Mannschaft.
Der nach fünf Spieltagen noch sieglose SCH legte los wie die Feuerwehr: Die Mannen von Trainer Thomas Fichtner, der sie lautstark nach vorne dirigierte, versuchten es mit frühem Pressing, um die Gastgeber am Spielaufbau zu hindern. Das schmeckte dem TuS überhaupt nicht. In der 18. Minute musste TuS-Torhüter Peter Klug gegen Yanick Haag retten. Zwei Minuten später trafen sich beide wieder, Klug parierte abermals. Andjelo Srzentic hatte in der 25. und 31. Minuten die nächsten Möglichkeiten, aber wieder stand Klug richtig. Dann die kalte Dusche für die Hauensteiner: Einen starken Diagonalpass von Mechtersheims Florian Simon nahm Maximilian Kramer auf halblinks auf, lief Richtung Grundlinie. Seine Hereingabe spitzelte der Ex-Hauensteiner in Mechtersheims Angriff, Eric Veth, zum überraschenden 1:0 in die Maschen (33.). Hauenstein antwortete mit wütenden Angriffen, Marc Barisic foulte SCH-Spieler Kevin Schwehm
Kevin Schwehm
 im Strafraum: Elfmeter. Maximilian Albrecht verwandelte sicher zum 1:1 (36.). Hauenstein hatte erfolgreich Mechtersheims Mittelfeldmann Danko Boskovic aus dem Spiel genommen, die Gastgeber kaumen in den ersten 45 Minuten kaum zu Abschlüssen.

Mit einem Paukenschlag begann die zweite Hälfte: Ein Haag-Zuspiel nutzte Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 zum 2:1. Zu diesem Zeitpunkt verdient. „Wir haben einfach nicht ins Spiel gefunden, haben erst spät den Hebel umgelegt“, sollte TuS-Coach Manfred Schmitt später sagen. Boskovic hatte dann den Ausgleich auf dem Kopf, aber ein Hauensteiner klärte auf der Linie (52.).

Es entwickelte sich ein temporeiches und mitreißendes Spiel, das beide Übungsleiter später lobten. „Meine Mannschaft hat eine Reaktion gezeigt und heute das Spiel gewinnen wollen“, sagte Hauensteins Trainer später. Aber die Mechtersheimer legten zu, erhöhten das Tempo und drückten die Gäste in die Defensive. Hauensteiner Entlastungsangriffe waren Mangelware. Konsequenz war ein Foul an Veth im Strafraum, das ebenfalls mit einem Elfmeter geahndet wurde: Mechtersheims Kapitän Torsten Ullemeyer knallte den Ball unter die Latte zum letztlich verdienten 2:2-Ausgleich (65.).

Beide Mannschaften spielten danach auf Sieg, aber es fehlten in der englischen Woche dann die Kräfte, um die Angriffe konsequent und klar auszuspielen. Die letzte Chance hatte abermals Veth. „Auf dieser Leistung können wir aufbauen“, resümierte Fichtner den engagierten Auftritt seiner Mannschaft. Weiterer
Bericht im überregionalen Sportteil

Quelle
Ausgabe     Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 204
Datum     Donnerstag, den 1. September 2016
Seite     23

SC Hauenstein - SV Saar 05 Saarbrücken 1:6 (0:3)



Nur zwei Tage nach derHitzeschlacht gegen Röchling Völklingen musste unsere Mannschaft im Heimspielgegen den SV Saar 05 Saarbrücken eine deprimierende 1:6-Schlappe hinnehmen undhat sich somit im Tabellenkeller der Oberliga festgesetzt. Sicherlich eine neuePerspektive für viele im Verein und auch die Spieler, dennoch aber kein Grundin Hektik und Kopflosigkeit zu verfallen. Mit etwas Matchglück hätte das Spielvielleicht einen anderen Verlauf genommen, wenn nach zehn SpielminutenSCH-Angreifer Daisuke Ando

Daisuke Ando
 seine Hundertprozentige nach schönem Zuspiel vonKazuaki Nishinaka
Kazuaki Nishinaka
 genutzt hätte. Doch statt 1:0 stand es dann zwei Minutenspäter 0:1 für die Gäste und dies nach einem Totalaussetzer in der SCH-Abwehr.Nach einer Ecke von Mathias Krauß stand der nicht gerade groß gewachseneAlexander Schmieden völlig frei und hatte keine Mühe, den Ball per Kopf insSCH-Netz zu befördern. Als nach 25 Minuten Fatih Günes unter der erneut gütigenMithilfe der SCH-Abwehr das 0:2 glückte, deutete sich die erneute Heimniederlageschon an. Weiteres Pech für unser Team dann kurze Zeit später, als Daisuke Andoim Gästestrafraum klar gefoult wurde, doch der Pfiff des Schiedsrichtersunverständlicher Weise aus blieb. Kurz vor dem Seitenwechsel schaffte Saar 05durch Armend Haliti gar das 0:3 (43.) und somit die Vorentscheidung. Nach derPause hatte unsere Mannschaft nicht mehr die Kraft und auch den Glauben an sichselbst und ergab sich fast willenlos dem Schicksal. Nach Vorarbeit vonAlexander Schmieden stellen die Gäste durch Lars Anton das 0:4 her (64.). Daspielte es denn auch keine Rolle mehr, dass der eingewechselte Yanick Haag fürden SCH den Ehrentreffer erzielen konnte (76.), denn Saar 05 Saarbrücken kamnoch zu zwei weiteren Treffern von Leoluca Diefenbach (77.) und nochmalsAlexander Schmieden (85.), wobei unsere Abwehr einmal mehr ganz schlechtaussah. Das 1:6 war ein richtiges Debakel und Desaster, das sich so nichtwiederholen darf, denn so darf und kann sich unsere Mannschaft unter keinenUmständen nochmals den zu Recht enttäuschten Zuschauern und Fans präsentieren.



 

Spielstatistik

SC Hauenstein: Urban-Klück-Hartlieb-Kupper-Schwehm-Ando (ab 62. Haag)-Srzentic-Brechtel-Abele-Bormeth (ab 46. Seibel)-Nishinaka (ab 46. Biedermann)
Trainer: Thomas Fichtner
Weitere Auswechselspieler: Öhler, Schacker, Albrecht, Little (TW)

Saar 05 Saarbrücken: Adam-Dominik Engel-Schmieden-Steis (ab 60. Britz)-Simon-Krauß-Anton (ab 75.Jan Philipp Engel)-Seibert-Günes (ab 65. Guendez)-Diefenbach-Haliti
Trainer: Timon Seibert
Weitere Auswechselspieler: Noutsos, Singh, Reichrath, Gossrau (TW)

Tore: 0:1 (13.) Alexander Schmieden / 0:2 (25.) Fatih Günes / 0:3 (43.) Armend Haliti / 0:4 (64.) Lars Anton / 1:4 (76.) Yanick Haag /
          1:5 (77.) Leoluca Diefenbach / 1:6 (85.) Alexander Schmieden
Gelbe Karten: Kupper, Nishinaka, Biedermann / Günes
Schiedsrichter: Christoph Zimmer (Wittlich / Rheinland)         
SRA: Janek Eiden, Tim Steffens
Zuschauer: 150




Fast willenlos ergeben

FUSSBALL-OBERLIGA: 1:6-Debakel von Vizemeister SC Hauenstein gegen Saar 05 – Fichtner: Wir sprechen zu wenig

Von Peter Seibel
 
Fußball-Oberligist SC Hauenstein kommt in dieser Saison einfach nicht in die Gänge. Vorläufiger Negativ-Höhepunkt: das ernüchternde 1:6 (0:3) vor nur 100 Zuschauern im Stadion am Neding gegen Regionalliga-Absteiger Saar 05 Saarbrücken – RHEINPFALZ am SONNTAG informierte.
„Enttäuschend und unerklärlich“, nannte Hauensteins Teammanager Jürgen Lejeune die ganz schwache Leistung. Sehr bedenklich war die Tatsache, dass sich die Mannschaft fast willenlos in ihr Schicksal ergab. „Nach dem 0:1 gingen alle Köpfe nach unten. Wir sprechen zu wenig. Da fehlt uns auch Sandro Rösner
Sandro Rösner
 mit seinen Kommandos“, sagte SCH-Trainer Thomas Fichtner, der den Auftritt zudem als „blutleer“ bezeichnete.

Dabei hätte seine Mannschaft einen Auftakt nach Maß erwischen können. Nach zehn Minuten spielte Kazuaki Nishinaka
Kazuaki Nishinaka
 seinen japanischen Landsmann Daisuke Ando
Daisuke Ando
 frei. Allerdings scheiterte Ando, vergangenen Mittwoch noch Torschütze zum 1:1 gegen Völklingen, völlig frei stehend am herausgestürzten Gästekeeper Niklas Adam. Fichtner: „Den muss er einfach machen.“

In der Folge verschwand Ando fast völlig von der Bildfläche. Und mit ihm fast die gesamte Hauensteiner Elf. Denn im Anschluss an den direkten Gegenzug ging Saarbrücken nach einer Ecke von Kristoffer Krauß in Führung. Der vom FK Pirmasens gekommene Alexander Schmieden, gewiss kein Hüne, durfte ungehindert einköpfen. Das SCH-Team war geschockt und bekam nichts mehr auf die Reihe. Die Treffer zum 0:2 und 0:3 fielen nach anfängerhaften Fehlern. Vor Fatih Günes' Treffer (28.) liefen Andjelo Srzentic und Kevin Schwehm
Kevin Schwehm
 neben Günes her und ließen ihn ungehindert schießen. Beim 0:3 (44.) verlängerte Saarbrückens Innenverteidiger Armend Haliti einen der vielen langen Einwürfe von David Seibert über SCH-Torwart Kevin Urban
Kevin Urban
 hinweg ins lange Eck. „Das haben wir noch extra angesprochen, und dann passiert sowas“, ärgerte sich Fichtner.

Hauenstein hat in vier Spielen nun schon zehn Gegentore hinnehmen müssen. In der letzten Runde waren es bis zur Winterpause in 19 Spielen gerade mal acht ...

Aber auch im Angriff läuft derzeit wenig zusammen. Gegen Saar 05 durften sich alle nominellen Angreifer zeigen. Einziger Lichtblick: Yanick Haag, der nach 65 Minuten für Ando kam und den Ehrentreffer erzielte.

„Das war eine Katastrophe. Ich weiß nicht, woran es lag. Wir müssen das 1:0 machen und kassieren stattdessen das 0:1. Nach dem dritten Gegentor haben wir uns ergeben“, stellte SCH-Spieler Niklas Kupper
Niklas Kupper
 fest.

Es war klar, dass es bei tropischen Temperaturen und einem 0:3-Rückstand im zweiten Durchgang enorm schwer für die Gastgeber werden würde. Saar 05 konnte abwartend agieren und nutzte in der Folge fast jeden Hauensteiner Fehler gnadenlos aus. Anton, Diefenbach und abermals Mittelstürmer Schmieden, der in seinem Pirmasenser Jahr nie als Angreifer eingesetzt war, erhöhten auf 1:6.

Es passte zu diesem, so Fichtner, „gebrauchten Tag“, dass beim Stand von 0:2 Ando elfmeterreif gefoult wurde, es aber keinen Strafstoß gab, und dass der SCH nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Srzentic (77.) zu zehnt weiterspielen musste, da Fichtner bereits dreimal gewechselt hatte.

Bester Dinge war natürlich Gästetrainer Timon Seibert: „Wir hätten nie daran gedacht, dass es heute so deutlich wird. Wenn Hauenstein in Führung geht, wird es schwer. Aber danach haben wir alle Schwächen des Gegners genutzt“, sagte Seibert.

Fichtner blickte bereits aufs nächste Match am Mittwoch (19 Uhr) bei Aufsteiger TuS Mechtersheim. „Wir müssen sehen, dass einige frische Kräfte zum Einsatz kommen.“

Quelle
Ausgabe     Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 201
Datum     Montag, den 29. August 2016
Seite     19

Das 0:1 fällt

SC Hauenstein - Röchling Völklingen 1:1 (0:0)

Nur drei Tage nach dem tollen Pokalauftritt gegen den Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen erreichte unsere Mannschaft ein 1:1-Unentschieden gegen den hohen Meisterschaftsfavoriten SV Röchling Völklingen. In der ersten Spielhälfte sahen die Zuschauer eine eher zähe Begegnung. Beide Teams hatten gehörigen Respekt voreinander und legten ihr Hauptaugenmerk auf eine sichere Abwehr. So blieben Chancen zunächst Mangelware. Die Gäste besaßen zu Beginn keine nennenswerte Tormöglichkeit, während unsere Mannschaft durch Schüsse von Lukas Hartlieb
Lukas Hartlieb
 (30.) und Alexander Biedermann (33.) wenigstens zwei halbe Torgelegenheiten verbuchen konnte. Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel dann munterer und offener. Nach einem Schuss von Marcell Öhler
Marcell Öhler
 kam der Ball zu Lukas Hartlieb
Lukas Hartlieb
 (55.), doch dessen Schuss ging knapp am Gehäuse der Gäste vorbei. Nur eine Minute später bejubelten die SCH-Anhänger einen Treffer von Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
, doch Schiedsrichter Ehsan Amirian annullierte das bereits gegebene Tor nach einer Intervention seines Linienrichters Philipp Bodewing. Völklingen kam in dieser Spielphase immer wieder zu gefährlichen Konterangriffen, von denen Nico Zimmermann nach 74 Minuten einen auch zur 0:1-Gästeführung nutzen konnte. Der eingewechselte Arthur Schneider hatte die Vorarbeit geleistet und Zimmermann vollende mit einem sehenswerten Direktschuss in den Torwinkel. Das SCH-Team bäumte sich gegen die drohende Niederlage auf und kam in der 87. Spielminute durch einen herrlichen Schuss aus 20 Metern des eingewechselten Daisuke Ando
Daisuke Ando
 zum verdienten 1:1-Ausgleichstreffer. Beide Mannschaften spielten in der spannenden und äußerst sehenswerten Schlussphase auf Sieg und hätten beinahe damit auch Erfolg gehabt. So vergab Nico Zimmermann in der Nachspielzeit eine gute Möglichkeit für die Gäste und beim SCH hatte Daisuke Ando
Daisuke Ando
 den Siegtreffer auf dem Fuß (90+5), konnte die Riesenchance aber nicht verwerten. So blieb es letztlich beim verdienten 1:1-Unentschieden in einem Spiel, das seine Höhepunkte in den letzten zwanzig Spielminuten besaß. Die Mannschaft des SCH zeigte eine aufsteigende Form und auch das Gästeteam wusste in Hauenstein durchaus zu gefallen und untermauerte seine Ambitionen auf den Meistertitel.                   /mk/



Spielstatistik

SC Hauenstein: Urban-Klück-Hartlieb-Biedermann (ab 76. Ando)-Schwehm-Srzentic-Öhler-Brechtel-Abele-Bormeth (ab 66. Haag)-Nishinaka (ab 61. Albrecht)
Trainer: Thomas Fichtner
Weitere Auswechselspieler: Kupper, Seibel, Schacker, Little (TW)

SV Röchling Völklingen: Buhl-Erhardt-Meridja-Altmeier-Groß-Onyemba Obichi-Weber-Linn (ab 61. Schneider)-Zimmer-Zimmermann-Scheffer (ab 65. Frank)
Trainer: Günter Erhardt
Weitere Auswechselspieler: Guss, Wollbold, Karaoglan, Stelletta (TW)

Tore: 0:1 (74.) Nico Zimmermann / 1:1 (87.) Daisuke Ando
Gelbe Karten: Schwehm / Meridja, Groß, Zimmer, Zimmermann
Gelb/Rote Karte: ----- / Meridja (40.)
Schiedsrichter: Ehsan Amirian (Burgschwalbach / Rheinland)          SRA: Amir Amirian, Philipp Bodewing
Zuschauer: 200

DFB-Pokal: SC Hauenstein - Bayer 04 Leverkusen 1:2 (0:1)

Alle Fußballfans der Region, die nicht zum DFB-Pokalspiel des SCH gegen den Champions-League-Teilnehmer Bayer 04 Leverkusen gekommen waren, müssen sich richtig ärgern. Sie verpassten nämlich ein klasse Spiel der SCH-Mannschaft, die den Bundesligisten an den Rand einer Verlängerung brachte. Es war der erhoffte Fußball-Leckerbissen für den SCH, der von Beginn an keinen Respekt vor den großen Namen des Gegners hatte. Die Mannschaft zeigte eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber den beiden ersten Punktspielen, investierte viel Herzblut und Leidenschaft und machte mit einer enormen Laufleistung dem Bundesligisten das Leben sehr schwer. Die erste Chance der Partie hatten die Gäste durch Mehmedi (13.), doch dessen Schuss landete auf der Querlatte. Dann war der SCH an der Reihe und Bernd Leno musste mit einer Glanzparade nach 25 Minuten einen Schuss von Lukas Hartlieb
Lukas Hartlieb
 aus dem Tordreieck fischen. Als alles auf ein Unentschieden zur Pause hindeutete, gelang Bayer 04 durch Chicharito doch noch der 1:0-Führungstreffer. Nach dem Wechsel war zunächst wieder unsere Mannschaft dran. Jesper Brechtel
Jesper Brechtel
 wurde mit einem Zuckerpass von Kazuaki Nishinaka
Kazuaki Nishinaka
 bedient und stand fei in halbrechter Position vor dem Bayer-Gehäuse, doch sein Schuss ging knapp am Pfosten vorbei. Die Vorentscheidung fiel dann durch Nationalspieler Karim Bellarabi (67.), der eine Unentschlossenheit in der SCH-Abwehr zum 2:0 nutzte. Doch unsere Mannschaft gab sich nicht auf und kam nach 81 Minuten durch Andelo Srzentic
Andelo Srzentic
 per (leicht abgefälschtem) Kopfball zum 1:2-Anschlusstreffer. Der SCH witterte die Sensation und warf alles nach vorne. Bayer Leverkusen wackelte bedenklich, fiel aber nicht, auch weil Yannick Haag (87.), Kevin Schwehm
Kevin Schwehm
 (90+1) und Maximilian Albrecht (90+1) die guten Einschussmöglichkeiten für den SCH nicht nutzen konnten. So blieb es letztlich beim insgesamt verdienten Sieg von Bayer Leverkusen, doch das Kompliment geht an die SCH-Truppe, die sich super präsentierte und beste Werbung für sich, den Verein und die gesamte Region betrieb. Diese Leistung muss jetzt aber schnellstmöglich in der Oberliga wiederholt bzw. weiter ausgebaut werden.    /mk/


Spielstatistik

SC Hauenstein: Urban-Klück-Hartlieb-Kupper-Schwehm-Ando (ab 66. Haag)-Srzentic-Brechtel (ab 66. Albrecht)-Abele-Bormeth-Nishinaka (ab 72. Schacker)
Trainer: Thomas Fichtner
Weitere Auswechselspieler: Biedermann, Öhler, Seibel, Little (TW)

Bayer 04 Leverkusen: Leno-Tah-Chicharito (ab 89. Kruse)-Mehmedi (ab 59. Baumgartlinger)-Jedvaj-Aranguiz-Toprak-Volland-Bellarabi (ab 74. Calhanoglu)-Henrichs-Kampl
Trainer: Roger Schmidt
Weitere Auswechselspieler: Ramalho, Papadopoulos, Hilbert, Öczan (TW)

Tore: 0:1 (39.) Chicharito / 0:2 (67.) Karim Bellarabi / 1:2 (81.) Andelo Srzentic
Gelbe Karten: Klück, Ando, Brechtel, Haag / Chicharito, Jedvaj
Schiedsrichter: Florian Badstübner (Windsbach / Bayern)         
SRA: Michael Bacher, Markus Pflaum
Vierter Offizieller: Rafael Foltyn
Zuschauer: 3.339
Harter Zweikampf im Mittelöfeld

SC Hauenstein - FC Karbach 0:2 (0:1)



Der Fehlstart ist perfekt- Nach der verdienten 0:2-Heimniederlage gegen einen allerdings sehrstarken FC Karbach steht unsere Mannschaft noch ohne Punktgewinn da und auch inder Torausbeute ist bisher eine Nullnummer zu registrieren. Die Gäste aus demRheinland trotzten ihrem Trainer-Saisonziel, nämlich den Nichtabstieg undpräsentierten sich wie ein kommender Meister. Lauf- und einsatzfreudig, kompaktund zweikampfstark trat Karbach beim SCH auf und verstand es auch immer wiederdurch schnelles Umschaltspiel für Gefahr vor dem SCH-Kasten zu sorgen. Die neuformierte SCH-Mannschaft enttäuschte wie schon im ersten Saisonspiel maßlos undließ alles vermissen, was eine gute Mannschaft ausmacht. Zu wenig Laufarbeit,zu wenige durchdachte und auch schnelle Spielzüge und immer wieder schnelleAbspielfehler führten zu einem sehr zerfahrenen Spiel unserer Mannschaft, dieganz offensichtlich auch noch nicht die Idealformation gefunden hat. Deneifrigen Gästen glückte just in der Phase, als unsere Mannschaft das Spielbesser in den Griff bekam, nach 36 Spielminuten die 1:0-Führung durch einenschönen Direktschuss von Sören Klappert auf Vorarbeit von Tim Puttkammer. Nachdem Seitenwechsel hatte der SCH zunächst seine beste Spielphase, konnte darausaber kein zählbares Kapital schlagen. Zudem hatte unsere Defensivabteilung aberimmer wieder große Probleme mit den schnellen Kontern der Gäste. In der 61.Minute verhinderte Kevin Urban

Kevin Urban
 im SCH-Tor mit einem tollen Reflex gegen denalleine vor ihm auftauchenden Thomas Klasen einen Gästetreffer, nachdem vorherMarcel Bormeth
Marcel Bormeth
 schwer gepatzt hatte. Doch schon sechs Minuten später war auchKevin Urban
Kevin Urban
 dann machtlos, als Karbach einen schönen und schnellen Angriff überdie rechte Seite vortrug. Tobias Jakobs zirkelte maßgenau den Ball in dieMitte, wo der starke Oscar Feilberg zur Stelle war und den Ball aus kurzerEntfernung zum 0:2 über die SCH-Linie beförderte. Als in der 74. Minute NiklasKupper die beste SCH-Chance des gesamten Spiels liegen ließ, war dieVorentscheidung gefallen. Fast wäre Karbach sogar noch ein weiterer Treffergeglückt (83.), doch Kevin Urban
Kevin Urban
 reagierte einmal mehr glänzend gegen MathiasFischer. So blieb es bei der 0:2-Niederlage des SCH gegen den FC Karbach undjedem der Zuschauer dürfte klar geworden sein, dass man sich in der neuen Rundein vielen Belangen umorientieren muss.   /mk/


Spielstatistik

SC Hauenstein: Urban-Klück-Hartlieb-Kupper-Schwehm-Ando (ab 63. Schacker)-Srzentic-Brechtel (ab 46. Haag)-Seibel-Abele (ab 75. Nishinaka) Bormeth
Trainer: Thomas Fichtner
Weitere Auswechselspieler: Biedermann, Öhler, Albrecht, Little (TW)

FC Karbach: Bauer-Fischer-Lukas Klappert-Feilberg (ab 80. Köppen)-Klasen (ab 64. Platten)-Eberhardt-Göderz-Rinker-Puttkammer-Sören Klappert-Jakobs (ab 87. Hohns)
Trainer: Torsten Schmidt
Weitere Auswechselspieler: Flaßhaar, Wirtz, Dengüzli, Schmitt (TW)

Tore: 0:1 (36.) Sören Klappert / 0:2 (67.) Oscar Feilberg
Gelbe Karten: Klück, Hartlieb, Schwehm, Bormeth / Fischer, Feilberg, Klasen, Platten
Schiedsrichter: Sebastian Schmidt (Neunkirchen / Saarland)         
SRA: Tim Gillen, Justin Noel Hasmann
Zuschauer: 180

TSG Pfeddersheim - SC Hauenstein 1:0 (0:0)

Mit der 0:1-Niederlage bei der TSG Pfeddersheim vermasselte unsere Mannschaft erstmals seit Jahren den Saisonstart und musste ohne Zähler die Heimreise antreten. Insgesamt konnte die völlig neu formierte Mannschaft des SCH nicht überzeugen, trotzdem muss die Niederlage als unglücklich eingestuft werden, denn Pfeddersheim war keineswegs besser als unsere Mannschaft. Unser Team begann die Saisonpremiere äußerst passiv und sehr zurückhaltend. Da auch die Einheimischen eine ähnliche Gangart gewählt hatten, entwickelte sich ein wenig ansehnliches Spiel mit keinen nennenswerten Torchancen. So war das 0:0-Unentscheiden zur Pause auch leistungsgerecht. Nach dem Wechsel bot sich den 250 Zuschauern das gleiche Bild. Der SCH kam einfach nicht ins Spiel, hatte kein Tempo in seinen Aktionen und konnte so die sehr präsente Abwehr der Pfeddersheimer nicht in Verlegenheit bringen. Erst als den Gastgebern nach 60 Minuten aus dem Nichts heraus die 1:0-Führung durch Sebastian Kaster gelungen war, kam mehr Leben ins Spiel des SCH. Der eingewechselte Kazuaki Nishinaka
Kazuaki Nishinaka
 belebte unser Spiel und war auch an den beiden besten Tormöglichkeiten für unsere Mannschaft beteiligt. So spielte er in der 76. Minute einen feinen Pass auf seinen Landsmann Daisuke Ando
Daisuke Ando
, doch der scheiterte an Bakary Sanyang im Tor der TSG Pfeddersheim. Nur zwei Minuten später zog Nishinaka aus 20 Metern ab, doch Sanyang entschärfte mit einer Glanzparade den strammen Schuss. Unsere Mannschaft bemühte sich weiter um den Ausgleichstreffer, konnte sich aber gegen die TSG-Abwehr nicht mehr entscheidend durchsetzen. Somit war die erste Saisonniederlage im ersten Saisonspiel perfekt und unsere Mannschaft wird sich in den kommenden Spielen gewaltig steigern müssen, wenn sie die offizielle Zielsetzung, in der Spitzengruppe der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar mitzuspielen, auch erreichen will. Insbesondere muss einfach mehr Biss, Leidenschaft und Laufarbeit erwartet werden und zudem mehr Tempo in das SCH-Spiel kommen. Schon am kommenden Wochenende kann unsere Mannschaft Wiedergutmachung betreiben, wenn der haushohe Titelfavorit TuS Karbach der Gegner im ersten Heimspiel ist.   /mk/



Spielstatistik


TSG Pfeddersheim: Sanyang-Bundenthal-Lutz-Krist-Gotel-Kaster (ab 70. Scherer)-Bräuner-Tillschneider-Klotz (ab 78. Wörzler)-Ludwig-Buch (ab 90. Köse)
Trainer: Norbert Hess
Weitere Auswechselspieler: Streib, Moh Amar, Rühm (TW)

SC Hauenstein: Urban-Klück-Hartlieb-Kupper (ab 78. Haag)-Schwehm-Ando-Srzentic-Brechtel-Seibel-Bormeth (ab 83. Schacker)-Albrecht (ab 57. Nishinaka)
Trainer: Thomas Fichtner
Weitere Auswechselspieler: Öhler, Abele, Little (TW)

Tor: 1:0 (60.) Sebastian Kaster
Gelbe Karten: Bundenthal, Lutz / Klück, Brechtel, Albrecht
Schiedsrichter: Patrick Kessel (Norheim / Südwest)         
SRA: Sören Lückert, Marcel Bender
Zuschauer: 250